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Wirtschaft & Finanzen: Deutschland

IKEA mobbt Betriebsrat

In Deutschland scheinen sich mehr und mehr die Werte in Richtung "Wild West" zu entwicklen

Mal ist es OBI, dann wieder Versatel oder die Deutsche Post AG, auch Verkäuferinnen werden laufend gekündigt. Man sieht ein Muster der totalen Auflösung jeglicher Arbeitsgesetzgebung, ob es sich um den Kündigungsschutz oder das Betriebsverfassungsgesetz handelt. Es wird schikaniert und gefeuert was das Zeug hergibt.

Und was machen die Damen und Herren in den Chefsessel?

Ver.di-Boss Bsirski* fliegt auf Lufthansakosten in die Südsee. Die CDU/SPD kramt sich um die Heuschrecken** der Hypo Real, Schlagzeile von heute, Bund rettet Hypo Real mit 35-Milliarden-Bürgschaft. Und vor Ort rast der Mob wie ein Tsunami über die Existenz von Menschen hinweg, als lebten wir im Wilden Westen von George D. Bush. Und es fällt auf, dass immer ver.di-Mitarbeiter gerne gemobbt werden, die Frage sollte sich mal Hr. Bsirski stellen. Woran das wohl liegt? Anbei der Hilferuf aus dem Südwesten unseres Landes. Solidarität, so was galt mal als Wert in unserer Gesellschaft, ist gefragt.

*http://infopirat....r-abzocker

**http://magazine.w...yQoHt.html

>> BITTE UM HILFE

Liebe Kolleginnen und Kollegen, liebe Mitstreiter für die Gerechtigkeit,

Cordula Becker soll als Betriebsratsvorsitzende von IKEA Walldorf gekündigt werden. Sie hat sich aktiv in die Tarifrunde eingebracht und bei IKEA Walldorf wurde auch gestreikt. Sie steht wegen Äußerungen gegenüber der Presse zur Tarifrunde Einzelhandel im Visier der Chefetage. (http://ikeakonflikt.verdi.de) Wie in solchen Szenarien üblich: Auch die Gruppe von Beschäftigten, die einen Auflösungsantrag beim Arbeitsgericht gestellt hat, fehlt nicht. IKEA sagt ebenfalls öffentlich von sich man habe ein sehr hohes Ideal im Umgang mit Beschäftigten, man sei auch da ein ganz anderes Möbelhaus als andere.

Dennoch waren Führungskräfte auf Seminaren grob zum Thema: „Kündigung von Unkündbaren“, nachweislich bei der Anwaltsfirma Dr. Schreiner und Partner GbR, die ausschließlich Arbeitgeber in solchen Fragen berät. Diesen Widerspruch muss man konstruktiv aufgreifen und gemeinsam mithelfen, dass die Leitung von IKEA auch im Fall von Cordula Becker und dem Betriebsrat in Walldorf sich auf ihre hohe Werthaltung besinnt.

Für aktive und bewusste Kolleginnen gibt es hier wieder einmal die Möglichkeit, mitzuhelfen, diesen Bewusstseins-Prozess der IKEA-Leitung zu unterstützen. Das Thema: Angriff auf Betriebsräte - betrifft nicht nur den Handel, daher bitte ich um Verständnis und Unterstützung auch außerhalb des Handels, wenn ich auch andere Bereiche diese Mail zusende.

Wer solche Postkarten bei sich im Betrieb oder im Bereich verteilen kann und möchte, kann sich bei unten stehender Adresse die notwendige Anzahl von Karten bestellen. Gedacht ist es wirklich, in den Betrieben an Kolleginnen und Kollegen mit der Bitte um Rücksendung – ggfls. gemeinschaftlich – heranzutreten. Die Karten-Aktionen haben sich sehr bewährt.

Ich überlasse Euch allen die Originalmail. Auf der Webseite von ver.di Mannheim findet ihr weiter Infos zur Lage!

Vielen Dank an alle, die unterstützen!

Viele Grüße

A. W.

Hallo Rüdiger, die Ikea-Protest-Postkarte ist fertig. Bitte an alle Handelssekretäre bundesweit mailen mit der Bitte bei uns Postkarten zu bestellen und den Ikea Betriebsrat zu unterstützen: Liebe Kolleginnen und Kollegen, anbei unsere Ikea Postkarte die ab sofort bestellt werden kann. Wir brauchen Eure Unterstützung. Bitte verteilt die Karten an die Betriebsräte. Wir habe mit unseren Betriebsräten folgendes abgesprochen : Durchs Haus laufen, alle Postkarten ausfüllen lassen und in mehreren „neutralen“ Umschlägen an Ikea schicken. Eher Briefmarken verwenden als den Freistempler des Arbeitgebers. Aber auch einzeln abgeschickte Postkarten sind wichtig.

Bitte bestellt über:

bezirk.rhein-neckar@verdi.de Mit freundlichen Grüßen Stephan Weis-Will

Gewerkschaftssekretär Fachbereich Handel

Tel: 0621-150315-430

Fax:0621-150315-545

Hans-Böckler-Str. 1

68161 Mannheim

Internet: www.rhein-neckar.verdi.de/ <<

Im Wilden Westen war es offenbar üblich, zuerst zu schießen und dann zu fragen, warum und wieso. Und der, der am schnellsten Schießen konnte, der hatte somit immer Recht. Einfache Regel und einfache Lösung. Bei und wird nicht geschossen, dafür aber gekündigt in einem Tempo, dass es denn Menschen nur noch so schwarz vor den Augen wird. Und es gilt der Grundsatz, wer das Geld hat die Macht und das Recht. Und fehlt mal die Kohle, wie bei Hypo Real, ja dann holt man sich die eben schnell über die Politik, und die greift dann den Opfern in die Tasche. So schließt sich der Kreis. Das nächste Kündigungsopfer bitte. Mammon ruft. Hg

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Schlüsselwörter: IKEA | OBI | Deutsche Post AG | ver.di | Hypo Real | Wild West | Bsirski | Tsunami
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