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Sonstiges: GesundheitBis September 2008: Schon mehr als 41.000 Malariafälle in Thailand
Die DDC (Behörde für Seuchenkontrolle) gab jetzt bekannt, dass in den ersten neun Monaten dieses Jahres bereits 41.309 Malariafälle in den thailändischen Krankenhäusern behandelt wurden. Die Zahl wird bis zum Jahresende noch deutlich ansteigen. Mit einem Anstieg der Fälle gegenüber dem Vorjahr wird gerechnet. Sorglosigkeit bei Thailand-Urlaubern kann katastrophale gesundheitliche Folgen haben. Eine Prophylaxe ist empfehlenswert…
Nach Informationen der DDC ist die Provinz Tak diejenige mit der größten Gefährdung für Malaria. Dort gab es 4.471 Fälle. Es folgen die Südprovinzen Yala (3.971 Fälle) und Narathiwat (1.284 Fälle). Aber auch in den Gebieten um die Provinzhauptstädte Chantaburi (im Gegensatz hierzu hält die Deutsche Gesellschaft für Tropenmedizin diese Region gegenwärtig für malariafrei), Tak und Kanchanaburi (beliebtes Touristenziel wegen der Todeseisenbahn und der Brücke am Kwai) wird nach der DDC noch mit einem deutlichen Anstieg gerechnet.
Touristen waren bei den bekannt gewordenen Fällen nicht dabei. Nach Auskunft der DDC handelte es sich um 20.506 Thais und 20.803 Gastarbeiter aus überwiegend asiatischen Ländern. Dies heißt jedoch nicht, dass es keine Malaria-Fälle bei Urlaubern gab. Das Tückische an der Krankheit ist nämlich, dass sie manchmal erst Wochen oder Monate nach der Reise ausbricht, wenn der Reisende wieder zu Hause ist.
Die Übertragung der Malaria geschieht durch den Stich der Blut saugenden meist nachtaktiven Anopheles-Mücke. Besonders gefährlich ist dabei die Malaria tropica, die bei nicht immunen Europäern häufig tödlich verläuft, wenn sie nicht sofort behandelt wird. Deswegen sollte bei Fieber man nach einem Urlaub in ein Malariagebiet (auch Thailand!) sofort einen Arzt aufsuchen und auf den Aufenthalt in einem Malariagebiet hinweisen. Auch dann, wenn das Auftreten des Fiebers erst Monate nach der Reise kommt.
In Thailand tritt Malaria regional bedingt auch ganzjährig auf. Hier werden rund 60 % aller Fälle durch Plasmodium falciparum verursacht und die restlichen 40 % durch Plasmodium vivax. Das Auswärtige Amt (AA) warnt in seiner Thailand-Länderinformation vor allem vor einem hohen Malariarisiko in den nordwestlichen Grenzgebieten zu Myanmar (früher: Burma) im Bereich von Tak und im Südosten zu Kambodscha im Bereich von Trat. Weitgehend (aber nicht garantiert!) malariafrei gelten die Großstädte und Touristenzentren (ausgenommen Kanchanaburi).
Eine rechtzeitige, vor der Reise stattfindende medizinische Beratung bei einem kompetenten Tropenmediziner ist sinnvoll, da mit einer Malariaprophylaxe in der Regel bereits mehrere Wochen vor Reiseantritt begonnen werden muss. Über die Verträglichkeit der Malariamedizin mit anderen Mitteln, die gegebenenfalls regelmäßig eingenommen werden müssen, sollte unbedingt dabei gesprochen werden. Außerdem sind während der Reise vorbeugende Maßnahmen sinnvoll, wie beispielsweise eine Körper bedeckende (lange Hosen und langärmelige Hemden) helle Kleidung, Insektenschutzmittel rund um die Uhr (mehrmals am Tag erneuern) auf alle freien Hautstellen auftragen und des Nachts unter einem Moskitonetz schlafen.
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