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Nackt-Scanner – Ein Freibrief für Spanner an Flughäfen?

Sicherheit ist schön und gut – Aber wieweit geht der Sicherheitswahn noch?

Nackt-Scanner – Ein Begriff, der vorher der Öffentlichkeit völlig unbekannt war, sorgt in den letzten Tagen für Aufregung. Es handelt sich dabei um eine Art „Röntgengerät“, durch das die Flug-Passagiere beim Einchecken auf den Flughäfen gehen und das die Passagiere dann „nackt“ auf dem Bildschirm des Sicherheitspersonals erscheinen lässt. Außerdem wird alles angezeigt, was die betreffende Person an sich trägt. So können auch nicht metallene Gegenstände (z. B. Keramikmesser) erkannt werden…

Nacktscanner, Bodyscanner, Ganzkörper-Scanner oder „Backscatter“, wie sie in den USA bezeichnet werden, sind im „Land der unbegrenzten Möglichkeiten“ schon seit ein paar Jahren im Einsatz. Und auch auf den Flughäfen von Amsterdam, London und Zürich werden sie bereits getestet. Wenn es nach dem Willen der EU-Kommission geht, werden diese – die Intimsphäre verletzenden – Geräte generell zulassen und in den nächsten Jahren europaweit eingeführt. Das hat jetzt die Öffentlichkeit in zwei Lager gespalten und eine ungeahnte Protestwelle verursacht.

Auch viele deutsche Politiker sind gegen die Einführung der Nackt-Scanner und haben sich bereits entsprechend zu Wort gemeldet. So sagte Ulla Jelpke, die Sprecherin der Linksfraktion: „Ein Flughafen ist kein FKK-Strand und die Flugpassagiere keine Akteure einer Peepshow.“ Die Einführung dieser Nackt-Scanner geht im wahrsten Sinne unter die Gürtellinie. Der Passagier wird als nackter Mensch auf den Bildschirmen dargestellt – mit allen Details bis hin zu den Genitalien. Max Stadler von der FDP hat es richtig ausgedrückt als er meinte diese Technik verstoße gegen die Menschenwürde und überschreite alle Schamgrenzen. Claudia Roth von den Grünen sagte, dass durch die Nackt-Scanner kein tatsächlicher Sicherheitsgewinn belegt sei. So spricht unsere Bundesregierung auch von „groben Unfug“ und deutete an, diese Technik in Deutschland nicht einzuführen. Bleibt abzuwarten, ob sie ihr „Versprechen“ hält…

Auch Konrad Freiberg von der Gewerkschaft der Polizei sagte, dass durch die Nackt-Scanner die Sicherheit an den Flughäfen nicht wirklich verbessert werden könnte. Auch trotz der anhaltenden Proteste in der Bevölkerung der EU-Staaten will Antonio Tajani, der EU-Verkehrskommissar, die umstrittenen Nackt-Scanner auf die Liste der erlaubten Sicherheitsvorkehrungen an Flughäfen setzen. Er betonte, dass aber niemand gezwungen werden soll, sich einen solchen Scan zu unterziehen.

Bleibt dabei aber die Frage offen: Was passiert, wenn sich jemand tatsächlich weigert einem Nackt-Scan zu unterziehen? Wird er dann als potentieller Terrorist angesehen?

Wie jetzt durch einen Bericht der britischen „The Sun“ bekannt wurde, befürwortete das Innenministerium von Großbritannien bereits 2007 den flächendeckenden Einsatz von versteckten „Nacktkameras“ auf Straßen und öffentlichen Plätzen sowie vor den Fußballstadien. Damit hat die öffentliche Peepshow in Großbritannien bereits im letzten Jahr begonnen…

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Schlüsselwörter: Nackt-Scanner | Nacktscanner | Bodyscanner | Ganzkörper-Scanner | Backscatter | Schamgrenze | Peepshow | FKK
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Kommentare

am 25.10.2008 10:46:36 (217.83.105.xxx) Link Kommentar melden
Nun endlich wird der Bürger bis auf das letzte Hemd ausgezogen und nackt bis auf die Knochen erfasst. Übrigens, wäre es nicht logisch die Flughafenkorntrollsetllen zu Pornoshops zu erklären. Motto: Sex by Fly
Ihr seid so ein Volk.

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