Rund um OZ24

Suchen

Unterstütze OZ24

Sonstiges: Tipps & Tricks

Vorsicht Falle: Garagenvertrag mit der Post

Pakete sind generell bis 500 Euro versichert? – Denkste!

Die Deutsche Post ist schon lange nicht mehr dass, was sie einmal war. Da kommen Briefe nach 10 Tagen an den Absender zurück, nur weil statt der richtigen Hausnummer 5 versehentlich eine 4 angegeben wurde (ist mir erst vor 14 Tagen noch passiert). Paketsendungen kommen (angeblich) gar nicht an, obwohl sie von der Post als abgeliefert quittiert wurden. Letzteres weil der Empfänger mit der Post einen Garagenvertrag abgeschlossen hat. Wer ist dann der „Angeschissene“? Der Absender! Die Post ist in jedem Fall „aus dem Schneider“ und fein raus…

Garagenvertrag – Was ist das eigentlich? Haben Sie schon einmal etwas davon gehört? Ich (ehrlich gesagt) bis gestern nicht! Die Wenigsten wissen vermutlich um was es dabei geht. Und dies ist eigentlich gut so, denn ein Garagenvertrag birgt ein enorm hohes Risiko für alle Beteiligten – außer der Post. Die ist immer fein raus. Und das ist das Fatale, das Schlimme, eine nicht akzeptable Bedingung, wie ich meine.

Ein Garagenvertrag ist gedacht für Pakete (bzw. für alle Postsendungen, die nicht in den Briefkasten passen). Es gibt da nämlich für die Post mehrere Möglichkeiten der Paket-Zustellung:

1. Mit etwas Glück für alle Beteiligten ist bei der Zustellung der Empfänger (oder zumindest ein Stellvertreter) zugegen. Dieser quittiert den Empfang der Sendung. – Ware angekommen und alles bestens erledigt.

2. Niemand ist in der Wohnung „wenn der Postmann klingelt“… Dieser hat nun zwei Möglichkeiten: a) er hinterlässt eine Benachrichtigungskarte, dass die Sendung am Postschalter abgeholt werden kann -oder- b) er versucht sein Glück bei einem Nachbarn, der es dann stellvertretend in Empfang nimmt.

Aber, was die wenigsten Menschen wissen, es gibt noch eine weitere Möglichkeit. Diese ist dann gegeben, wenn der Empfänger einen so genannten Garagenvertrag mit der Post abgeschlossen hat. Dies bedeutet nichts anderes, als (lt. Post): „Zustellung an einen vereinbarten Ablageort“! (http://www.dhl.de...le=3002769) Dies kann jeder für den Zulieferer jederzeit zugängliche Ort sein. Das fängt an mit „hinterm Wasserschlauch im Garten“ (soll tatsächlich so vorgekommen sein), „auf der zweiten Fensterbank hinterm Haus“, „im (natürlich unverschlossenen) Gartenhäuschen“ über dutzende weiterer möglichen (und unmöglichen) Varianten bis hin „in der (ebenso unverschlossenen) Garage“ (deshalb „Garagenvertrag“).

Nun, ein Paket, so heißt es, ist generell bis 500 Euro versichert. Denkste! Es gibt sowieso schon Ausnahmen und eine lange Liste, was eigentlich gar nicht als Paket verschickt werden darf. Dazu gehören zum Beispiel wertvolle Münzen usw. Versendet man davon etwas und kommt dies dann abhanden: Pech gehabt! Es gibt keinen Ersatz trotz des angenommenen versicherten Paketes!

Ähnlich ist es beim Garagenvertrag. Da dieser in Frage kommt, wenn niemand zu Hause ist, der den Empfang quittieren kann, erledigt dies der Zusteller (ähnlich wie beim Einwurfeinschreiben). Jetzt kommt das Problem: Der Empfänger mahnt die Sendung als nicht erhalten an (unabhängig ob es stimmt oder nicht). Die Post legt den vom Zusteller unterzeichneten Beleg vor und ist fein raus. Als Absender habe ich zwar die Paketkarte, dass die Sendung abgeschickt wurde, aber das Risiko, dass der Empfänger weiterhin behauptet die Sendung nicht erhalten zu haben ist groß. Es kommt unter Umständen zum Gerichtsverfahren. Ärgerlich, zeit- und kostenaufwendig und mit einem zweifelhaften Ausgang möglich…

Das Fazit des Ganzen: Um wirklich sicher zu gehen müsste das Paket mit der Option „Eigenhändig“ verschickt werden. Dies aber geht wiederum nur in Verbindung mit einem „Express-Service“. Und das Ganze kostet natürlich deutlich mehr als ein normales Paket. Der Einzige, der sich freut, ist die Post…

uploaded

Der Inhalt des vorstehenden Artikels gibt nicht die Meinung der Redaktion von Onlinezeitung24 wieder. Für den Inhalt ist allein der Autor des Beitrages verantwortlich!
Lesen Sie dazu auch:
Drucken Empfehlen
Schlüsselwörter: Post | Garagenvertrag | Postversand | DHL | versicherter Versand
Sie wollen selber einen Artikel schreiben. Kein Problem, einfach registrieren!

Kommentare

Kalle Ristau
am 21.08.2012 01:19:14 (79.236.180.xxx) Link Kommentar melden
Gut Leute. Den Vertrag schließt ihr ja selber ab. Damit habt Ihr keine Lauferei mehr.
Das ist für Euch bequem aber nicht sicher. Ich wünsche mir die " alte Post" zurück.
Da war die Zustellung sicher und adrett ( auch vom Schalter mit Benachrichtigung).
Ihr baut nur Arbeitsplätze ab um Euerer Bequemlichkeit wegen. Machen die Postnachfolgeunternehmen gerne mir (wird ja Personal abgebaut)!!!!!
Wird es dadurch kostengünstiger für Euch? Merkt Ihr noch was ? Denkt mal nach ob man in euerer Firma nicht auch einsparen kann. Wie evt. die Lebensmittel auch über DHL zu verschicken und in das Carport gelegt werden können.
Nicht nur auf das verdammte Managemet schimpfen, das nur verdient, und jede Einsparung in Sachen Personal, bezahlt bekommt. Ihr solltet mal langsam selber denken und Euch mal wieder auf das normale "Wir" einsingen! Statt nur noch vom "Ich" zu leben!
Evi
am 18.12.2012 18:17:14 (87.79.195.xxx) Link Kommentar melden
Naja, da hat man halt Pech, wenn man einen solchen Vertrag unterzeichnet und das Paket dann wegkommt - das Risiko kennt man schließlich vorher. Man muss eben abwägen, was einem lieber ist - das Paket ablegen lassen mit der Gefahr, dass ein anderer es heimlich klaut - oder eben nicht ablegen lassen und dann bei Abwesenheit zur Filiale gehen bzw hoffen, dass die Nachbarn es annehmen.
Pavel
am 22.01.2013 17:59:26 (92.224.132.xxx) Link Kommentar melden
Einige haben hier nicht verstanden, worum es geht! Es geht nämlich darum, dass der VERSENDER nichts von einem Garagenvertrag des Empfängers weiß. Folge? Er verschickt ein versichertes Paket, die Post liefert ihn in der "Garage" ab - die Sendung gilt als zugestellt. Der Empfänger behauptet, die Sendung sei nicht angekommen oder sie sei beim Versand beschädigt worden. Die Post haftet in diesem Fall aber nicht!
Der Versender muss nun beweisen, dass die Sendung angekommen ist und nicht auf dem Postwege beschädigt wurde.Anderenfalls haftet ER für den Schaden, den er nicht verursacht hat! Konnte ich den Unterschied einigermaßen verständlich machen?

Fazit: Nicht mit DHL verschicken, sondern auf andere Unternehmen ausweichen, die einen "Garagenvertrag" nicht anbieten.
sneakersocke
am 24.01.2013 16:32:48 (91.97.151.xxx) Link Kommentar melden
Das Problem ist nicht der Ablagevertrag, sondern der Ort, den man als Kunde angibt, aber das Paket dann doch nicht dort hinterlegt wird.
Ich habe auch seit Jahren einen Garagenvertrag mit der Post, da ich immer zuverlässige Zusteller hatte.
Leider gibt es davon nicht mehr viele bei der Deutschen Post.
Rein rechtlich gesehen hat man ja keinen Anspruch auf Schadenersatz, wenn der Zusteller das Paket wie vom Kunden vorgegeben an die angegebene Stelle legt.
Aber es sieht auch nicht anders aus, wenn der Zusteller es eben woanders hinlegt. Alles gerade erst durchgemacht. Paket laut Sendungsverfolgung am Ablageort zugestellt. Tja, ich hab aber da keines gefunden. Also Nachbarn gefragt, die mir sagten die Zustellerin hätte das Paket im Regen vor die Tür gestellt (obwohl ich in meinem Vetrag hinterm Haus angegeben habe).
Absender hat nen Nachforschungsauftrag gestellt, nach 3! Monaten kommt dann die Post endlich an mit: "Der Zusteller hat schriftlich quittiert das Paket am vereinbarten Ablageort hinterlegt zu haben".
Komisch nur das eine Nachbarin gesehen hat dass das Paket eben nicht hinterm Haus abgelegt wurde sondern einfach für jedermann sichtbar vor die Tür gestellt wurde.

Die Post ist in dem Sinne fein raus, der Kunde hat den Schaden!!!
Aber man lernt ja bekanntlich aus Fehlern.
Da die Zusteller ja eh über zu viel Arbeit klagen, werde ich ihnen nun weniger bereiten und mir ein anderes Unternehmen suchen.
RenéW
am 17.01.2014 06:22:06 (193.96.143.xxx) Link Kommentar melden
@Pavel:
Also interpretieren Sie den Artikel nicht als Warnung sondern als Möglichkeit/Chance/Anleitung sich unrechtmäßig zu bereichern, indem SIE einen G-Vertrag abschließen und dann ständig "verlorene" Pakete melden?
Warum sollten SIE sonst auf die Idee kommen, dass ein anderer Schaden nimmt wenn Sie etwas abschließen (G-Vertrag) und nicht, dass Sie einen Schaden haben, bloß weil ein anderer etwas unterschreibt.
Ich gehe davon aus, dass die meisten private Haushalte mehr Pakete erhalten als versenden.
Trotzdem ist Ihr Hinweis richtig auch auf die Gefahren als unwissender Versender hinzuweisen.
Klein
am 10.05.2014 12:02:19 (87.164.104.xxx) Link Kommentar melden
Der Bericht ist etwas zu einseitig und sieht aus als hätte ihn jemand geschrieben der grad mit dem falschen Fuß aufgestanden ist.
Ich versende im Jahr etwa 70.000 Pakete, davon etwa 58000 mit DHL. Die Probleme die da auftreten sind wirklich minimal und die Problemlösung ist sehr einfach. Sicherlich ist es so dass die DHL Mitarbeiter entweder aus unwissendheit oder weil einer meiner Mitarbeiter sich doof anstellt beim telefonieren uns nicht den üblichen Service erbringt. Wenn man aber da anruft als wärs das normalste der Welt dass man eine Gutschrift erhält, eine Erstattung etc. dann kriegt man das auch. Wenn ich daran denke wieviel Probleme wir mit DPD mit nur 12000 Paketen haben, und wie DPD teilweise mit den Paketen umgeht kann man DHL nur loben. Sicher muss DHL auch noch an einigen Punkten arbeiten, und man muss denen auch auf die Füße treten.
Zaich
am 24.09.2016 14:34:20 (84.179.122.xxx) Link Kommentar melden
Unseren Zusteller kennen wir pers., da dieser aber schon etwas älter ist haben wir einen Garagenvertrag abgeschlossen, dabei aber nicht bedacht, dass wegen Personal-
problemen bei DHL auch Studenten und andere Personengruppen zum Einsatz kommen, die noch dazu ein Defizit bei der Sprache wie auch bei der Umsetzung der Zustellanweisung haben. So wurde ein Paket der Firma VAMOS nicht wie vereinbart abgelegt und auch keine Benachrichtigung in den Briefkasten gelegt sondern........???????????. Die Frage bleibt offen!!!!!!!!! Die Zustellerin meinte auch noch frech, ich hätte es selber unterschlagen.
Ich brauche keine drei Paar Schuhe in verschiedenen Größen!
Das treibt sich zur Zeit als autorisierte DHL Mitarbeiter auf dem Markt rum.
NIEMALS GARAGENVERTRAG ABSCHLIESSEN!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
Seite 2 von 2: 1 2

Einen Kommentar schreiben







Kommentare von Nichtmitgliedern der Seite Onlinezeitung24.de müssen durch einen Bestätigungslink per E-Mail freigeschaltet werden, für Mitglieder entfällt diese Bestätigung. Diese Maßnahme dient der Diskussionskultur und soll die Kommentarfunktion vor Spam schützen. Wir bitten um Ihr Verständis für diese Maßnahme.

Seitenaufbau: 0.06 Sekunden
39,674,424 eindeutige Besuche