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Sonstiges: Kultur & Religion

Was wir gerne übersehen?

Überwiegen eigentlich nicht die Gemeinsamkeiten?

Weihnachten ist eigentlich das Fest der Liebe, den bekanntlich ist am 24.12. vor 2008 Jahren der Messias geboren, also Gottes Sohn. Jesus ist uns als Namen bekannter, mit der Philosophie haben wir es eh nicht so, obwohl die dunkle Jahreszeit gut geeignet dafür scheint. So ist ein Gebot der christlichen Religion die der Liebe, der Nächstenliebe insbesondere, und um das tun zu können, müssen wir den Nächsten erst mal verstehen. Gestern zum Beispiel war der 8. Dezember. In meinem Kalender, der neben meinem PC an der Wand hängt, steht Opferfest als Eintrag für den 8. Dezember. So viel anfangen konnte ich damit ehrlich gesagt nicht, ich habe dann einfach mal gegoogelt. Und siehe da, ich bin fündig geworden, das Opferfest ist für die Muslime wichtig. Manche lesen jetzt nicht weiter, ist auch nicht schlimm, denn wer nicht sehen will, der kann auch nicht verstehen. Einmal habe ich auf der Internetseite der Muslime folgendes gefunden:

„Durch unsere dargebrachten Opfer werden wir uns Allah nähern. Anschließend werden wir uns gegenseitig besuchen und uns zum Opferfest gratulieren.“(a) Das Opferfest ist einmal also ein Fest, in dem man seinem oder dem Gott/Allah etwas opfert und dann feiert, in dem man sich gegenseitig besuchen geht. Da ich kein Familienmensch bin und kaum religiös, sehe ich die Religionen als Philosophie an, insbesondere das Judentum als Wurzel, das Christentum als Stamm und Äste, den Islam ebenfalls. Jesus ist für die Christen besonders wichtig, er ist der Sohn Gottes, für die Muslime ist er einer der Propheten, also eine wichtige Gemeinsamkeit im Grunde genommen.

Und nun feiern also die Muslime in aller Welt das Opferfest, weil es da Ende des Pilgermonats Hadsch ist.(b) Und damit ist das Opferfest eines der beiden wichtigsten Feste für die Muslime. Die Wurzeln des Opferfestes liegen wieder in der allen drei Religionen gemeinsamen Grundlage, die Ibrahim- oder Abrahamerzählung, denn auch laut „der Hebräischen Bibel findet sich mit leichten Abwandlungen auch im Koran“ wieder.(b) Bekanntlich hatte laut der Überlieferung durch die Bibel oder dem Koran Ibrahim oder Abraham „hier aufgefordert seinen Sohn zu opfern, und der kommt dem auch gehorsam nach, worauf Gott mit einem Engel eingreift und anstelle des Sohnes (Isaak in der Hebräischen Bibel, Ismail nach islamischer Tradition) einen Schafbock als Opfer anbietet.“

Das Opferfest oder als Katholik natürlich die Abrahamprüfung ist für mich schon im damaligen Religionsunterricht immer einer dieser Grausamkeiten gewesen, die in mir Bilder hervorgerufen hat, die man besser als Kind nicht hat. Einen Menschen zu schlachten, insbesondere noch seinen Sohn war mich schon in Bildern unvorstellbar. Gut, sagen die Religiösen, das ist nur ein Gleichnis, was man als Erwachsner natürlich auch versteht, doch was ist es für die Kinder, die diese Geschichte genauso lernen, wie sie überliefert worden sind, denn das Opferfest ist ja nun etwas besonderes? Heute sehe ich das Opferfest als einen Tag an, in dem man vielleicht sich mal in einer Demokratie überlegen sollte, ob hier nicht den Opfern von Mobbing, Gewalt und Hass gedacht werden sollte? Eine Überlegung ist es ja wert, gerade in einer Zeit der Finanz- und Immobilienkrise, wo es so viele Opfer gibt. Ansonsten stellt man doch fest, wie viele Übereinstimmungen es immer wieder zwischen dem Koran und der Bibel gibt. Ich denke, für die gläubigen Menschen müsste das doch wichtig sein, wo so viele heute jetzt immer ihre heiligen Kriege gegeneinander führen, ob nun in Indien(c) oder anderswo auf diesem kleinen Globus, der im All wie eine unsichtbare „Weihnachtsbaumkugel“ aussehen könnte und es auch wahrscheinlich ist, schmucklos und etwas unförmig. Und auf diesem Planeten leben wir, nicht nur zur Weihnachtszeit.

Quellen

a) http://www.igmg.d...-2008.html

b) http://www.wshoff...urban.html

c) http://www.welt.d...ochen.html

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Schlüsselwörter: Jesus | Opferfest | Bibel | Koran | Ibrahim | Abraham | Indien | Mobbing | Immobilienkrise
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