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Wissenschaft: Weltraum

China: Die heimliche Dritte Macht im All

Mission „Erster chinesischer Weltraumspaziergang“ erfolgreich abgeschlossen

Knapp drei Tage dauerte Chinas neue Weltraummission bei der, rund fünf Jahre nach dem ersten bemannten chinesischen Weltraumflug im Oktober 2003, letzte Woche erstmals drei chinesische Taikonauten auf einer Weltraummission waren, die Sonntagmittag (28.09.2008) um 11.38 Uhr MESZ nach einem 68stündigen Flug mit einer sicheren Landung in der Steppe der Mongolei zu Ende ging. „Es war ein großartiger Flug, voller Herausforderungen, aber im Ergebnis perfekt“, sagte Kommandant Zhai Zhigang nach der Landung.

Shenzhou 7, war der offizielle Name des chinesischen Raumschiffes, mit dem zum dritten Mal in der Geschichte Chinas ein bemannter Raumflug durchgeführt wurde. Shenzhou bedeutet ins Deutsche übersetzt etwa soviel wie „magisches Schiff“. Die drei Taikonauten hatten ein umfangreiches Programm zu absolvieren. Neben dem Aussetzen eines rund 40 Kilo schweren Satelliten stand auch der erste chinesische Weltraumspaziergang auf dem Programm. Insgesamt wurde es der 298. Außeneinsatz eines Menschen im All.

Hierfür hatte China nach russischem Vorbild eigens einen eigenen Weltraumanzug konzipiert, der ganze 120 Kilo wiegt und noch nie zuvor im All getestet wurde. Benannt wurde der Anzug nach der buddhistischen Göttin Feitian, deren Name im Deutschen soviel wie „am Himmel fliegen“ bedeutet. Der Zusammenbau des drei Millionen Euro teuren Raumanzuges hatte am Freitag an die 12 Stunden gedauert. Eine Zeit, die sich aber im Nachhinein für Chinas Raumfahrtprogramm voll gelohnt hat. Gegen 10.45 Uhr am Samstag hatte der 41jährige Taikonaut Zhai Zhigang das Raumschiff für knapp 15 Minuten verlassen. In einer Höhe von 343 Kilometern, frei im All schwebend, sagte Zhai Zhigang: „Ich grüße die Chinesen und die Menschen in der Welt.“ Taikonaut Liu Boming reichte seinem Kommandanten aus der Raumschiffluke heraus die chinesische Nationalflagge, die dieser dann vor der Kamera für die Übertragung zur Erde schwenkte. Das staatliche Fernsehen in China berichtete live und Staatschef Hu Jintao bezeichnete das Ereignis als „großen Durchbruch“ für das bemannte chinesische Raumfahrtprogramm.

Mit der Mission hat China nicht nur seinen Status als geheime dritte Macht im All bewiesen, sondern auch seinen Anspruch als Großmacht. Die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua berichtete, dass die nächste Generation chinesischer Raumschiffe bereits in Serienproduktion hergestellt werden solle. Auch ansonsten hat China Raumfahrt mäßig Großes vor. So wollen die Chinesen in Kürze ein eigenes Raumlabor und bis zum Jahr 2020 eine eigene Raumstation bauen. Für das Jahr 2010 ist bereits das erste Andockmanöver im All geplant. War es da Zufall, dass der jetzige Raumflug aus dem Reich der Mitte unmittelbar vor dem 50. Jahrestag der NASA-Gründung (am 1. Oktober 1958) stattfand?

Die drei Taikonauten Zhai Zhigang, Liu Boming und Jing Haiping haben den Raumflug und den gefährlichen Wiedereintritt in die Erdatmosphäre gut und unbeschadet überstanden.

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Schlüsselwörter: Raumfahrt | Weltraumspaziergang | Chinas Raumfahrt | Chinese im All | Weltraumlabor | Weltraumstation | Raumstation
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