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Wissenschaft: Umwelt & Naturschutz

Klimawandel - Desaster oder Chance?

Erstveröffentlichung: www.readers-editon.de Autor: Norbert Jakobi

Seit Veröffentlichung des Klimaberichtes der UN sind uns scheinbar allen die Augen geöffnet worden, obwohl die Fakten uns eigentlich nicht überraschen dürften, denn seit Jahren kennen wir die Probleme, handeln aber nicht. Durch den öffentlichen Druck versucht nun die Politik die CO2 Belastung zu reduzieren. Diese Absichtsbekundungen werden alleine nicht helfen, da grundsätzliche Veränderungen bei der Energieversorgung vorgenommen werden müssen.

Unser Energieversorgungsnetz ist historisch dadurch entstanden, dass fossile Energieträger reichlich vorhanden und sofort verfügbar waren. Daraus hat sich technisch eine zentrale Netzsteuerung (natürliches Monopol der Netzbetreiber) entwickelt. Diese zentrale Netzsteuerung ist nur durch erheblichen kommerziellen Aufwand und Technik in der Lage, den zukünftigen Anforderungen der alternativ erzeugten Energie gerecht zu werden. Das ist in etwa so, als wenn man ein Auto mit einem aufgesetzten Segel konstant auf 50km/h halten muss. Fehlt Wind, muss der Fahrer entsprechend Gas geben oder bei Wind den Fuß vom Gas nehmen. Nun kann sich jeder vorstellen, wie schwierig es ist ein Auto konstant auf 50km/h zu halten, wenn man nicht weiß, wann der Wind weht. Dasselbe trifft auf die Netzbetreiber zu, die dieses Problem durch exaktere Wettervorhersagen zu lösen versuchen.

Das alte Problem der fehlenden Alternative zu fossiler Energieerzeugung

Es wird ihnen im Laufe der Zeit immer besser gelingen, aber den Preis dafür zahlen die Verbraucher und das Problem der fossilen Energieerzeugung ist damit nicht gelöst. Denn um fehlende alternativ erzeugte Energie zu ersetzen, muss man eine entsprechende Menge an schnell verfügbaren Kraftwerken in Reserve halten, die auch zukünftig ohne fossile Brennstoffe nicht auskommen und das Vorhalten dieser Kapazitäten ist nun mal nicht zum Nulltarif zu bekommen. Und die heute oft diskutierte Lösung, dass bei wetterbedingtem Ausfall alternativer Energie - Biomasse einspringen kann, ist unter ökologischen und wirtschaftlichen Gesichtspunkten kontraproduktiv, da das Wetter sich eben nicht an Vereinbarungen hält und das Vorhalten entsprechender alternativer Energien die Kosten für Energie in die Höhe treibt.

Dasselbe trifft auf globale Energiekonzepte zu, die Energie aus entfernten Gebieten, wie zum Beispiel aus der Sahara favorisieren. Wir wissen alle, dass die hierfür notwendigen Infrastrukturen immense Kosten verursachen und zwangsläufig durch die großen Entfernungen zu größeren Energieverlusten führen. Für Terroristen sind diese Projekte ideale Ziele um uns unter Druck zu setzen. Die Verfechter dieser zentralen Netzstrukturen wissen allzu genau, dass eine dezentrale Netzsteuerung sich auf ihr Monopol auswirkt und somit ihre Erträge nicht mehr sicher sind. Aus diesem Grunde beeinflussen ihre Interessenvertreter aktiv die Meinungsbildung und verhindern damit ein grundsätzliches Umdenken. Um ihren Einfluss auf das Energieversorgungsnetz zu stärken, sind für die nächsten Jahre zig Kohlekraftwerke geplant. Des Weiteren wurde noch eine öffentliche Diskussion um Atommeiler zur CO2 freien Energieerzeugung lanciert. Dabei müsste doch jeder wissen, dass uns die fossilen und atomaren Energieträger in absehbarer Zeit nicht mehr zur Verfügung stehen und deren weiterer Einsatz unsere klimatischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Probleme weiter verschärfen werden.

Was muß getan werden?

Um alternativ erzeugte Energie den freien Zugang zum Netz zu ermöglichen, muss die Netzsteuerung an diese neuen Anforderungen angepasst werden.

Zum Einen muss beim Verbraucher die unstete Bereitstellung alternativ erzeugter Energie durch Zwischenspeicherung ausgeglichen werden, um sie dann vor Ort beim Verbraucher in die entsprechenden Wirkenergien umzuwandeln, wie Wärme, Strom und Mobilität. Durch diese dezentrale Zwischenspeicherung werden Investitionen in neue teure zentrale Infrastrukturen überflüssig und der Verbraucher wird unabhängig von der zentralisierten Energiebereitstellung.

Zum Zweiten muss zwischen Energieerzeuger und Verbraucher, Angebot und Nachfrage nach Energie durch direkte Kommunikation geregelt werden. Dies wird durch ein Energiemanagementsystem ermöglicht, dass die angebotene Leistung und die relevanten Daten der vertraglich gebundenen Verbraucher erfasst. Bei einem entsprechenden Leistungsangebot seitens des Energieerzeugers, wird durch das Energiemanagementsystem, bedingt durch die fest definierte und hinterlegte Anschlussleistung der vertraglich gebundenen Kunden, eine entsprechende Anzahl zugeschaltet, die dem Leistungsangebot entsprechen. Das führt dazu, dass immer gemäß der witterungsbedingten Energieerträge nahe 100% der angebotenen Leistung abgenommen wird.

Dem Kunden wird durch dieses Energiemanagementsystem ein Mix an regional vorhandenen klimafreundlichen Energieträgern zur Verfügung gestellt die durch die Zwischenspeicherung beim Verbraucher zu mehr Wettbewerb führt und uns letztendlich unabhängig von Energielieferungen aus dem Ausland macht.

Erstveröffentlichung bei "Readers Edition" Autor Norbert Jakobi Grundlage für Zweitveröffentlichung Creative Commons-Lizenz

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Schlüsselwörter: Klimawandel | Klimabericht | CO2 | Energie | Energieerzeugung
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