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Wirtschaft & Finanzen: Deutschland

Hat die Deutsche Post jetzt überhaupt keine Lust mehr?

Oder warum kommen immer mehr Sendungen an Absender zurück, trotz korrekter Adresse?

Scan: Alex Mais
Scan: Alex Mais
(Post – Teil 5) Absolut lächerlich, was sich die Post da jüngst mal wieder geleistet hat: Ein Paket, verschickt innerhalb Deutschlands an einen Empfänger in Plauen, der bereits seit längerer Zeit öfters mal etwas von mir per Post zugeschickt bekommt, kommt nach einigen Tagen wieder bei mir an – als unzustellbar „Zurück an Absender“. Auweia! Was hab' ich denn da falsch gemacht? – war mein erster Gedanke. Aber grundlos über mich selbst geärgert, denn es war von meiner Seite alles absolut korrekt und richtig gewesen…

Als erstes prüfte ich natürlich die Adresse des Empfängers. Hatte ich etwas Falsches auf die Paketkarte geschrieben? Nein, Anrede, Name, Straße und Hausnummer waren genauso korrekt und richtig wie die Postleitzahl und der Ort. Und alles war fein leserlich in Block- bzw. Druckschrift geschrieben. Also daran konnte es doch wohl nicht liegen – es sei denn, der Zusteller von der Post in Plauen wäre Analphabet gewesen…

Also, was sagt die Post zu diesem dummen Vorfall? Aufkleber waren ja inzwischen reichlich hinzugekommen. Da war dann auf dem Aufkleber oben in der Mitte dick zu lesen: „Zurück“. Nun, dies war inzwischen ja unzweifelhaft geschehen. Der Aufkleber unten links enthielt den von der Post doch so beliebten und oft genutzten Standardsatz: „Empfänger/Firma unter der angegebenen Anschrift nicht zu ermitteln“. Schlussendlich gipfelte alles in den ebenfalls standardisierten „Detailbemerkungen“ auf dem Aufkleber oben rechts. Dort waren gleich zwei dieser alles und nichts aussagenden Sätze angekreuzt: „Es ist kein Klingel-/Briefkastenschild (außen) angebracht“ und „Der Empfänger ist im Telefonbuch nicht eindeutig zu finden“.

War der Empfänger zwischenzeitlich umgezogen und hatte mir versehentlich seine neue Anschrift nicht mitgeteilt? Wie gut, dass ich seine Email-Adresse habe. Also, vom Paket mit seinen „tollen“ Aufklebern schnell mal ein Foto gescannt, eine Email mit dem dargestellten Sachverhalt geschrieben und das Bild eingefügt (Beweise sind alles!).

Kurz darauf erhielt ich die Antwort: „…das ist aber komisch. die Adresse stimmt. Hier hat niemand geklingelt, meistens nehmen es auch andere im Haus an, wenn ich nicht da bin. Wer muss denn jetzt die Versandkosten bezahlen? Die Post? Schließlich haben die das Paket nicht ordnungsgemäß ausgetragen…“

Aha, kein Umzug und eine Klingel gibt’s also da auch! – Email-Verkehr gespeichert und gesichert (wie oben erwähnt, Beweise sind alles!) sowie ausgedruckt. Natürlich muss die Post die neuen Versandkosten auf eigene Kappe nehmen - war ja schließlich deren Fehler! Heute Morgen das Paket wieder zur Post gebracht, den Ausdruck der Mails vorgelegt – als Beweis und gesagt, dass bisher bereits etliche Sendungen an diesen Empfänger ohne Probleme ordnungsgemäß angekommen seien. Muss dabei wohl richtig ärgerlich ausgesehen haben (ist ja wohl auch kein Wunder). Nun konnte ja das hiesige Personal der „privaten“ Poststelle (wir haben in unserer Stadt ja keine posteigene Filiale mehr) überhaupt nichts zu dieser Misere. Und denen habe ich ja auch keinen Vorwurf gemacht…

Stellen sich mir da doch Fragen – bezogen auf die Post in Plauen, oder genauer gesagt deren Mitarbeiter – wie beispielsweise: Wie kompetent sind dort die Zusteller? Haben die noch Lust zum Arbeiten oder diese verloren – angesichts der anstehenden und angekündigten Aufgabe aller posteigenen Filialen und deren Abwälzung auf Einzelhandelsgeschäfte?

Ich bin nun gespannt, ob das Paket diesmal ordnungsgemäß ankommt (werde dies in der Kommentarfunktion dann mitteilen). Falls nicht, gibt es demnächst hier „Post – Teil 6“ in dieser Sache (und ich werde dann wohl endgültig auf den Hermes-Versand umsteigen)…

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Schlüsselwörter: Post | Plauen | Rückläufer | Zurück an Absender | unzuverlässige Post | DHL | Hermes Versand
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Kommentare

MarBrun
am 01.11.2008 09:02:35 (77.24.65.xxx) Link Kommentar melden
Wenn ich das immer über die Post lese, fällt mir immer wieder etwas aus meiner "Berliner Zeit" ein.

Folgendes Szenario ht sich abgespielt:

Ich hatte aus versehen, einen Umschlag mit einem falschen Empfänger versehen, also genauer gesagt mit meinem eigenen Namen, Absender war auch mein Name. ( ist halt in der Hektik des freien Journalisten mal passiert )

Zwei Tage bekam ich Post!

Nicht etwa von mir selber, sondern von - der Post!

Auf meinem Umschlag stand folgender Vermerk:

"Empfänger konnte nicht ermittelt werden - zurück an Absender"

Komischerweise kam der Brief mit meinem Absender bei mir an... was sich die Post wohl dabei gedacht hat ???
Alex Mais
am 05.11.2008 07:20:40 (195.93.60.xxx) Link Kommentar melden
2. Versuch geglückt

Gestern erhielt ich die Nachricht, dass der zweite Versuch der Zustellung durch die Post/DHL geglückt ist und die Sendung wieder ordnungsgemäß beim Empfänger angekommen ist...
Alex Mais
am 11.03.2009 00:10:54 (195.93.60.xxx) Link Kommentar melden
Ich muss hier leider noch nachtragen, dass zwischenzeitlich eine weitere Sendung an den gleichen Empfänger unter den gleichen Umständen zurückkam...
Martin
am 02.05.2013 09:41:14 (87.139.221.xxx) Link Kommentar melden
Bei mir war es auch so, wohne in Dortmund

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