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Wissenschaft: Umwelt & Naturschutz

Die Rettung der Erde in 51 Schritten

Erstveröffentlichung: www.readers-editon.de Autor: Redaktion


Uns normalsterbliche Mitteleuropäer beschleicht ja schon lange das schlechte Gewissen, sobald wir ins Auto steigen oder Badewasser einlaufen lassen. Bezüglich der Amerikaner und ihres wahrlich ausufernden Lebensstils durfte man da bislang seine Zweifel haben. Mittlerweile aber scheint Uncle Sam mitsamt Gefolge gar nicht mehr genug vom Energiesparen bekommen zu können.

Schuld daran: Die globale Verteuerung von Energie einerseits, der für viele durchaus schon greifbare Klimawandel zum anderen.

Das traditionsreiche US-Nachrichtenmagazin Time widmet sich dem Thema Erderwärmung schon seit einiger Zeit und mit besonderer Hingabe. Neuestes Special der Nachrichtenleute: Eine Liste mit sage und schreibe 51 konkreten Energiespartipps. Unter der Überschrift “Ein Überlebensratgeber zum Klimawandel” wird genauestens dargelegt, wie Otto Normalamerikaner, aber auch Regierungen und Unternehmen, CO2, Strom und Dollar sparen können und vor allem sollen.

Mehr CO2 durch Papier

Beispiel: Rechnungen, wenn möglich, immer online bezahlen! Die Gleichung geht tatsächlich auf. Zwar frisst der hauseigene Laptop natürlich auch Strom, aber andernfalls müssten erst unzählige Bäume gefällt und zu Papier verarbeitet, dieses wiederum hin und her transportiert werden. Die Folge: Ein ungleich höherer Energieverbrauch. Auch große Projekte werden vorgestellt. Neue, effiziente und energiesparende Wolkenkratzer oder geothermische Wärmesysteme sind heutzutage möglich, aber noch viel zu selten. Außerdem im Time-Angebot: Biologisch abbaubarer Lippenstift und der Verweis auf die Homepage von portovert, wo “grüne Hochzeiten” vermittelt werden. Die richtige Hochzeitsreise, die richtigen Blumen, die richtigen Einladungen - umweltbewusste Paare werden hier fündig.

Eher skurril kommt dagegen der Ratschlag daher, in Zukunft Burgern und Steaks aus dem Weg zu gehen. Die globalen Rinderherden stoßen nämlich Unmengen an Methan aus und tragen somit erheblich zur Klimaerwärmung bei. Sonderbar und faszinierend zugleich ist die neuartige Strategie vom Postdienstleister UPS, möglichst auf Wendemanöver nach links zu verzichten. Per neuer Software werden die UPS-Fahrer mit so wenig Linksdrehungen wie möglich an ihr Ziel geleitet, allein in New York City seien dadurch schon 1000 Tonnen CO2 eingespart worden. Denn wer nach links abbiegt, muss häufig bei laufendem Motor darauf warten, dass der Gegenverkehr endlich an ihm vorübergezogen ist.

Familie Zielke aus Darmstadt

Auch Deutschland darf sich über eine nette Erwähnung freuen, genauer die Familie Zielke aus Darmstadt. Die bewohnt nämlich ein Passivhaus, welches den Energieverbrauch drastisch senkt. Passivhäuser gibt es hierzulande fast 10.000, in den USA hingegen nur… drei.

Einige Vorschläge dürften hingegen kollektives Stirnrunzeln verursachen: Die Waschmaschine sollte stets mit vollen Ladungen Wäsche vollgestopft werden, anstelle von nur einigen Teilen. Ach so. Gebrauchte Kleidung ist besser als neue, da sie nicht mehr extra hergestellt werden muss. Hmm. Zudem sollte man häufiger mit dem Bus fahren, auf die Klimaanlage verzichten und stattdessen ein Fenster öffnen, eine Harke und keinen Laubsauger verwenden. Nett gemeint, aber so werden wir die Welt nicht retten können. Dennoch: Ein paar Minuten Aufmerksamkeit ist das geballte Time-Arsenal auf alle Fälle wert. Erstveröffentlichung bei "Readers Edition" Autor Redaktion Grundlage für Zweitveröffentlichung Creative Commons-Lizenz

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Kommentare

Kabutoo
am 03.04.2007 15:30:11 (217.193.148.xxx) Link Kommentar melden
Als das mit dem links Abbiegen kling wirklich sonderbar, aber wenns was bringt, ist es gut.Ami Haushalte mit europäischen zu verglichen, ist eine Sache für sich. Und wenns nur das Wasser laufen lassen beim Zähneputzen ist. Bei so kleinen Dingen fängts nunmal an und viele Amis kommt es garnicht in den Sin sowas zu hinterfragen. Wogegen ich es als selbverständlich ansah und auch so von meinen Eltern beigebracht wurde, Wasser nicht zu verschwenden.

Das Papierlose Büro ist seit der Computerzeit einen Traum und wird es auch bleiben. Wenn sich dies realisieren lassen würde, wärs wirklich eine Einsparrung.

Hoffe die Times hat neben dem Hamburger auch die Bohnen erwähnt, ohne haben sie es ja auch nicht Smile

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