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Wirtschaft & Finanzen: Welt

Chinas Milchskandal weitet sich aus und hat auch Deutschland erreicht

Vor allem asiatische Länder betroffen – Jetzt auch Funde in Stuttgart

Der chinesische Milchskandal hat nun endgültig auch Deutschland erreicht. Wie den Nachrichtensendungen am 2. Oktober 2008 zu entnehmen war, wurden inzwischen die ersten Produkte mit kontaminierter Milch aus China in Deutschland gefunden. Es handelt sich dabei um chinesische Bonbons der Marke „White Rabbit“, die in einem Stuttgarter Geschäft gefunden wurden. Aufgrund dieser Tatsache werden in den nächsten Tagen zahlreiche Asia-Shops nach weiteren, möglicherweise Melaminverseuchten Produkten durchsucht…

Zwar hieß es, die Melaminmenge in den Bonbons sei so gering, dass sie keine Gesundheitsschäden (bei Erwachsenen) verursachen könne, dennoch wurde dem Verbraucher dringend empfohlen alle etwaig vorhandenen Bonbons der Marke „White Rabbit“ im Müll zu entsorgen. Der chinesische Bonbonhersteller dieser Marke hatte bereits vor mehreren Tagen gemeldet, dass sich in den Bonbons geringe Spuren von Melamin befänden und seine komplette Auslieferung gestoppt (vgl.: „Chinas Milchskandal ist ein weltweiter Skandal“, http://www.online...rticle/683).

Auch in Thailand weitete sich der Milchskandal aus. Wie die Deutsche Botschaft Bangkok auf ihrer Website (http://www.bangko...) mitteilt, hat die englischsprachige Tageszeitung Bangkok Post am 26. September darauf hingewiesen, dass die thailändische Lebensmittelbehörde FDA (Food and Drug Administration) alle Lebensmittelgeschäfte angewiesen hat sechs Produkte aus den Regalen zu entfernen, die verseucht sein könnten. Da befürchtet wird, dass nicht alle Geschäfte die Produkte aus dem Sortiment nehmen, wurde besondere Sorgfalt beim Einkaufen empfohlen und die Bitte geäußert alle Geschäfte unter der Hotline 1556 der FDA zu melden, die die Produkte weiterhin anbieten.

Vor allem die Eltern kleiner Kinder in Thailand sind besorgt, nachdem man in Produkten der Fa. Dutch Mill Melaminrückstände festgestellt hatte. Dutch Mill zog jetzt die Konsequenzen und will 122 Tonnen auf Lager stehendes Milchpulver nach China zurücksenden. Damit soll verloren gegangenes Vertrauen der Verbraucher in die Dutch Mill Produkte zurück gewonnen werden. Inzwischen beschlagnahmte die FDA auch eine neue 60 Tonnen Lieferung Milchpulver aus China, die noch für Dutch Mill bestimmt war, um sie auf Melamin zu untersuchen. Wie ein Sprecher von Dutch Mill sagte, sei es das erste Mal seit drei Jahren gewesen, dass man wieder Milchpulver aus China importiert habe, weil es in Neu Seeland wegen einer Dürre zu Lieferengpässen gekommen war.

Der thailändische Gesundheitsminister Chalerm Yubamrung spielte unterdessen den Skandal und die Gefahr herunter. Offensichtlich befürchtet er durch den Skandal eine schwere Krise in den thailändisch-chinesischen Wirtschaftsbeziehungen. Da nimmt er dann wohl lieber ein paar Opfer in Kauf – oder was?

Nach Informationen eines Lesers des in Chiang Mai erscheinenden Thai-Tickers besteht keinerlei Gefahr bei der Säuglingsnahrung von Wyeth. Auf seine Anfrage hin hat ihm die Wyeth Pharma GmbH in Münster ausdrücklich bestätigt, dass die Produkte von Wyeth Nutrition nicht betroffen seien. Diese unterlägen höchsten Qualitätsstandards und die Zutaten stammten nicht aus China.

Währenddessen rief der britische Schokoladenhersteller Cadburry seine Produkte in Australien zurück, nachdem in einigen Zutaten Melamin festgestellt wurde. Alle Händler wurden aufgefordert die Produkte aus den Regalen zu entfernen. Von dieser Maßnahme sind auch Händler in Hongkong, Taiwan, Nauru und auf den Weihnachtsinseln betroffen.

Es bleibt abzuwarten, wieweit sich dieser Milchskandal noch ausweitet. Ein Ende scheint noch lange nicht in Sicht zu sein…

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Schlüsselwörter: Milchskandal | kontaminierte Milch | Melamin | Melaminverseuchte Milch | China | Thailand | Milchprodukte | Deutschland | White Rabbit
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