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Politik: Welt

Bangkok im Ausnahmezustand – Flughäfen geschlossen

Die Politische Lage in Thailand spitzt sich zu – Touristen hatten bereits Ausreiseprobleme

Nachdem es in der Nacht vom 1. September auf den 2. September 2008 zu gewaltsamen Zusammenstößen zwischen Regierungsanhängern und Anhängern der außerparlamentarischen Opposition (PAD) gekommen war, bei denen es etliche Verletzte und einen Toten gab, ist in Thailands Hauptstadt Bangkok der Ausnahmezustand verhängt worden. Das Auswärtige Amt warnt aktuell davor, sich in größeren Menschenansammlungen oder gar Demonstrationen aufzuhalten und hält inzwischen Sprengstoffanschläge für möglich.

Nachdem die Demonstrationen Ende August in Bangkoks Regierungsviertel mit dem Sturm auf einen TV-Sender, mehrere Ministerien und das Amt des Ministerpräsidenten eskalierten (vgl. „Erneut Demonstrationen in Bangkok mit Sturm auf TV-Sender“, http://www.online...rticle/589), wurden auch einige Flughäfen durch die Demonstranten besetzt. Besonders betroffen waren die Airports der Ferieninseln Phuket, Krabi und Hat Yai, die zwischenzeitlich geschlossen waren. Viele Touristen saßen dadurch fest und konnten erst verspätet zurückfliegen. Auch viele Zugverbindungen wurden lahm gelegt. Es ist auch in den nächsten Wochen mir großen Demonstrationen zu rechnen und Touristen müssen sich damit abfinden, dass der öffentliche Luft- und Bahnverkehr immer wieder extremen Beeinträchtigungen ausgesetzt sein kann. Zudem könnte es streikbedingte Einschränkungen in der Strom- und Wasserversorgung geben. Zurzeit bleiben 436 Schulen in Bangkok auf Grund dieser Situation geschlossen.

Thailands Tourismusindustrie sieht sich schwer gefährdet und fürchtet um die Sicherheit ausländischer Touristen und das Image des Landes. Die Gewerkschaft der Thai Airways International stellte ihren Mitgliedern frei sich an den Demonstrationen gegen die Regierung teilzunehmen. Falls die Gewalt eskaliert, soll sogar die Arbeitsniederlegung befohlen werden. Es ist den Mitarbeitern staatlicher Unternehmen offiziell verboten zu streiken, aber dieses Gesetz kann umgangen werden, wenn sich die Mitarbeiter krank melden.

Apichart Sankary, Direktor des Verbandes der thailändischen Reiseveranstalter, hofft auf ein Ende der Demonstrationen bis zum 15. September. Sonst drohen hohe Verluste in der Tourismusbranche, denn dann beginnt die Hochsaison.

Durch die Ausrufung des Notstandes in Bangkok wurde der Armeechef zum Oberkommandierenden in der Hauptstadt. Er soll nun die politische Situation unter Kontrolle bringen. Eine Ausgangssperre wurde jedoch im Rahmen de Notstandes nicht verhängt. Es ist allerdings verboten in Gruppen von mehr als fünf Personen zusammenzustehen. Außerdem können die Behörden das Betreten öffentlicher Gelände verbieten oder diese bei Bedarf räumen. Den Medien ist es verboten Nachrichten zu verbreiten, die die Öffentlichkeit ängstigen könnten. Während des Notstandes können Personen verhaftet und bis zu sieben Tagen festgehalten werden.

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Schlüsselwörter: Thailand | Bangkok | Demonstrationen | PAD | Unruhen | Streik
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Kommentare

am 06.09.2008 17:30:15 (217.83.98.xxx) Link Kommentar melden
Welche Rolle spielt eigentlich bitte der König in der politischen Auseinandersetzung? Alle Parteien, sogar die Moskau und Peking treuen Kommunisten haben seine Rolle nie angewzweifelt, akzeptieren ihn als König und Staatsoberhaupt.
Ich hoffe, wir erleben nicht wieder so einen Operettenkrieg wie in Georgien, das haben díe Menschen dort nicht verdient, nur weil bei uns (Europa) und in den USA eine sensationsgeile Presse und Medienlandschaft nach dem Debakel um Minamar und Tibet nach Bilder von Toden und Straßenkämpfen geil ist, um die Verkaufszahlen anzukurbeln.
Und unser Außenministerium kann man ja nun vergessen, der Oberhäuptling in dem Laden, Steimmeier soll er heißen, der weiß doch nicht mal mehr, in welcher Partei er ist. Sein Parteibuch hat er ja beaknntlich nach dem Umzug aus NRW nach Brandenburg verloren, also ist er diesbezüglich hilflos. Und sein Umzug hat er damit bergündet, dass in NRW die Straßen in einem kläglichen DDR-Zustand sind, während man in Brandenburg sogar die Waldwege teert und auf Spitzenniveau hält, obwohl dort oft nur die Füchse und Hasen zum Pinkeln unterwegs sind.
Und man muss befürchten, dass wieder die ehemalige FDJ-Sekretärin für Agitation und Propaganda, Frau Dr. Merkel Außenministerin spielt und die kaputte Ideologie von Mauer und Stacheldraht verkauft. Thailand ist ja auch ein wunderschönes Land und ích mag die Menschen dort. Eine Kanzlerin macht da auch gerne Wellnessreisen in politischem Auftrage hin. Am Schwarzen Meer war sie ja auch, gebracht hat es nichts außer Spesen. Zuhause müsste sie sich um Hartz IV, Arbeitslose, Menschen die unter dem Niedriglohnniveau arbeiten und und und kümmern, das tut weh, da ist es in Thailand schöner.
Kennt jemand eine Kontonummer von Hilforganisationen, die Gelder für die Opfer der Unruhen sammlen?

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