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Politik: Deutschland

Telekomschnüffler und ihre Opfer

Was machen eigentlich unsere Bundesbeauftragten den ganzen Tag lang?

Zwischen all den Nachrichten um die Mobber aus Hessen und die Finanzkrise tauchen in den letzten Monaten immer wieder Neuigkeiten zur Telekombespitzlungsaffäre auf. Hat sich der Verdacht am Anfang auf Mitglieder des Aufsichtsrats bestätigt und erhärtet, geht es nun um Personen, die nicht im direkten Umkreis der Telekom tätig sind.

Als erstes durfte sich der Ver.di Boß und Südseereisende Bsirske freuen. „Im Rahmen der Spitzelaffäre bei der Deutschen Telekom ist nach Darstellung der Gewerkschaft Verdi auch deren Chef Frank Bsirske bespitzelt worden“, so die SZ.* Da muss doch bei den Datenschützern in Berlin und vom Bund Freude hochkommen, doch man hört weder von jenem Sagen umwogenden Dr. Dix aus Berlin etwas, noch von unserem Bundesbeauftragten aus Bonn Herrn Peter Schaar, obwohl die sich doch erst am 06.11.08 bis 07.11.08 in der wirklichen Datenschutzhochburg und heimlichen Hauptstadt Bonn getroffen haben.**

Sicherlich wurde die unter Männer üblichen Weihnachtsinformationen über Backrezepte und Weihnachtspunsche ausgetauscht. Über die Realität in Deutschland haben sich diese Runden aus Bund und Ländervertreter sicherlich noch nie beschäftigt, zu hören ist jedenfalls nichts. Und zu lesen ist auf der Internetseite dieses Wellness Clubs auch nichts, wieso auch, so lange man sich um andere Dinge kümmern darf. Man ist ja nur beauftragter ohne Vollmacht, ein quasi Traumjob für beamtete Damen und Herren mit deutschen Ausweis.

Doch zurück zum Freundeskreis der Telekomschnüffler, zur Einstimmung sei hier der Telekomsong empfohlen***, da dürfte nun nach und nach noch einiges ans Licht kommen, denn wenn man seit April 2008 weiß, dass bei der Telekom durch Spezialisten in den Jahren „2005 und 2006 Verbindungsdaten“* überprüft worden sind und erst heute bekannt wird, dass auch Bsirske Objekt der Schnüfflerbegierde wurde, dann dürfte da noch einiges hochkommen. Vorausgesetzt der Staatsanwalt darf und will auch ermitteln, Mobbing-Opfer verstehen diesen Hinweis, insbesondere wenn sie bei der Telekom oder Post beschäftigt sind oder waren.

Denn bei den Auftraggebern ist scheinbar auch unser allseits geschätzter Globalplayer Dr. Zumwinkel, ehemals Postvorstandsvorsitzender und natürlich zum Freizeitausgleich für seine anstrengende Reisen ins Steuerparadies Lichtenstein auch noch im Aufsichtsrat der Telekom tätig, eben so nebenbei mal. Ob Sommer, Chef vom DGB und ehemals Postgewerkschaftshäuptling aus Berlin oder Zumwinkel oder Bsirske vom Aufsichtsrat der Lufthansa, offensichtlich herrscht Krieg im Freundeskreis dieser Herren, denn es tauchen fast immer die gleichen Namen auf, ob nun auf Schnüffler- oder Beschnüffeltenseite. Übrigens, die Telekom hat tausende von ehemalige „Mitarbeitern der DDR“**** übernommen, da sollte es doch für den Staatsanwalt ein leichtes sein, mal die Personen heute mit den Akten der Rotkohlfarmer der Birthlerbehörde abzugleichen.

Die Frage ist nur, will man überhaupt die richtigen Fragen stellen, denn nur so bekommt man auch die Antworten, die einem weiter helfen. Es wird noch manches ans Licht in Berlin und Bonn kommen, aber bestimmt nicht vom Freundesclub der Datenschützer, wozu haben wir diese eigentlich dann?

*http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/630/331489/text/

**http://www.bfdi.b..._node.html

***http://www.myvide...LEKOM_Song

****Die Telefonanschlüsse von DDR-Bügern und Mitarbeitern der Behörde sollen angeblich in der Anzahl gleich gewesen sein, das sagt doch schon mal etwas aus, oder?

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Schlüsselwörter: Telekom | Zumwinkel | DGB-Boß Sommer | Postgewerkschaft | Ver.di Chef Bsirske | Staatsanwalt | Dr. Dix | Peter Schaar.
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Kommentare

Helga Orlean
am 16.11.2008 11:23:20 (77.188.205.xxx) Link Kommentar melden
Die Staatsanwaltschaft Bonn, namentlich OstA Fred Apostel, ist auf jeden Fall nicht für eine Aufklärung geeignet, da sie selbst viel zu tief im Korruptionssumpf steckt. Wenn Aufklärung erreicht werden soll, dann kann das nur von außerhalb geschehen.

Fred Apostel ließ meine Familie, Zielperson war vor allem mein Mann, der Rechtsanwalt in Bonn war und Kenntnisse von korrupten Vorgängen erhalten hatte, deren Aufdeckung man fürchtete, in der Kanzlei und privat über viele Jahre abhören und über die abgehörten Gespräche Niederschriften anfertigen, im Grunde genau das, was jetzt durch das BKA-Gesetz legalisiert werden soll, damals war es absolut illegal. Nach dem neuen BKA-Gesetz ist es auch jetzt noch illegal, was den langen Zeitraum der Abhörung betrifft.

Weisungsgebundenheit hin oder her: Jeder Staatsanwalt hat wie jeder normale Bürger die Freiheit, sich nach seinem Gewissen zu richten, und er hat das Gesetz an seiner Seite, das ihm sein Verhalten vorgibt. Er kann Aufträge, die seinem Gewissen und dem Gesetz zuwiderlaufen, ablehnen.

Wie in unserem ganz persönlichen Fall Fred Apostel die jahrelange Abhörung ohne richterliche Beschlüsse, von denen gleich mehrere in den vielen Jahren nötig gewesen wären, durchführen konnte, weiß ich bis heute nicht. Darüber würde ich mir meine ganz persönliche Aufklärung wünschen.
am 02.12.2008 19:28:21 (80.187.100.xxx) Link Kommentar melden
Ich persönlich habe aus technischen Gründen einen Internetzugang über ein analoges Modem und benutzte die Software T-online 6.0.
Das Softwarepaket welches auf einer CD geliefert wird beinhaltet auch eine Programm für den Brownser, Cockpit, Mailprogramm usw. Leider habe ich von Anfang an Probleme mit mit dem Arbeiten des PC`s und dem Internet gehabt und eine Erklärung für die ständigen Prammabstürze usw. konnten auch von der Telekom nicht zur Verfügung gestellt werden. Im Mai 08 habe ich von meiner Internetsicherheitssoftware ein größeres Update erhalten und danach wird ein Programmteil des T-online Software 6.0 als -Kennwortdieb- klassifiziert und unter Quarantäne gestellt.
hier: C:\ProgramFiles\t-online_Software_6\Info_Cock..., zweifelsfrei die Software für das Cockpit von T-online.
An dieser Stelle sei die Frage erlaubt was ein Schadprogrmm in Form eines Kenntwortdiebes in einer Kaufsoftware der Telekom zu suchen hat und welchen Schaden dieses Programm in der Lage ist anzurichten.
Asta-Conny, Autorin auf Onlinezeitung24.de
Helga Orlean
am 04.12.2008 06:46:58 (77.183.80.xxx) Link Kommentar melden
Seinerzeit wurde den Handy-Herstellern aufgegeben, die Geräte so zu konstruieren, dass sie abhörbar sind. Der Öffentlichkeit wurde das über Jahre verschwiegen. Irgendwann kam es heraus.

Warum sollte es mit der Software anders sein? Du hast jetzt praktisch den Beweis, dass wir zusammen mit unserer Software Trojaner kaufen. Möglicherweise haben die Softwarehersteller die Auflage, Trojaner einzubauen, so wie die Handy-Hersteller Abhörchips einbauen müssen. Könnte so die Online-Durchsuchung des neuen BKA-Gesetzes funktionieren?
Asta-Conny
am 04.12.2008 10:59:34 (80.187.100.xxx) Link Kommentar melden
Nicht nur der Kommentar bezüglich den Modalitäten eine Kaufsoftware zu präparieren ist interessant, auch die Vorgehensweise einiger Behörden, hier die der Staatsanwaltschaft Bonn sollte nicht so ohne weiteres von den Bürgern akzeptiert werden. Beide Faktoren zusammen können durchaus ein Instrument sein, dass der vom Gesetzgeber der Justiz zugestandene Handlungsspielraum verlassen wird. Ich selbst habe mit der Justiz in Hessen vor vielen Jahren Erfahrungen gemacht, die bar jeder Vorstellung von einer rechtstaatlichen Ordnung in der BRD sind und im Ausland bis heute mit großen Interesse verfolgt werden weil unmittelbar ein deutsch-russisches Joint-venture betroffen ist. Die Unterlagen werden derzeit auszugsweise veröffentlicht, d.h. die Dokumente sind kostenlos vom Server bei Sky drive zu laden, vielleicht willst Du Dir diese Papiere einmal ansehen, hier die http:weisse-kriminalitaet.spaces.live.com/
Ich hoffe, dass unsere Diskussion dazu beiträgt die Leser aus ihrer Lethagie zu befreien, dass ihnen so etwas nicht widerfahren kann weil es Gesetze gibt an die sich die Behörden halten müssen.
Asta-Conny, Autorin bei OZ24

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