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Sonstiges: Gesundheit

Folge der Sparmaßnahmen: Hygiene in den Kliniken nimmt drastisch ab

Mehr als 20.000 Menschen sterben deshalb jährlich bei uns an den Krankenhaus-Infektionen.

Mehr als 20.000 Menschen, die jährlich an Infektionen sterben, die sie sich bei einem Krankenhausaufenthalt einfangen, weil dort die Hygiene immer mehr nachlässt, sind die Folge der Sparmaßnahmen im medizinisch-sozialen Bereich. Ist dies jetzt der Anfang vom Ende unseres einstmals so vorbildlichen Sozialsystems der gesetzlichen Krankenversicherung? Ist diese Misere noch aufzuhalten oder gar wieder zu verbessern? Oder müssen wir unsere Krankenhäuser bald auf eine Stufe mit Krankenstationen im afrikanischen Busch stellen?

In der vergangenen Woche kamen Experten unter der Leitung von Prof. Axel Kramer vom Hygienischen Institut der Universität Greifswald in Berlin zusammen um über dieses Thema und die Frage, wie man die Patienten besser schützen kann zu beraten. In diesem Zusammenhang wurden auch die aktuellen Zahlen bekannt. Demnach infizieren sich Europaweit jährlich rund 800.000 Patienten mit den gefährlichen Erregern, von denen bis zu 100.000 Menschen (= jeder Achte) pro Jahr sterben.

Im Rahmen immer weiterer Sparmaßnahmen in unserem sozialen Krankenversicherungssystem sind besonders auch die Kliniken betroffen. Einsparungen gehen hier oft nur übers Personal. Das bedeutet Stellenabbau und wieder mehr Arbeitslose. Die Folge davon: Das verbleibende Klinikpersonal hat für den einzelnen Patienten viel weniger Zeit. Zeit ist kostbar und da bleibt dann auch schon mal die Hygiene auf der Strecke. Das Personal wäscht sich viel weniger die Hände und darum werden Erreger auch viel leichter und schneller von einem Patienten auf den anderen übertragen.

Dabei gibt es drei Hauptverursacher: 1. Enterokokken (Milchsäurebakterien). Diese können bei schwachem Immunsystem eine Entzündung der Herzhaut auslösen, eine Harnwegsinfektion oder eine Blutvergiftung. 2. MRSA (Staphylokokken-Wundkeim). Dieser ist sehr weit verbreitet und verursacht vor allem auf den Intensivstationen schwere Probleme. 3. Pseudomonas aeruginosa (ein Boden- und Wasserkeim). Dieser kann vor allem auch in Desinfektionsmitteln vorkommen und verursacht eine Hirnhautentzündung oder Infektionen auf Wunden nach Verbrennungen.

Die Hälfte aller Todesfälle, so ein Experte, könnten vermieden werden. Mehr Hygiene und weniger Antibiotika! Das würde den Experten zufolge schon eine deutliche Verbesserung bringen…

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Schlüsselwörter: Krankenhaushygiene | gefährliche Erreger | Gesundheit | Infektionen | sinnlose Todesopfer | Sparmaßnahmen | soziales Gesundheitssystem
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Kommentare

am 26.09.2008 11:50:16 (217.83.90.xxx) Link Kommentar melden
An der Hygiene verdient ja keiner, denn diese Leistung wird von den Mitarbeitern erbracht. Bei Antibiotika kassieren immer unerse Unternehmen mit und darum geht es auch bei der Gesundheit. Die Maxime ist nicht die beste Leistung für den Patienten, sondern wie viele Unternehmen können ihren Gewinn erhöhen und was kann man denen dafür zur Verfügung stellen.
Heuschrekcen freut euch, ein neues Feld tut sich für euch auf.
Hartmut Holz
am 26.09.2008 18:30:04 (217.80.214.xxx) Link Kommentar melden
Die Hygiene, in den Krankenhäusern, sollte schon vom Pflege-
personal eingehalten werden.

Es ist doch ganz selbstverständlich, dass man sich öfters die Hände
wäscht und dann Desinfektionsmittel benutzt.

Ich selbst arbeite, in einem Alten- und Pflegeheim auf einer
Pflegestation und achte auf die Hygiene.

Das Personal, in den Krankenhäusern, sollte sich in diesem Fall nicht von den verantwortlichen Managern beirren lassen.

Denn wenn diese meinen, dass Hygienemaßnahmen zu viel Zeit
in Anspruch nehmen, dann sind voll im Irrtum.

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