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Sport: Sonstiges

“So darf man aufhören”

Erstveröffentlichung: www.readers-editon.de Autor: Simon Rettenmaier

Der Gentleman des deutschen Boxsports, Henry Maske (43), brillierte in einem beeindruckenden Kampf gegen Virgil Hill und gewann verdient nach Punkten. Zwölf Runden sensationelles “Kopf”-Boxen a la Maske widerlegten alle Kritiker seines Comebacks, ließen den Zuschauer und Boxfan sprachlos in Erinnerungen schwelgen und verzückten die deutsche Boxwelt mit dem Gedanken an ein weiteres Wirken des Gentlemans im Ring.

Der absolute Star des Abends selbst umsegelte letztere Frage des Reporters Kai Ebel geschickt, seine Frau jedoch äußerte sich unmissverständlich, dass dies definitiv der letzte Boxkampf war - ganz nach den Worten des Matadors Maske selbst: „So darf man aufhören“.

Kaum einer glaubte an einen Sieg

Die Zweifler und Kritiker waren im Vorfeld des Kampfes ganz klar in der Überzahl und trotzdem fanden sich sensationelle 16 Millionen Zuschauer vor den Fernsehgeräten ein. Auch die Stimmung in der Münchner Olympiahalle glaubt anfangs überwiegend nicht an Maske, erkannte jedoch schnell die außergewöhnliche Qualität des Kampfes und ünterstützte den Gentleman lautstark.

„The Impossible Dream“ (Sarah Connor) lautete das Lied, dass sich Henry Maske für diesen Abend ausgesucht hatte, und die meisten verstanden dies als pure Ironie. Schließlich war es fast zehn Jahre her, dass Henry Maske zum letzten Mal aktiv boxte. Eine lange Zeit, ohne konstantes Training, ohne Kampferfahrungen. Dariusz Michalczewski, genannt „der Tiger“ und selbst ehemaliger Weltmeister im Halbschwergewicht, prognostizierte Henry Maske, dass er mit seinem Comebackversuch scheitern würde. Und auch die deutsche Presselandschaft, einschließlich Readers Edition, hinterfragte im Vorfeld des Kampfes stets Sinn und Zweck seines Comebacks.

Im Ring

Im Ring wirkte Maske während des ganzen Kampfes ruhig und überlegt. Das im Vorfeld viel diskutierte Problem der flatternden Nerven schien für den Gentleman nicht zutreffend. Jedoch dauerte es auch einige Runden, bis Maske wieder zu alter Form auflief, sich zurück zog, agieren ließ um zu reagieren. Ab der fünften Runde wurde Maske immer aggressiver, startete mehr Angriffe, bedrängte Hill zunehmend, dem langsam bewusst wurde, dass Maske den Kampf drehte. In Runde Acht dann die wahrscheinlich endgültig kampfentscheidende Szene. Bei einem unabsichtlichen Zusammenstoß der beiden Boxer mit den Köpfen trug Hill eine Verletzung über dem linken Auge davon. Von da ab war Henry Maske klar im Vorteil, boxte weiter ruhig und bearbeitete die Cutverletzung von Hill immer wieder mit seiner rechten Führhand.

Danke Henry

Der 31.03.2007 ist zu einem Stück deutscher Sportgeschichte geworden, Henry Maske ist weiterhin der unumstrittene Gentleman des deutschen Boxsports. Viele in Deutschland sind, zumindest für einen Moment, voller Dankbarkeit für einen tollen Kampf eines großen deutschen Sportlers.

Erstveröffentlichung bei "Readers Edition" Autor Simon Rettenmaier Grundlage für Zweitveröffentlichung Creative Commons-Lizenz

Erschienen bei "Readers Edition" Autor Simon Rettenmaier

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Schlüsselwörter: Boxen | Henry Maske
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