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Noch keine heiße Spur im Fall „Dr. Engelhardt“

Trickbetrüger weiterhin auf freiem Fuß – Bisher 970 Strafanzeigen

Von dem sich „Dr. Engelhardt“ nennenden, vermutlich ca. 40 Jahre alten Trickbetrüger, der seit Juli 2008 bundesweit mehrere Hundert Angehörige von Verstorbenen abzocken wollte, fehlt nach wie vor jede Spur. Noch immer fahndet die Kölner Polizei fieberhaft nach dem Mann. Der heiße, zum Erfolg führende Tipp blieb bisher aus. Mindestens 12 Opfer waren auf den Betrug hereingefallen und hatten bezahlt bevor der Schwindel aufflog…

Zur Erinnerung: Der Trickbetrüger hatte seit Juli 2008 Mahnungen über angebliche Rechnungen an Verstorbene verschickt. Als Absender war „Dr. Engelhardt genetic research“ – ein angebliches Gen-Labor in Köln, angegeben. Angemahnt wurden dabei angebliche, unbezahlte Rechnungen über genetische Untersuchungen bzw. DNA-Analysen. Eine Dienstleistung, die der Verstorbene in Auftrag gegeben haben sollte. (Vgl.: „Neuer Trickbetrug: Mahnungen vom Gen-Labor“ > http://www.online...rticle/636)

Bisher wurden 970 Strafanzeigen gestellt. Die Dunkelziffer derjenigen, die solche Mahnungen erhalten, aber keine Anzeige gemacht haben, ist unbekannt. Mindestens 12 Opfer des Trickbetrügers „Dr. Engelhardt“ sind auf diesen Trickbetrug hereingefallen und haben – wohl aus Scham – bezahlt, zumal der Betrüger in den Mahnungen ganz rabiat auch gerichtliche Schritte androhte, wenn die gesetzte Zahlungsfrist nicht eingehalten würde.

Aufgefallen war der Schwindel als eine Witwe misstrauisch wurde, weil ihr Mann als Pflegefall bettlägerig gewesen war und unmöglich ein solches Gutachten in Auftrag gegeben haben konnte. Sie hatte Anzeige erstattet. Glück im Unglück: Aufgrund dieser Anzeige gelang es der Polizei, das Konto des „Dr. Engelhardt“ rechtzeitig zu sperren. Dadurch konnte einerseits den 12 Opfern, die bereits bezahlt hatten, ihr Geld zurück erstattet werden und andererseits Zahlungen neuer Opfer gar nicht erst mehr eingehen.

Angehörige von Verstorbenen werden immer wieder als Ziel von Trickbetrügern missbraucht. Sei es durch dubiose Anzeigenangebote, die wie Rechnungen aufgemacht sind und oftmals von den Angehörigen für die Rechnung der Tageszeitung, in der die Traueranzeige erschien, gehalten und bezahlt werden – oder, wie jüngst, durch die dubiosen Mahnungen des „Dr. Engelhardt genetic research“. Man kann nicht oft genug vor diesen Machenschaften der Trickbetrüger warnen.

Deshalb abschließend noch der Rat: Wenn Sie Rechnungen, Mahnungen oder Angebote im Zusammenhang mit einem Sterbefall bekommen, die Ihnen nicht geheuer vorkommen oder von denen Sie nicht mit Gewissheit wissen, dass sie berechtigt und korrekt sind, wenden Sie sich an Ihren Bestatter oder die Polizei.

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Schlüsselwörter: Betrug | Betrüger | Trickbetrüger | Abzocke | Abzocker | Angebote | Rechnungen | fingierte Rechnungen | Mahnungen | fingierte Mahnungen
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