Rund um OZ24

Suchen

Unterstütze OZ24

Wirtschaft & Finanzen: Welt

Chinas Milchskandal – Noch lange kein Ende in Sicht

Milchskandal die Dritte: Immer neue Funde in Thailand – Jetzt auch die Schweiz betroffen

Es ist wieder ruhig geworden in der Presse um Chinas Milchskandal, der weltweite Auswirkungen hat. Doch der Schein trügt. Inzwischen sind auch die Eidgenossen aus der Schweiz betroffen. So fanden dort die Genfer Behörden in zwei Lebensmittelprodukten eine hohe Konzentration an Melamin. Diese Süßigkeiten stammten aus Thailand und Sri Lanka. Die Schweizer gaben eine europaweite Warnung zu diesen Produkten ausgesprochen…

Betroffen sind davon die Kekssorten „Milk Cookies S&P“, die aus Thailand stammen sowie die „Lemon Puff Munchee“ aus Sri Lanka. Festgestellt wurde die Melaminverseuchung bei einer Kontrolle von 24 verschiedenen, aus Asien stammenden milchhaltigen Produkten. Für Erwachsene wurde der Konsum von den Genfer Behörden zwar als nicht gefährlich eingestuft, aber für Kinder sei er in größeren Mengen doch gesundheitsschädlich.

Die Verbrauchersendung „A Bon Entendeur“ des Westschweizer Fernsehens ließ 16 Produkte in deutschen Speziallabors untersuchen. Dabei stellte sich heraus, dass zwei Sorten von Salzgebäck aus China ebenfalls mit Melamin verseucht sind. Dabei handelt es sich um die Produkte „Yipin Sachima“ und „Tongxin Sachima“.

Nach den Schweizer Melaminfunden in thailändischen Keksen reagierte die thailändische Lebensmittelbehörde FDA vorerst zurückhaltend. Am 14. Oktober sammelte sie Proben der Kekse in den Fabriken der Firma S&P um sie zu testen. Eine Warnung wurde jedoch vorerst noch nicht ausgesprochen. Allerdings warnte die FDA inzwischen vor der Kondensmilch „Mali“ der Thai Dairy Industry Co. Ltd. Darin wurde der recht hohe Anteil von 92,82 Milligramm pro Kilo an Melamin festgestellt. Der FDA-Generalsekretär sagte dazu, dass diese Menge tödlich sein könne, denn der Grenzwert liegt bei 2,5 Milligramm per Kilo. Der Verkauf dieser Kondensmilch wurde umgehend von den Behörden verboten. Auch beschlagnahmte die FDA bei Dairy Industry 200 Tonnen Milchpulver und 448 Kilo andere Rohmaterialien.

Der Produkthersteller stellte die Behauptung auf, die beschlagnahmten Rohmaterialien würden aus Australien, Neu Seeland, Burma, Indien, der Schweiz, Belgien und Deutschland eingeführt – nicht aus China. Das gibt zu denken, denn es würde bedeuten, dass nicht nur chinesische Milchprodukte verseucht sind.

Währenddessen hat die thailändische Firma S&P (eine Restaurant- und Bäckereikette) ihre Milch-Kekse vom Markt genommen und alle ihre 280 Filialen angewiesen diese aus dem Sortiment zu nehmen. Erst vor wenigen Tagen beschlagnahmte die FDA wieder 3,75 Tonnen Milchpulver im thailändischen Minburi, zu dem es weder Lieferscheine noch andere Dokumente gab und deren Herkunft nicht ermittelt werden konnte. Angeblich käme es aus Australien.

Die letzten Meldungen aus Thailand sind gerade einmal zwei Tage alt. Immer noch ist ein Ende des Skandals nicht absehbar. So ordnete die FDA zuletzt auch die Entfernung der malaysischen „Julie’s Cream Crackers“ aus den Regalen der Supermärkte an. Sie enthielten eine Melaminkonzentration von 7,96 Milligramm. Weitere Produkte der malaysischen Firma Julie’s werden derzeit noch auf Melamingehalt untersucht. – Ein Ende des Skandals ist offenbar noch lange nicht absehbar…

Teil 1: Chinas Milchskandal ist ein weltweiter Skandal

Teil 2: Chinas Milchskandal weitet sich aus und hat auch Deutschland erreicht

uploaded

Der Inhalt des vorstehenden Artikels gibt nicht die Meinung der Redaktion von Onlinezeitung24 wieder. Für den Inhalt ist allein der Autor des Beitrages verantwortlich!
Drucken Empfehlen
Schlüsselwörter: Milchskandal | kontaminierte Milch | Melamin | Melaminverseuchte Milch | China | Thailand | Milchprodukte | Deutschland | Schweiz
Sie wollen selber einen Artikel schreiben. Kein Problem, einfach registrieren!

Kommentare

Es wurden noch keine Kommentare geschrieben

Einen Kommentar schreiben







Kommentare von Nichtmitgliedern der Seite Onlinezeitung24.de müssen durch einen Bestätigungslink per E-Mail freigeschaltet werden, für Mitglieder entfällt diese Bestätigung. Diese Maßnahme dient der Diskussionskultur und soll die Kommentarfunktion vor Spam schützen. Wir bitten um Ihr Verständis für diese Maßnahme.

Seitenaufbau: 0.04 Sekunden
38,524,340 eindeutige Besuche