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Politik: Deutschland

Nachhaltig wirtschaften bedeutet zukunftsfähige Ausbildung

Bildung und Umbau des Schulsystems-aber nicht, wie in Berlin vorgesehen! Fast täglich klagen Arbeitgeber über zu schlecht ausgebildete Jugendliche. Ausbildung muss zukunftsgerecht erfolgen und nicht verharren in Idealen, die in den sechziger Jahren des letzten Jahrhunderts galten.

Fast täglich klagen Arbeitgeber über zu schlecht ausgebildete Jugendliche. Ausbildung muss zukunftsgerecht erfolgen und nicht verharren in Idealen, die in den sechziger Jahren des letzten Jahrhunderts galten.

Aber was wäre eine zukunftsadäquate Ausbildung?

Mehrsprachigkeit gehört dazu, und je früher diese beginnt, umso besser wird sie beherrscht werden. Das hat die Politik inzwischen richtig erkannt. Zu einer guten Ausbildung gehört aber in erster Linie auch Erziehung, und schon hier beginnt das Problem. Wer soll diese leisten wenn beide Eltern berufstätig sind und an sich nur noch als abendliche Babysitter und Wochenendeltern fungieren, wenn überhaupt eine komplette Familie vorhanden ist.

Die Kindergärten? Die Schulen?

Beide Einrichtungen sind darauf nicht vorbereitet, sie schlagen sich mit schlecht bezahltem und nicht ausreichend vorhandenem Personal herum. Hinzu kommen nicht selten Kinder aus Migrantenfamilien, die besonders intensiver Betreuung bedürften. Während man bereits hier mit einer Fremdsprache starten könnte, muss erst die deutsche Sprache gelehrt werden, was auch nur unzureichend gelingt, da zu wenige Erzieher vorhanden sind. Hinzu kommen hohe Zuzahlungen für Tagesstätten, die eben darauf Wert legen, hier beginnt schon die Selektion, denn nur Eltern, die wirklich gut verdienen können sich solche Einrichtungen leisten.

In der Schule setzt sich das Problem ähnlich fort, es sind zu wenig gut ausgebildete Lehrkräfte vorhanden, die Klassen zu groß, viel zu oft werden Lehrer heute nicht mehr fest sondern saisonbedingt angestellt. Die Lehrermigration in Bundesländern, die sich den Lehrer etwas kosten lassen ist beträchtlich. Eltern die es sich leisten können, wählen immer öfter private Schulen, die besser ausgestattet sind, in denen in kleinen Gruppen gelernt wird. Der Lehrplan selbst ist überaltet und enthält Ballast, der als unmodern bezeichnet werden muss, zudem ist er wenig flexibel und nicht neigungsorientiert ausgerichtet. In ihm versteckt sich das Wissen mehrere Generationen, das partout gelehrt werden soll.

Schule sollte anders funktionieren, nicht einteilen nach Haupt-, Real-, Gesamtschule und Gymnasium sondern ab der 4. Klasse nach Neigung besucht werden können. So kann man sich einen sprachlich/künstlerisch, einen mathematisch/wissenschaftlichen und einen handwerklich/technisch orientierten Zweig vorstellen, den die Kinder je nach Vorliebe besuchen. Hierbei wird auf der ersten Schule neben Englisch eine weitere Sprache vermehrt unterrichtet und entweder Musik oder Kunst.

In dem Mathematischen Zweig sähe es ähnlich aus. Schule ist überbelastet, damit meine ich, es muss nicht aus jedem Kind gleichzeitig ein Künstler, Musiker, Mathematiker hervorgehen.

Mehr vorliebenorientiertes Lernen brächte auch bessere, motiviertere Schüler hervor. Die Lehrpläne gehören entsorgt von allem, was nicht wirklich von Nutzen für einen späteren Beruf ist. Religion gehört zum Beispiel nicht in die Schule, zwischen Kunst und Musik sollte gewählt werden können. Grundlagen würden an allen Schulen natürlich auch aus den jeweiligen anderen Fächern vermittelt werden, aber eben Grundlagen. Wer einen mathematischen Zweig wählt lernt allenfalls Englisch, denn es ist internationale Fachsprache, warum aber soll er sich zudem noch durch eine zweite Fremdsprache wie Französisch quälen?

Nur, wer es schafft, Lehrpläne auch interessenorientiert zu gestalten wird erfolgreiche Schüler produzieren, die wieder besser ausgebildet sind, als sie sich den Arbeitgebern derzeit präsentieren. Bedarfsorientiert eben und mit mehr Chancen versehen als derzeit.

©Denise-A. Langner-Urso

Der Inhalt des vorstehenden Artikels gibt nicht die Meinung der Redaktion von Onlinezeitung24 wieder. Für den Inhalt ist allein der Autor des Beitrages verantwortlich!
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Schlüsselwörter: Bildung | Schule | Chancengleichheit

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Kommentare

harry gambler
am 24.11.2008 15:16:30 (217.83.120.xxx) Link Kommentar melden
Leider liegt das Problem noch tiefer. Wir haben die gut ausgebildeten Lehrer, die arbeiten jedoch in der Schweiz oder Österreich und wenn sie eine Fremdsprache gut beherrschen, dann in anderen Ländern. Heimlich verhandelt Deutschland mit der Schweiz über eine Rückführung dieser Lehrer und will dafür auch bezahlen, doch welcher Lehrer will schon an die kaputten Schulen und bei der Bezahlung zurück? Deshalb auch die Ausfälle von Steinbrück, der versteht die Welt nicht mehr. So ist für Schulessen keine Geld da, aber für die kaputten Landesbanken bezahlen wir Milliarden. Und so lassen sich viele Beispiele finden.
Es gibt genug qualifizierte Quereinsetiger als Lehrer, doch die haben Selbstbewusstsein und arbeiten auch gerne für Geld. Doch der Senat baut lieber neue Bürotürme, wie dies Herr Sarrazin als Finanzsenator in der Friedrichstraße, am Platz des ehemaligen Tränenpalast tut, dafür habe wir dann die Millionen.
Oder es wurde Tempelhof als Flughafen geschlossen, wobei die Unterhaltung, der Denkmalschutz und die Aufarbeitung für eine eventuelle Bebauung 250 Millionen kosten soll. Dann ist doch klar, für die Bildung haben wir kein Geld.
Und die Lehrpläne sollten eh schon auf eine neues Niveau angehoben werden, Pflichtfächer sollten Mathematik, Deutsch, Englisch, Physik oder Chemie und Ethik sein. Fächer wie Musik, Biologie, Geschichte, Werkunterricht, Sport, Geologie, Zeichen oder Malen sollten nach den Wünschen und Kenntnissen sowie der Neigung der Schüler durch Schulbearter und in Absprache mit den Lehrern und Schüler individuell erstellt werden. Hier muss Kreativität vor Amtsschimmel und Schawanismus gehen, die Dame hat ja an der Uni Karlsruhe jahrelang ein Desater angerichtet, was einem nur die Haare zu Berge stehen lassen kann.Googlen sie mal zu Schawan und Karlsruhe und und und.

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