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Politik: Recht & Co.

Prozessauftakt im so genannten "Holzklotz " Fall

Ab Dienstag muss sich ein 30- jähriger vor dem Oldenburger Landgericht verantworten

Diese Tat hat ganz Deutschland schockiert. Am Ostersonntag dieses Jahres kam es in auf der A29 zu einem folgenschweren Unfall, bei dem eine 33- jährige Frau starb. Offenbar hat ein 30-jähriger Mann kurz vorher einen Holzklotz von einer Brücke geworfen und so die Mutter zweier Kinder getötet.

Ein Unbekannter hat von einer Autobahnbrücke nahe Oldenburg einen Holzklotz geworfen und damit eine 33-jährige Beifahrerin im Auto vor den Augen ihrer Familie getötet. Das war am Ostersonntag diesen Jahres und seitdem ist nichts mehr , wie es einmal war. Ein Holzklotz hat das Leben einer lebenslustigen Frau beendet und das Leben einer ansonsten fröhlichen Familie zerstört. Geworfen worden soll der Holzklotz von einem 30-jährigen Mann aus Rastede bei Oldenburg. In einer Vernehmung gab er an, den Klotz aus "allgemeinem Frust" über die Brücke geworfen zu haben. Der nun Angeklagte Nicolai H. ließ darauf hin das Geständnis widerrufen.

Nun muss sich H. ab Dienstag vor dem Landgericht Oldenburg verantworten. Dieser findet aufgrund von Morddrohungen an Angeklagten und auch an seine Verteidiger unter den größt möglichen Sicherheitsmaßnahmen statt. So wird eine Schutzwnd zwischen H. und dem Publikum aufgebaut. Bombenspürhunde werden ebenso im Einsatz sein, wie Metall Scanner, die auf Waffen anschlagen. Medien aus ganz Deutschland werden vor Ort sein, die Top Reporter der Sender werden Live Reportagen bekommen. Die Gefühle der Menschen Menschen werden dann auch sicherlich wieder aufkochen. Die Meinung der von mir befragten Personen geht von "Aufknüpfen" bis zum " In die Heimat abschieben"

Gerechtigkeit habe ich meinen Befragungen nie herausgehört. Was einem aber auch nicht verwundern darf, kommt diese doch ohnehin nicht bei solchen Fällen vor. Dafür sorgen schon einige Teile der Medien. Medien, deren Aufgabe es nicht ist, ein Prozessuale Gerechtigkeit zu verbreiten. Diese machen sich ohnehin nicht gut an den Stammtischen dieser Welt.

Dieses Verbrechen, das sicherlich eines der schlimmsten ist, was man einem Menschen antun kann, verdient aber nichts desto trotz ein gerechtes Verfahren. Dies wird für die verhandelnen Richter, die Schöffen und der Staatsanwatschaft ein hartes Stück Arbeit. Ist doch die Meinung in der Öffentlichkeit schon längst verbreitet. Dazu beigetragen haben auch die Boulevard Medien, die sich in der Vergangenheit mit einer guten und vor allem gerechten Gerichstreportage nicht gerade mit Ruhm bekleckert hat. Jetzt liegt es an den Gerichtsreporter/ in ein Bild in die Öffentlichkeit zu transportieren, welches allen am Prozess beteiligten gerecht wird.

Dazu gehört neben dem darstellen des schweren Verbrechens aber auch das erkennen des Krankheitsbildes des Angeklagten.

Gerichtsreportagen sind auch dafür da, ein Stück Demokratie in die Öffentlichkeit zu transportieren. Ein Stück Demokratie, welches in vielen Fällen sehr schwer zu vermitteln ist. Ein Stück Demokratie, welches jeder Bürger, jede Bürgerin aus unserem Land eines Tages auch selber helfen könnte. Daher ist es auch wichtig, das soviel Bürger wie möglich sich aufmachen, Gerichtsverhandlungen "live" zu sehen. Sehen heißt in solchen Fällen auch verstehen. Wer einmal vor Gericht als Beobachter gesessen ist, wird sich anschließend nie wieder auf eine Boulevardisierung von Verhandlungen einlassen. Dafür sorgt dann, nach dem begleiten der Prozesse der eigene Menschenverstand.

Marten J. Bruns

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Schlüsselwörter: Gericht | Holzklotz | Oldenburg | Gerichtsreporter | Stattsanwalt | Richter
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Kommentare

am 01.11.2008 15:44:15 (217.83.103.xxx) Link Kommentar melden
Der Ansicht, dass "Gerichtsreportagen..... dafür da (sind), ein Stück Demokratie in die Öffentlichkeit zu transportieren", kann ich nur voll zustimmen. Gerade in der Welt der Arbeitsgerichte ist Öffentlichkeit das A & O, ich verweise hier nochmals auf die AMR 32. Diese ist zu finden unter
http://wir-antimobbingrundschau.blogspot.com/, und hier nochmals der Abschnitt: "Zutsände wie in Stammheim?". Jean- Louis der Grenzgänger war wohl bei den Maßnahmen zu seinem Arbeitsprozess geschockt, was er da im Mianz erlebt, passt auf keine Kuhhaut.
Und Gerichtsreporter können auch mal die Rolle der Opfer beschreiben, was sie erleben oder erlebt haben., sie dürfen parteilich sein.

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