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Wirtschaft & Finanzen: Welt

Ebay-Aus? – Bald 1.500 Entlassungen zur Unternehmenssanierung?

Handelsvolumen sinkt drastisch – Fällt bald jeder 10. Arbeitsplatz bei Ebay weg?

Foto: Alex Mais
Foto: Alex Mais
Erstmals in der Geschichte des weltweit größten Auktionshauses Ebay stehen offenbar Massenentlassungen an, da das Handelsvolumen drastisch zurückgegangen ist – wohl nicht zuletzt auch wegen der Verteuerungen und anderen Änderungen für die Verkäufer auf dieser Internetplattform. Jeder 10. Arbeitsplatz soll wegfallen – insgesamt 1.500 Arbeitsplätze. Angeblich wolle man sich dabei in erster Linie „vorrangig von Managern trennen“ (lt. Focus). Der Kundenservice soll davon verschont bleiben. Ein Ebay-Sprecher in Berlin wollte gestern (28.09.2008) „diese Marktgerüchte“ nicht kommentieren…

Die ersten Meldungen dazu gibt es bereits seit ca. Mitte September. Doch erst seit gestern hat sich dies so richtig bei den Mitgliedern herumgesprochen. Da gab es auf der Ebay-Plattform bereits Mitgliederbeiträge wie „Ebay setzt den Rotstift an“ oder „Der Riese fängt an zu taumeln!“. Neue Änderungen werden befürchtet, die das Verkaufen und Handeln auf Ebay noch weiter unattraktiver machen. Äußerungen wie „…bis es auf einmal einen Knall gibt und wir alle sind nicht mehr da…“ wurden bereits von den Mitgliedern geäußert. Sollten sie Recht behalten, sind Ebays Tage gezählt.

Von den Stellenstreichungen sind die Mitarbeiter weltweit betroffen – auch bei uns in Deutschland. Zwar will man auf Kündigungen weitgehend verzichten, doch sollen Auflösungsverträge und Abfindungen angeboten werden – was sich weiter in drastischem Maße auf Ebays Finanzen auswirken wird. Als Begründung für diese Arbeitsmarktmisere nannte man bei Ebay das Kerngeschäft mit den Internet-Auktionen, das bereits seit längerem „schwächele“. Das ist ja auch kein Wunder – bei den verkäuferfeindlichen Veränderungen der letzten Monate, durch die sich viele Verkäufer genötigt sahen sich von Ebay zu verabschieden…

Deutschlands Ebay-Chef Stefan Groß-Selbeck muss, wie Focus meinte, mit einem deutlichen und „massiven Machtverlust“ rechnen. Die weltweiten Niederlassungen, die bisher weitgehend unabhängig arbeiten konnten, werden wohl zukünftig mehr vom Mutterhaus in San José/Kalifornien gesteuert werden.

Bisher war der Ebay-Marktplatz Deutschland einer der profitabelsten für Ebay. Es ist abzusehen, dass er dies nicht mehr lange bleiben wird. Dass Ebay immer mehr an Handelsvolumen verliert, geht auch aus dem Wedge Report (Barron’s) hervor. Brian Blair und Ryan Hunter von Wedge Partners prophezeien Ebay eine Abwärtsentwicklung. In der internationalen Presse sind Äußerungen zu lesen wie: „…hat sich Ebay in seiner Gier den Verkäufern gegenüber verzockt und eine Lawine losgetreten, die es nicht mehr in den Griff bekommt.“

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Schlüsselwörter: Ebay | Online-Auktionshaus | Hood.de | Massen-Entlassungen | Entlassungen | Umsatzrückgang | Mitgliederschwund
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