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Politik: Recht & Co.

Liebesgrüße aus Montevideo!

Mit der Briefmarke soll er sich besser WC-Papier kaufen, um Waschmittel zu sparen.

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Nichtsdestotrotz bin ich der Meinung, das die Wahrheit und Gerechtigkeit und Menschlichkeit unbedingt Vorrang haben muss, anstatt Menschen zu opfern, um irgendwelche Skandale vertuschen zu wollen. Der Leiter der Justizanstalt Garsten in Österreich, Dr. Norbert Minkendorfer, schrieb den Häftling Juan Carlos Bresofsky-Chmelir einen Brief folgenden Inhalts und Beilagen aus Montevideo in die Zelle:

„Anbei ein Gruß aus Ihrer früheren Heimat Uruguay. Die Ansichtskarten sind nicht sehr aufregend. Werde Ihnen ein Bild von der Strandpromenade ausdrucken. Montevideo ist (im Februar) eine angenehme Stadt zum Leben“. Die Besonderheit der Sache ist nicht allein, das es sehr ungewöhnlich ist, das ein Gefängnisleiter einen Häftling einen Grußbrief in die Zelle schickt, sondern das der Häftling mittlerweile über 30 Jahren ununterbrochen im Gefängnis einsitzt und das der oben genannte Anstaltsleiter vehement gegen eine bedingte Entlassung seiner Person ist.

Der Häftling schrieb aufgeregt an die Öffentlichkeit: „Der Geist, der hier bei der Justizwache und Anstaltsleiter vorherrscht, ist nicht fern dieser der Nazi-Konzentrationslager Mathausen, die ja nicht weit von Garsten liegt. Der unterschied besteht nur darin, das sie keine Brennhöfen und Duschen mit Gashähne verwenden dürfen, was sie offenbar sehr frustriert. Wen die einen Häftling nicht wollen, wenden die jedes Mittel an, um diesen kaputt zu machen oder in den Suizid zu treiben. Er soll mir bittschön keine Briefe und Ansichtkarten mehr in die Zelle schicken. Mit der Briefmarke soll er sich besser WC-Papier kaufen, um Waschmittel zu sparen. Das wäre für die Umwelt gesünder, die mit „Braunen“ flecken ohnehin schon genug belastet ist. Das wirkliche Problem für denen ist, das sie mit mir auf einen Pulverfass sitzen, weil sie mich im Zusammenhang der Gattin eines Oberregierungsrates der steirischen Landesregierung in wesentlichen Anklagepunkte bewusst unschuldig verurteilt haben. Und nun können und wollen sie mich nicht entlassen, weil sie Verfolgungsängste haben, das ich dann nichts anderes zu tun hätte, als damit in die breiten Öffentlichkeit zu gehen. Jetzt versuchen sie mich offensichtlich fertig zu machen, damit ich die nerven verliere oder Selbstmord begehe. Nur, die Freude werde ich ihnen sicher nicht machen. Verzeihen Sie und haben Sie Verständnis für meine Ausdrucksweise, aber irgendwie muss ich mich auch ventilieren. Es ist einmal nicht einfach dreißig Jahren ununterbrochen hinter Gittern zu überleben und dann sowas auch noch. Wissen Sie, die Botschaft des Briefes war mit Sicherheit keine andere, als das ich mich aufhängen sollte, weil ich sowieso nicht mehr entlassen werde“. Die Aufregung und Emotion des Häftlings ist verständlich und nachvollziehbar, denn der Grußbrief kann nur als Provokation und als Sadismus verstanden werden. Wenn man folgenden Link folgt und die Berichterstattung im Wordpress liest, dann kann man sich auch leicht vorstellen, das sich der Anstaltsleiter an den Häftling rächt: http://diegalerie...d-in-haft/

Denn was für ein normal denkender Mensch würde auf die Gedanke kommen einen Häftling, der mittlerweile über 30 Jahren ununterbrochen im Gefängnis einsitzt, einen derartigen Grußbrief (!) zu schreiben. Was muss in den Kopf eines Menschen vorgehen, das er auf so eine Idee kommt. Man sollte meinen, das so ein Anstaltsleiter entweder seines Postens zu entheben ist, jedenfalls aber selber einer psychiatrischen oder psychologischen Untersuchung zu unterziehen wäre. Denn wenn so einen Brief an den falschen Häftling gerät und dieser durchdreht, wer weis was dann alles passieren kann. Ich persönlich muss gestehen, das ich mittlerweile Bedenken um das Leben dieses Häftlings habe. Ich verfolge seit geraumer Zeit seine Geschichte, habe Kopien seiner Gerichtsakten und bin auch im Besitz des oben inkriminierten Briefes, das auch der Wiener Journalist Mag.Wolfgang Machreich im Besitz hat, wolfgang.machreich@furche.at

Es liegen in der Tat im Zusammenhang seiner Person brisante Fakten vor, die auf einen außergewöhnlichen Drama und Tragödie weisen, nämlich das sich die Gattin des hohen Staatsbeamten auf eine Affäre mit dem Häftling eingelassen haben konnte und das sich der Häftling zunächst zu unrecht belastete, um die Frau zu schützen, während das Gericht die Angelegenheit dazu ausnützte, um den Häftling künstlich abzutöten. Dagegen wehrt sich nun der Häftling und daher kommt das Ganze ins trudeln. Die Angelegenheit ist derart Delikat und Sensibel, das sich selbst österreichische Medien vor einer Berichterstattung fürchten, so äußersten sich einige Journalisten mir gegenüber. Nichtsdestotrotz bin ich der Meinung, das die Wahrheit und Gerechtigkeit und Menschlichkeit unbedingt Vorrang haben muss, anstatt Menschen zu opfern, um irgendwelche Skandale vertuschen zu wollen. Meine bisherigen Links zur Sache:

http://www.online...rticle/681

http://www.online...rticle/713

http://www.online...rticle/732

http://www.online...rticle/855

http://www.online...rticle/922

http://www.online...rticle/964

Ich werde die Angelegenheit weiterhin im Auge behalten und bei Neuigkeiten weiter darüber berichten. Martina

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Schlüsselwörter: Juan Carlos Bresofsky-Chmelir | Dr. Norbert Minkendorfer | Österreich | Gefängnis | Brief | Montevideo
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Kommentare

Helga Orlean
am 10.12.2008 07:28:48 (77.183.109.xxx) Link Kommentar melden
1. Rache und Zynismus haben im Strafvollzug überhaupt nichts zu suchen. Durch die zynischen Ansichtskartengrüße aus Montevideo hat sich Dr. Minkendörfer als Anstaltsleiter selbst infrage gestellt. Er müsste dafür entlassen werden, wird aber wahrscheinlich noch nicht einmal eine Rüge bekommen. Dann entsteht sofort die Frage: Warum hält man einen charakterlich schwachen Menschen in so einer Position, die gerade sehr reife Menschen mit Führungsqualität erfordert?

2. Es gilt das Prinzip Hoffnung für jeden Strafgefangenen, gerade auch für lebenslänglich Verurteilte. Diese Hoffnung hat man Deinem Schützling genommen. Er hat aber Rechte, die vermutlich in Österreich ähnlich geregelt sind wie in Deutschland. Was er braucht, ist ein guter Rechtsbeistand, der seine Rechte einfordert. Ohne Anwalt schafft Ihr das nicht. Nachdem Du den Fall nun bekannt gemacht hast, müsstest Du als nächsten Schritt einen geeigneten Anwalt suchen und dann über die Finanzierung der kommenden Verfahren nachdenken. Das wird aber nicht übermäßig teuer werden und könnte sicher durch eine Spendenaktion zusammenkommen.

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