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Politik: Soziales & Bildung

Die Akte Nina (IV): Wer hat im Stuttgarter Jugendamt Internet?

So viel Eltern braucht kein Kind? Auch diese Frage ergibt sich aus der Akte Nina, die immer mehr anschwillt, denn jetzt haben die Eltern der Kleinen auch das Oberlandesgericht in Stuttgart eingeschaltet. Damit könnten sie Erfolg haben, während der Pflegekinderdienst des Stuttgarter Jugendamtes immer mehr Mühe zu haben scheint, wenn es darum geht, das Wort „Kindeswohl“ zu buchstabieren.

Deshalb versuchen wir es mit kleiner Mathematik: Wenn Eltern ihr Kind gerichtlich angeordnet einmal in der Woche 90 Minuten sehen dürfen, dann dürfen Michael M. und seine Freundin Nina 180 Minuten sehen, falls - wie am 25. September 2008 geschehen - ein Treffen ausgefallen ist. Damit ist beim Pflegekinderdienst des Stuttgarter Jugendamtes jedoch nicht zu rechnen. „Drei Stunden sind nicht kindgemäß“, soll die zuständige Mitarbeiterin geantwortet haben.

Nicht kindgerecht sind für diese Behörde aber offenbar noch ganz andere Dinge: Mutter-Kind-Stationen beispielsweise. Im Mai 2008 hat Ninas Mutter in Wiesloch einen entsprechenden Platz gefunden, das Jugendamt winkte jedoch ab, als die Eltern den Wunsch äußerten, dass die Kleine mit auf diese Station darf. So etwas sei ad hoc und deswegen nicht vereinbar mit - es darf munter geraten werden, denn sofort kommt man kaum darauf: dem Kindeswohl, sagt das Stuttgarter Jugendamt. Das - so der Vater - nicht gern von Mutter-Kind-Stationen spricht, sondern das Wort „Psychiatrie“ bevorzugt.

Was in dieser Station geschieht, hätte sich das Stuttgarter Jugendamt sogleich ansehen können? Die Antwort lautet: nein. Denn: Die zuständige Mitarbeiterin hat angeblich „kein Internet“. „Das ist gelogen“, sagt der Vater von Nina.

Wahrscheinlich. Denn zumindest einer im Stuttgarter Jugendamt scheint „Internet zu haben“. Beim Amtsleiter könnte man durchaus fündig werden, denn der hat Michael M. am 15. August 2008 schriftlich Hausverbot erteilt. Einer der Gründe: „Internetveröffentlichungen“.

Heinz-Peter Tjaden

Hier sollte das Stuttgarter Jugendamt mal klick machen

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Schlüsselwörter: Akte Nina | Stuttgarter Jugendamt | Wiesloch | Mutter-Kind-Station | Internet
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