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Wirtschaft & Finanzen: Deutschland

JadeWeserPort in Wilhelmshaven: Eine Chance für Arbeitslose

Hannover/Wilhelmshaven. Mit der Bewerberauswahl für eine Umschulung zur Fachkraft für Hafenlogistik beginnt in Wilhelmshaven die größte Rekrutierungs- und Qualifizierungsaktion der vergangenen Jahre. Für den Betrieb des JadeWeserPort werden erst einmal 350 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gesucht. Da Eurogate als Hafenbetreiber den Weg dafür frei gemacht hat, setzt die Agentur für Arbeit ausschließlich auf die Weiterqualifizierung von Arbeitslosen.

Nach einer Umschulung sollen die 350 neuen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im JadeWeserPort Containerbrücken, Van-Carrier und Verladestationen bedienen und so den Be- und Entladebetrieb in dem größten Hafen-Neubau in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland gewährleisten. Bis zum Endausbau benötigt Hafenbetreiber Eurogate nach eigenen Angaben rund 1 000 Fachkräfte.

Arbeitslose, die sich für diese Jobs bewerben wollen, sind bei der Agentur für Arbeit an der richtigen Adresse. Für die kommenden Wochen sind Eignungstests und Vorauswahlen geplant. Ab Januar 2009 folgen Trainingsmaßnahmen, die eigentliche Umschulung beginnt ab Juni 2009. Dafür werden fünf Gruppen gebildet.

Die Trainingsmaßnahmen und die Umschulungen werden in Zusammenarbeit mit dem Bildungswerk der Niedersächsischen Wirtschaft und ma-co (maritimes competenzzentrum) realisiert. Das Praxistraining für den Umgang mit Containerbrücken, Van-Carriern und Verladestationen findet bei Eurogate und weiteren Hafenbetreibern in Bremerhaven und Hamburg statt. Zum voraussichtlichen Start des JadeWeserPort im vierten Quartal 2011 werden die ersten 140 Fachkräfte ihre Ausbildung abgeschlossen haben und einsatzbereit sein.

Dazu Klaus Stietenroth, Vorsitzender der Geschäftsführung der Regionaldirektion am Mittwoch in Wilhelmshaven: "Die Qualifizierung von Fachkräften braucht ihre Zeit - erst recht, wenn eine große Anzahl von Mitarbeitern gleichzeitig benötigt wird, wie im Falle des JadeWeserPort."

Für die Agentur für Arbeit stelle das Projekt eine große Herausforderung dar, weil die Fachkräfte unterschiedlichen Bedarfen entsprechend zur Verfügung gestellt werden müssen: Für den Hafen selbst, für weitere größere Investitionsprojekte sowie für die expandierende örtliche Wirtschaft.

"Diese Herausforderung nehmen wir gerne an. Wir wollen helfen, Arbeitslosen mit unseren Qualifizierungsmöglichkeiten neue Perspektiven auf eine dauerhafte Beschäftigung zu eröffnen und den Unternehmen die erforderlichen Fachkräfte zur Verfügung zu stellen. Der Bau des JadeWeserPort bietet die Chance, nachhaltige Impulse für eine positive wirtschaftliche Entwicklung und den Arbeitsmarkt zu geben. Dazu werden wir unseren Beitrag leisten", fügte Stietenroth hinzu.

"Der JadeWeserPort ist das größte Investitionsprojekt des Landes Niedersachsen und wird gemeinsam mit den anderen Projekten einen Riesenschub auf dem Arbeitsmarkt auslösen, wenn es uns gelingt, rechtzeitig die nötigen Fachkräfte zu qualifizieren", erklärte der niedersächsische Wirtschaftsminister Walter Hirche. "Das Land wird die Region bei der Qualifizierung als Partner am Runden Tisch aktiv unterstützen."

Am "Runden Tisches Fachkräftebedarf in der Region Wilhelmshaven" sollen frühzeitig die konkreten Personal- und Qualifizierungsbedarfe aller Vorhaben ermittelt, entsprechende Qualifizierungsprojekte entwickelt und umgesetzt werden. Dies geschieht vor dem Hintergrund, dass auch in der Region Wilhelmshaven in vielen Bereichen bereits heute ein Fachkräftemangel spürbar ist.

Der aus den neuen Vorhaben resultierende Fachkräftebedarf soll vorrangig über die Qualifizierung von Arbeitslosen gedeckt werden, um den Fachkräftemangel nicht weiter zu verschärfen. Dazu bedarf es einer intensiven Abstimmung unter allen Arbeitsmarktakteuren und langer Vorläufe.

Zu den Mitgliedern des "runden Tisches" gehören die Sozialpartner, u.a. der Hafenbetreiber Eurogate, der Kraftwerksbetreiber Electrabel, der Mineralölkonzern Conoco, der Energiekonzern E.ON, die Kranbaufirma Manitowoc sowie das Land Niedersachsen, die Agentur für Arbeit Wilhelmshaven, die Stadt Wilhelmshaven sowie die örtlichen Wirtschaftsverbände.

Weitere Informationen:

http://www.arbeitsagentur.de/nn_14638/Navigation/Dienststellen/RD-NSB/RD-NSB/RD-NSB-Nav.html

Heinz-Peter Tjaden

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Schlüsselwörter: JadeWeserPort | Containerhafen | Wilhelmshaven | E.ON | Eurogate | Electrabel | Arbeitslose
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Kommentare

am 30.10.2008 17:47:36 (217.83.120.xxx) Link Kommentar melden
Liest sich gut, sicherlich für viele eine Chance wieder in Brot und Arbeit zu kommen. Der Beitrag ist auch klasse geschrieben.

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