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Wirtschaft & Finanzen: Welt

Aus dem chinesischen Milchskandal wurde nun auch ein Eierskandal

Melaminverseuchte Eier in China entdeckt – In Europa vor allem die Asia-Shops betroffen

In Europa sind vor allem die Asia-Shops vom chinesischen Milchskandal betroffen. Wie letzten Monat bekannt wurde, wurden inzwischen auch die Holländer fündig. Sie fanden in Asia-Shops in Keksen der Importmarke „Koala“ Spuren von Melamin und untersagten den Verkauf dieser Marke. In Thailand ergaben Untersuchungen der FDA inzwischen auch, das die Fertignudelgerichte „Myojo“ und „Nissin“ mit Pestiziden verseucht waren. Die neueste Schreckenmeldung aus China sind: Dort sind auch die Eier mit Melamin verseucht…

Melamin hingegen wurde von der thailändischen Lebensmittelbehörde FDA in Biskuits der Marke „Hajuku“ (mit Erdbeergeschmack, 5,07 Milligramm) und (wie in Holland) auch in den Schokokeksen der Marke „Koala“ (3,16 Milligramm), die beide aus China kommen, entdeckt. Außerdem in den aus Malaysia stammenden „Julie’s Erdnusskräckern“ (2,52 Milligramm).

Seit spätestens dem letzten Oktoberwochenende wissen wir es und die Meldungen dazu kamen aus Hongkong: Melamin wurde nun auch in Eiern aus China entdeckt! Betroffen waren importierte Eier bei einem Unternehmen in der Hafenstadt Dalian. Der Melamingehalt lag deutlich über dem zugelassenen Grenzwert. Daraufhin ordneten die Hongkonger Behörden die Ausweitung der Lebensmittelkontrollen vom chinesischen Festland an. Die Kontrollen sollen hier künftig auch auf Fleischprodukte erweitert werden.

Es wird vermutet, dass die Hühner das Melamin über mit diesem Stoff angereichertes und gestrecktes Hühnerfutter aufgenommen haben. Die Meldungen aus Hongkong sorgten auch in Thailand für Aufsehen. Die FDA überprüfte daraufhin umgehend die drei größten Hühnerfarmen des Landes: Quality Meat Co. (Dr. Hen Eggs), Rungarun Farm Co. (C Herb Eggs) und Bangkok Food Productsy Co. (CP Eggs). Doch die Bevölkerung konnte aufatmen. Wie der Vize-Gesundheitsminister Vicharn Minchaiant sagte, wurden hier keine Spuren von Melamin gefunden.

Mitte Oktober hatte die chinesische Regierung Pressemeldungen zufolge eine Mitschuld an dem Milchskandal eingeräumt: Die Aufsichtspflicht wurde nur sehr nachlässig ausgeübt – soll sich der chinesische Ministerpräsident Wen Jiabao geäußert haben. Außerdem wurde die schnelle Einführung eines umfassenden Gesetzes zur Lebensmittelsicherheit versprochen. So solle zukünftig sichergestellt werden, dass chinesische Exporte den internationalen Standards entsprächen. Wie Wen Jiabao weiter sagte, empfinde die chinesische Regierung angesichts der Krise eine „große Trauer“. – Einsichten, die für mindestens vier tote Babys viel zu spät kommen…

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Schlüsselwörter: China | Thailand | Holland | Melamin | Milchskandal | Eierskandal
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