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Politik: Europa

Im Gefängnis seit 30 Jahren verschwunden

Justizrache und Gnadenlosigkeit

Justizrache und Gnadenlosigkeit: In Österreich mussten nicht einmal NAZI-Massenmörder solange ins Gefängnis - unglaubliche Geschichte

Juan Carlos Bresofsky-Chmelir

TOTSCHWEIGEN UND IM GEFÄNGNIS STERBEN LASSEN

Ich leite hier einen Hilferuf eines Strafgefangenen aus der Justizanstalt Garsten in Oberösterreich weiter, der bereits über dreißig Jahren ununterbrochen im Gefängnis einsitzt und der offenbar aus Justizrache nicht entlassen wird, wie er plausibel behauptet - siehe kostenlose mehrseitige „Leseprobe“. Juan Carlos Bresofsky-Chmelir machte schon zwischen 1983 und 1992 mit aufsehenerregenden und spektakulären Gefängnisvorkommnissen auf sich aufmerksam, die Europaweit mediale Aufsehen erregten, wie z.B. der zweitätige Protestsitzstreik auf einen hohen Dach der Gefängniskirche in der Justizanstalt Garsten in Oberösterreich vom 31.Mai bis 1.Juni 1983, darüber damals weltweit berichtet wurde. Es folgten August 1989 ein politisch motivierter und spektakulärer Gefängnisausbruch im Zusammenhang der Ehegattin eines Oberregierungsrates der steirischen Landesregierung sowie eine Gefängnisrevolte Juni 1992 in der Justizanstalt Stein in Niederösterreich, die er minuziös vorbereitete.

Juan Carlos Bresofsky-Chmelir hat bewusst und gezielt – und nach eigenen Angaben von der RAF Bewegung geistig motiviert – zwischen 1983 und 1992 gegen Missstände in österreichischem Gefängnisse politisiert und hierbei mit unglaublicher Courage und Intelligenz mit dem Gefängnispersonal Katz und Maus gespielt. Und zwar mit beachtlichen medialen und politischen Erfolg, da seine Aktionen zu Enthüllungen und Reformen im österreichischen Vollzugssystem führten. Bresofsky-Chmelir beging in den 70er Jahren mehreren Bank- und Postüberfälle, schoss einen Postbeamten an, der acht Tagen später an den Folgen verstarb. Er sagt, dass sein trauriges Schicksal schon in halbwüchsigem Alter in Erziehungsanstalten und Jugendgefängnisse durch Erniedrigungen und Misshandlungen von der Justiz negativste geprägt wurde. Er versteht und meint es nicht als Entschuldigung für seine Straftaten, sondern als Erklärung.

Die österreichische Staatsjustiz will ihn im Gefängnis sterben lassen und verhängte über ihn Zensur. Offensichtlich auch in bedenken, das betreff eines geheimen Prozesses im Zusammenhang der Ehegattin eines Oberregierungsrates der steirischen Landesregierung, AZ 6 Vr 1998/89 des LG Graz äußerst peinliche Enthüllungen der Öffentlichkeit bekannt werden könnten, so z.B. das Bresofsky-Chmelir zu einer 18jährigen Zusatzhaftstrafe verurteilt worden ist, obwohl er zur Sache Selbstanzeige erstattet hatte und mit der Zeugin die überwiegende Zeit in Kontakt zur Außenwelt stand, wie unter anderem in belebten Orten und Städte, in mehreren Bauernhäuser, Lebensmittelgeschäfte, Gast und Kaffeehauslokale, was im Vorverfahren und im Prozess vertuscht wurde, so dass er die hohe Strafe als Justizrache sieht wegen seiner politischen Initiativen gegen die seinerzeit in den österreichischen Gefängnisse herrschenden Missstände, als auch um die Integrität der Zeugin und diesem seines Ehemannes als Oberregierungsrat zu retten.

Es liegen protokollarischen Aussagen und Angaben vor sowie entsprechend anderen Beweisen vor, die seine Anschuldigungen gegen die österr. Justiz konkret untermauern, als auch das Bresofsky-Chmelir von der Staatsjustiz offensichtlich bewusst und gezielt zu wesentlichen Fakten der Anklage unschuldig verurteilt wurde, siehe kostenlose „Leseprobe“ bei www.xinxii.com unter Belletristik/Biografien und Erinnerungen „Todeskandidat in der Zelle – im Gefängnis für immer verschwunden.

Justizanstalt Garsten, Am Platzl 1, 4451 Garsten, Österreich (Austria) Ich bin seit dem 20.Junit 1978 ununterbrochen in Haft - die Todesstrafe muss humaner sein!

Offenbar aus Justizrache sollte ich keine Chance mehr auf Leben in Freiheit bekommen, weil ich während der Haft zwischen 1983 und 1992 mit spektakulären Aktionen, wie unten ausgeführt, gegen schwere Missstände in österreichischem Gefängnisse wiederholt und erfolgreich protestiert habe.

Statement zu meiner Person (persönlich geschrieben)

Ich bin am 8.Juni 1949 in Rocha/Uruguay geboren inmitten einer flachen Präriegräser-Landschaft mit wenigen, weit verstreuten Nachbarn - und dort mit meiner Mutter und sechs weitere Geschwister bis zu meinem 13.Lebensjahr aufgewachsen. Unserem Vater, der Halbjude war und deshalb in den späten 30er Jahren wegen der Nazis aus Österreich fliehen musste, bekamen wir in der Kindheitszeit selten zu Gesicht. Gemessen an der so genannten Modernen Industriewelt, wuchsen wir unter ärmlichen Verhältnisse auf in einen kleinen Haus aus Mörtelziegeln mit Lehmboden und ohne Fließwasser und Strom. Ich besuchte nur die ersten drei Volksschulklassen. Meine Kindheit und diese meiner Geschwister verliefen trotzdem sehr glücklich und in voller Freiheit mit der Natur Juni 1962 wanderte unsere Familie dann abrupt nach Wien/Österreich aus.

Dies ging der Tatsache voraus, das mein Vater seine im Nachkriegswirrnis tot geglaubte Mutter wieder gefunden hatte, die in Wien u.a. ein Hotel betrieb, das, das Hotel, meinen Vater als Erbschaft in Aussicht gestellt wurde, weswegen er uns über Nacht die Koffer packen ließ, AZ 4 Vr 861/64 des Jugendgerichtshof Wien, AS 233-236). Die abrupte Verpflanzung nach Österreich, sozusagen aus vertrauter Umgebung und Lebensgewohnheiten rausgerissen in eine völlig andere Welt einer Millionenstadt war für mich, meiner Mutter und meine Geschwister ein schock. Vom ersten Tag an fühlten wir uns in Österreich nicht wohl und wurden wegen der klimatischen unterschiede, Bewegungs- und Verständigungsmangel und ungewohnter Nahrung öfters krank.

Ende August 1962 dann, wurden meine Schwestern Christina, Anna und Martha und ich in einen Heim für Fremdenkinder in Judenau bei Tulln/NÖ gebracht. Diesem war ein Streit unserer Großmutter mit unserem Vater vorausgegangen. Der Verwirrungen der abrupten Verpflanzung, wechselte nunmehr – nach kaum drei Monate Aufenthalt in Österreich - in ein regelrechtes Trauma für mich und meine Geschwister. Ich wurde in dem Knabentrakt untergebracht, meine Schwestern gemeinsam in dem Mädchentrakt. Die strikte Trennung der Knaben und Mädchen erlaubte es nicht, das ich meine Schwestern sehen durfte. Ich sollte sie erst viele Jahre später wieder sehen. Zwei davon als Prostituierte, die mir u.a. ihrem Pein in dem Heim erzählten, wovon sie öfters ausgerissen waren und u.a. von Männern und Zuhälter aufgegriffen, vergewaltigt und ausgenutzt wurden. Auch ich versank in die tiefsten Sümpfe Österreichs und immer tiefer in die Kriminalität. Ich verlor nicht nur den Kontakt zu meiner Familie, sondern wurde sie mir zudem durch die jahrelange Trennung und innerliche Zerstörung fremd. Erziehungsanstalten und Gefängnisse mit allen negativen Aspekten wurden meine Heimat, inbegriffen Misshandlungen und serienweise Selbstbeschädigung als Protest.

Als ausländischen Kind 1962 aus Uruguay kommend in Österreich im Alter von 13 Jahren gelandet, erlebte ich, wie oben kurz ausgeführt, noch im halbwüchsigen Alter, sowohl am eigenen Leib als auch als Augenzeuge, zunächst unverschuldet in einen Unterbringungsheim für Fremdenkinder, dann in staatlichen Erziehungsanstalten und Jugendgefängnisse in Österreich unglaubliche Menschenrechtsverletzungen der sexuellem Übergriffe bis zur sadistischen Misshandlungen und psychischer Grausamkeiten hin sowie Sklavenarbeiten in den Privathäusern und Wohnungen der Heimerzieher und Gefängniswärter.

Ein Zeitabschnitt, die mich innerlich zerstörte und negativste prägte und die den Weg in die Rebellion und Kriminalität ebnete. Als Zeitzeuge und gleichzeitig auch Opfer einer nach dem zweiten Weltkrieg in Österreich fortgesetzt weitergelebten Nazigesinnung voller Menschenverachtung und Tyrannei, bin ich natürlich ein Feindbild für Behörden, die bis heute auf Verleugnung und Verdrängung setzen. Was anfänglich mit verzweifelten Entweichungen aus Heimen und kleinen Diebstählen zu überleben begann, skalierte und endete 1978 mit Bank- und Postüberfälle und Mord.

1980 wurde ich in die Justizanstalt Garsten mit einer Lebenslangen Haftstrafe im Gebäck überstellt. Mittlerweile genoss ich großes Ansehen in der Wiener Unterwelt und in der Gefängnispopulation. Die katastrophalen Zustände in der Justizanstalt Garsten, erschreckten mich derart, das in mir allmählich der Plan zur Revolte oder zu anderen Methoden des Widerstandes reifte, teils auch inspiriert von Buchinhalte des Wiener Psychiaters Friedrich Hacker, der aktuellen Aktivitäten der Roten Brigade in Italien und der RAF in Deutschland. Und da in Verbindung meiner Erinnerungen der Erniedrigungen und Misshandlungen in dem staatlichen Erziehungsheime und der vorgehenden Gefängnisaufenthalte sowie der Überzeugung, dass mein Leben und Schicksal schon im jüngsten Alter in Erziehungsanstalten und Jugendgefängnisse von der Justiz negativste beeinflusst wurde.

Irgendwie wurde es für mich auch zu einer persönlichen Kampfansage gegen die Justiz, zumal ich in der Isolation die Nazigeschichte Österreichs genauer durchlas und Parallelen zur Gegenwart sah. Ich erinnerte mich auch, das mein Vater Halbjude war und wegen der Nazis fliehen musste. In mir wuchsen von Tag zu Tag die Kraft und Überzeugung, in meinen Leben erstmals was Positives zu tun, wenn ich das inhumane System und Praktiken im Gefängnis angreife. Die Repression im Gefängnis war aber so immens, das ich schnell merkte, dass die meisten Häftlinge zu viel Angst hatten und viele der Kollaboration mit der Justizwache bevorzugten.

So beschränkte ich mich fürs erste der massiven Schreibinitiativen durch Beschwerden und Strafanzeigen mit kleinen erfolgen, was mir aber gleichzeitig Repressalien und Isolationshaft einbrachte, letzteren stärkte noch mehr meine Überzeugung und Wille. Mai 1983 startete ich mit einem zweiten Häftling einen nahezu unmöglichen Fluchtversuch, der zwar scheiterte, aber ich hatte schon vorher mit der zweiten Variante spekuliert, nämlich auf dem hohen Dach der JA Garsten angrenzende Kirche zu klettern und dort eine Protestaktion zu starten und die Öffentlichkeit aufzurütteln – und so kam es auch.

Mein Gefährte und ich saßen zwischen den 31.Mai u. 1. Juni 1983 eineinhalb Tage lang am hohen Dach der Kirche, LG Steyr GZ 8a E Vr 511/83, und zogen Journalisten und TV-Teams in Scharen an, die sogar mit ihren Kameras auf die Lücken der Kirche stiegen. Das ganze wurde zu einem medialen Spektakel weit über die Österr. Grenzen hinaus, was in der Folge erstmals zu einer öffentlichen Politisierung der Angelegenheit „Strafvollzug“ führte, war dieser Begriff bis dahin in Österreich ein Tabuthema. Erstmals begannen Journalisten als Folge meiner spektakulären Dachaktion über die wahren Praktiken der Sklaverei und Tyrannei hinter Gittern zu berichten und die Justiz geriet im höchsten maßen in Misskredit. Alle Medien anzuführen ist unmöglich, weil es ein regelrechter Medienspektakel war, siehe in archiven der Journalisten. Ich wiederum geriet wieder einmal in Isolationshaft, diesmal als Staatsfeind, wie der „Kurier“ vom 25.5.1986 auf Seite 14 erwähnte.

Am 2.August 1989 gelangt mir dann ein Gefängnisausbruch aus der Justizanstalt Graz-Karlau. Ich geriet während der Flucht in Panik, hielt ein Auto an in das zufällig die Ehegattin eines Oberregierungsrates der steirischen Landesregierung saß. Zwei Tage später schickte ich sie dann mit einer Selbstanzeige und Protestschreiben gegen die Sklaverei und Tyrannei in dem Gefängnisse zur Polizei. Bei meiner Festnahme dann in Klagenfurt gab ich u.a. an, „aus dem Gefängnis ausgebrochen zu sein, um in Ausland österr. Botschaftsangehörige zu entführen, um die Sklaverei und Tyrannei im Gefängnis zu beenden“. Diese Absicht hatte ich zwar nicht, sondern wollte ich damit nur Schlagzeilen machen, um die Angelegenheit „Strafvollzug“ wiederholt medial zu politisieren, was mir auch reichlich und selbst im Club 2 des ORF gelang. Siehe z.B. auch „Steirer Krone, 20.8.1989, Seite 16-17, „Wiener Stadtzeitung“, 15.8.1989, Seite 13, und „Kurier“, 20.8.1989, Seite 5 und 17.

Mai 1992 verfasste ich dann im Hochsicherheitstrakt der Justizanstalt Stein eine Tonbanddokumentation über die Missstände, ließ es der Redaktion des Nachrichtenmagazins „Profil“ von einen entlassenen Mithäftling zukommen (Redakteur Hr. Buchacher, Ausgabe 23, 1.Juni 1992, „Stein ist die Hölle – Häftlinge vor Revolte“ auf die Titelblatt und Seite 22 bis 27) und die Angelegenheit „Strafvollzug“ wurde wiederum zu ein öffentlichen Politikum, zumal wir Häftlinge in der JA Stein in der Folge eine Woche lang revoltierten (Nachrichtenmagazin „Wiener“, Septemberausgabe 1992, „Hölle Stein“„Seite 242-243, „Täglich Alles“ Zeitung, 24.Juni 1992 „Blutbad in Stein während Revolte“ und in vielen anderen Medien.

Ich landete neuerlich in lange Isolationshaft, konzentrierte mich aber nunmehr auf mein Leben und schriftliche Memoiren, beendete endgültig meine Initiativen und Protestaktionen. Ich hatte einfach genug, zumal der Vollzug mit TV-Geräte, Computer, Kocher, Kühlschränke etc. etc. humanere Züge anzunehmen begann. Nichtsdestotrotz werde ich nunmehr ab September 2004 in der JA Garsten hinter den Kulissen wieder als Feindbild behandelt.

Anfangs September 2004 wurde ich nämlich über Nacht in die JA Garsten verlegt, weil ich mich im Zusammenhang des mysteriösen Todesfalles des Schwarzafrikaners Edwin Ndupu vom 19.8.2004 in der Justizanstalt Stein bei der Polizei Krems und Amnesty International Wien als Zeuge gemeldet hatte. Diesbezüglich wurde ich auch Ende Dezember 2004 vom Nationalratsabgeordneten Karl Öllinger der Grünen Partei hier in der Justizanstalt aufgesucht, was bei der Vollzugsbehörden und Justizwache für internen Aufruhr führte.

Juan Carlos Bresofsky-Chmelir, 14.September 2008, JA Garsten/Oberösterreich

Juan Carlos Bresofsky-Chmelir

Vollzugsanstalt Garsten/OÖ

Am Platzl 1, 4451 Garsten 03.Juni 2008

An das Bundes-Verfassungsgerichtshof Wien

Zu Zl. B 646/08-6

Sachverhalt Darstellung in die gegenständliche Beschwerdesache:

Am 12. Februar 2007 stellte ich beim LG Steyr den Antrag auf bedingter Entlassung meiner Person nach nunmehr 29 Jahren ununterbrochener Haft und insgesamt über vierzig Jahren Gefängnisaufenthalte in Österreich. Ich musste bei der Gerichtsanhörung quasi mit leeren Händen auftreten, weil mir die Vollzugsbehörden der Teilnahme an Re- Sozialisierungsmaßnahmen nach §§20 Abs.1 und 56 Abs.1 StVG ständig verweigerten, in der JA Garsten selbst der Teilnahme an einen Arbeitsprozess. Ich konnte nur vortragen, dass ich aus eigener Kraft meine negative Vergangenheit aufgearbeitet und bewältigt habe und nunmehr die letzten Jahre meines Lebens in Ruhe und in Frieden entweder gemeinsam mit meiner wartenden Exfrau in Wien oder in meinen Heimatland Uruguay verbringen möchte.

Der Leiter und hohen Direktionsbeamten der JA Garsten waren sofort und mit persönlichen Eifer gegen eine bedingte Entlassung meiner Person und argumentierten dahingehend, das die zeitlichen Voraussetzungen noch nicht gegeben sind und das ich an keinen Entlassung- Vorbereitungsmaßnahmen oder Arbeitsprozess teilgenommen hätte, letzteren jedoch ohne zu erwähnen, das sie meiner Person der Teilnahme an solchen permanent verweigerten.

1. Aus Vergeltung wegen meiner spektakulären Aktionen und justizpolitisch subversives Verhalten in der 80er bis Anfang der 90er Jahren gegen das Gefängnispersonal wegen der seinerzeit herrschenden Missstände hinter Gittern, wie im Gerichtsgutachten Seite 19 – 24 dokumentiert, LG Steyr AZ 18 BE 70/07 g.

2. Weil ich Angesicht dreißig Jahren ununterbrochener Haft erstaunlich normal geblieben bin und die Vollzugsbehörden und die Justizwache – in Ansehung Punkt 1, das ich schon einmal subversiv vorgegangen bin - bedenken haben, das ich nach einer Entlassung meine Jahrzehnte lange Insiderkenntnisse über den österreichischen Vollzug der breiten Öffentlichkeit herantragen könnte, zumal ich meine Memoiren zu schreiben angekündigt hatte Was ich sozusagen wegen Altersgründen als Zubrot zur Lebensunterhalt meinte, ohne der Absicht der Verunglimpfung von Personen oder Behörden, wurde vom Gefängnispersonal offenbar als Bedrohung eigener Interessen verstanden.

3. Weil die Gerichtsbehörden im Zusammenhang der Ehegattin eines seinerzeit amtierenden Oberregierungsrates der steirischen Landesregierung auf einen schrecklichen Akt sitzen, AZ 6 Vr 1998/89, der offenbar mit allen Mitteln weder aufgeschnürt noch neu aufgerollt und schon gar nicht in Detail der breiten Öffentlichkeit bekannt werden darf, weil ich in der Strafsache, in der ich Selbstanzeige erstattet hatte, bewusst und gezielt und unter Unterdrückung entlastender Umstände und Fakten in mehreren Anklagepunkte unschuldig verurteilt worden bin, offensichtlich im Übereifer und Überreaktion wegen der Integrität der geschädigten Person und um diese ihres seinerzeit politisch tätigen Ehemannes als Oberregierungsrat.

Ich persönlich hatte nie die Absicht alte Strafsachen und andere Dinge wieder aufzuleben und in die Gegenwart zu transportieren, weil das niemanden was bringt. Am allerwenigsten mir persönlich, die letzten Jahren meines Leben mit alten Verfahren und anderes herum zu prozessieren etc. Ich bin eigentlich nur davon ausgegangen, das ich mit knapp 30 Jahre ununterbrochener Haft entsprechend gebüßt hätte, dass der Rechtsstaat stark ist und mir ein faires Verfahren und eine Chance geben wird, die letzten Jahre meines Lebens in Freiheit zu verbringen, wie grundsätzlich auch allen anderen zu Lebenslang verurteilten Gefangenen ihre Chance bekommen, darunter selbst vorbestraften, nicht zuletzt der Doppel Frauenmörder Wallner Franz aus Salzburg, der Juli 2007 nach nur 13 Jahre Haft aus der JA Garsten bedingt entlassen wurde.

Im Zuge des Verfahrens wegen bedingter Entlassung beim LG Steyr bin ich aber auf eine eisige und gnadenlose Mauer der Ablehnung und Verfahrenswidrigkeiten gestoßen, nicht zuletzt durch das höchst fragwürdige Gutachten des Gerichtssachverständigen Prof.Dr. Reinhard Haller zementiert, das im Grunde mehr Zweifel und Fragen aufwirft und ein Beigeschmack hinterlässt, als es eigentlich für einen Rechtsstatt würdig und zulässig ist. Es bleibt der Gesellschaft und der Rechtsstatt unbenommen die bedingte Entlassung eines Strafgefangenen auszusprechen oder abzulehnen, dies sollte aber auf Grundlage eines korrekten und fairen Verfahrens geschehen.

In meinen Fall jedenfalls erbringe ich in die gegenständliche Beschwerdesache den Beweis, das die Vollzugsbehörden mit Täuschung und unrichtigen und unvollständigen Fakten und mit Interventionen meiner ohnehin beschränkten Rechte als Strafgefangener aushebeln und meine Person als Freiwild behandeln - unter anderem und in weitesten Sinne auch mit entsprechend negativer Auswirkung auf die richterliche Entscheidung vom 11.03.2008 im Verfahren wegen bedingter Entlassung beim LG Steyr. Alle entsprechenden und relevanten Schriftstücke werden durch meinen bestellten Rechtsanwalt nachgereicht (Gerichtsgutachten, psychiatrische und psychologischer Stellungnahme der JA Garsten, Beschluss des LG Steyr zu AZ 18 BE 70/07, Protokolle des Verfahren beim LG Graz zu AZ 6 Vr 1998/89 etc. etc.). Juan Carlos Bresofsky-Chmelir, 03.Juni 2008, Justizanstalt Garsten

(Vermerk: es liegt noch keine Entscheidung des BVG Wien vor)

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Schlüsselwörter: Juan Carlos Bresofsky-Chmelir | Österreich | Justiz | Gefängnis
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Kommentare

W.D.K. Gr.
am 30.09.2008 05:36:51 (190.159.113.xxx) Link Kommentar melden
Der Bericht ist sehr intressant und gleichzeitig sehr erschuetternd. Da ich selbst auch schon Strafgefangener im bayerischen Strafvollzug war, dem gluecklicherweise die Flucht ins Ausland gelang und bis zum heutigen Tag die Freiheit geniesen laesst (cira 12 Jahre), kann ich dem Artikelschreiber nur mein Bedauern und hoechste Anerkennung ausdruecken, fuer seinen unermuedlichen Kampf gegen Die Justiz. Ob in Deutschland (speziell Bayern) oder Oestreich das duerfte egal sei. Der Justizapparat ist eine "MAFIA" die ihres gleichen sucht. Nur die "Ja und Amen Sager", die sich so durchschlaengeln um ja keine Probleme zu bekommen, sind in den Justizvollzugsanstalten willkommen. Ein Haeftling der dort drinnen seine ihm zustehende Rechte in Ansbruch nehmen will, sieht sich den vielfaeltigsten Problemen ausgesetzt. Gaegelungen aller Art, und jede nur erdengliche Rechtsbeugung wird mit diesen Insassen praktiziert. Und so wie es den Anschein hat, ist der im Artikel aufgefuerte Fall ein Musterbeispiel fuer den Machtmissbrauch dieser Justizapparate. Leider kann ich nicht direkt helfen, doch vielleicht gibt es unter den Lesern zufaellig einen oder mehrere Rechtsanwaelte, die sich, was in der heutigen Zeit leider selten vorkommt, dieses Falles annehmen und auch die dementsprechenden Kenntnisse haben, hier eine Klage beim Europaeschen Gerichtshof auf Verletzung der Menschenrechte oder andere Begruendung, einzureichen, damit diesen "unmenschlichen Schweinen" doch noch irgendwann die Rechnung fuer ihr Komplott praesentiert wird.
Viel Glueck und hoffentlich noch ein Restleben in Freiheit fuer diesen Menschen, der sicherlich angemessen gebuest hat.
Chao W.D.K. Gr.

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