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Politik: Politische Meinung

Ein Feiertag für die ganze Welt?

Morgen ist Mittwoch der 10. 12 .2008, auf meinem Kalender finde ich keinen Eintrag.

Komisch, denn eigentlich ist das im globalen Dorf der Grundstein für die Welt von heute und morgen. Vor 60 Jahren, also 3 Jahre nach dem 2. Weltkrieg, in dem wir Deutschen Europa mit einem der opferreichsten Krieg überseht haben und der Welt vorgeführt haben, was geschieht, wenn Menschen keine Rechte mehr haben, wurde in Paris am 10.12.1948 die „Allgemeine Erklärung der Menschenrechte“(a) der Welt bekannt gegeben. Zuvor wurden auf der so genannten Potsdamer Konferenz(b) die Grundlagen dafür geschaffen.

Dann, am 10.12.1948 hat die „Generalversammlung der Vereinten Nationen“ (a) in Paris im Palais de Chaillot (a) die Menschenrechte verkündet, die von nun an für jeden Weltbürger gelten sollten. Und das war auch wichtig und ist es heute noch mehr, denn bald werden über eine Milliarde Menschen von Hunger bedroht, es herrscht Krieg im Kongo, Somalia, Irak und an so vielen Orten, wie etwa Bombay. Dabei sollte eigentlich mit der Erklärung der Menschenrechte nun jedem Politiker, Diktator oder Möchtegernherrscher klar sein, „(j)eder Mensch hat Anspruch auf die in dieser Erklärung verkündeten Rechte und Freiheiten ohne irgendeine Unterscheidung etwa nach Rasse, Farbe, Geschlecht, Religion, politischer oder sonstiger Überzeugung, nationaler oder sozialer Herkunft, nach Eigentum, Geburt oder sonstigen Umständen“. So steht das im Artikel 2 der Menschenrechtscharta. (c) Doch wie weit sind wir ehrlich gesagt davon noch entfernt? Nimmt man die Tatsache der vielen Mobbingopfer in unserem Lande und schaut in Charta der Menschenrechte nach, so dürfte es das gar nicht mehr geben. Denn laut Artikel 12. darf niemand „willkürlichen Eingriffen ... auf seine Ehre und seinen Ruf ausgesetzt werden. Jeder Mensch hat Anspruch auf rechtlichen Schutz gegen derartige Eingriffe“.(c) Doch bei uns finden diese Eingriffe Tag täglich statt, niemand leugnet dies, doch dagegen macht auch keiner was, gerade unsere Politiker sind da Weltmeister im Nichtstun.

Man bejammert lieber in anderen Ländern die Menschenrechtsverletzungen und versucht seine eigenen Dreck schnell unter den Teppich zu kehren mit dem Argument, uns geht es doch gut? Was meinen eigentlich diese Menschen immer mit gut? Bekanntlich hat Bertolt Brecht diese Menschen so beschrieben, dass bei ihnen zu erst das Fressen kommt und dann die Moral. Offenbar gilt das heute in Zeiten der Finanzkrise noch mehr und man darf gespannt sein, was morgen so unsere Frau Merkel, Herr Köhler und andere Politgrößen vom Stapel lassen.

Im Fall der Menschenrechte herrscht bei uns immer noch der Statuts eines Entwicklungslandes und das ist doch wohl schockierend, wenn man sich vorstellt, wie dann die ärmsten Länder der Welt die Menschenrechte verwirklichen sollen. Wenn wir weniger auf das Fressen wert legen würden, mehr auf die Qualität der Ernährung, dann hätten wir auch mehr Zeit uns um unsere Moral zu kümmern. Ich jedenfalls halte den 10. Dezember für einen wichtigeren Feiertag als den misslungen Versuch, den 3. Oktober zum Nationalfeiertag zu erklären, insbesondere deshalb, weil ich weder über die Vereinigung, noch das Grundgesetz und nicht mal um so was zweitrangiges wie eine Nationalhymne abstimmen durfte. Auch das hat was mit Menschenrechten zu tun, wenn auch viele aus der Möchtegernelite in diesem Land das nicht verstehen wollen oder können.

Quellen

a) http://de.wikiped...ersammlung

b) http://potsdamer-...rrecht.php

c) http://www.info-s...schenr.htm

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Schlüsselwörter: Brecht | Moral | Menschenrechte | Mobbing | Köhler | Merkel | Bombay | Nationalfeiertag
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