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Corona: Bloss keine Hamsterkäufe

Trotz Corona: Ohne Stress gezielt und planvoll einkaufen

Sinnbild - leerer Einkaufswagen
Sinnbild - leerer Einkaufswagen
Die Corona-Epidemie ist hochaktuell, es gelten immer mehr Ausgangsbeschränkungen und viele Bürger sind verunsichert oder ängstlich, was noch alles auf uns zukommen mag. Es folgt dann oft das psychologisches Phänomen einer kollektiven oder unterbewussten Versorgungsangst der Bürger in solchen und allen anderen möglichen Krisen- oder Katastrophenzeiten. Dabei geht es nicht nur um die Jagd nach regulierten Desinfektionsmitteln und Schutzmasken, sondern vielmehr um eine übertriebene Hortung von Notvorräten. Umgangssprachlich spricht man auch von Hamsterkäufen. An erster Stelle stehen dabei Lebensmittel und wichtigen Haushaltsartikel. Sicherlich eine rationale Strategie, aber auf der anderen Seite warum eine übertriebene Hortung?

Gegenüber anderen Ländern ist eine durchgehende Lebensmittelversorgung in Deutschland größtenteils gesichert. Wir haben keine Kriegszeit, wo Produktionsanlagen systematisch zerstört werden und es gibt ein Krisenmanagement der Regierung, der Behörden und der wesentlichen Produzenten, wozu auch Händler und Logistiker gehören. Sie alle sorgen dafür, das eine Grund-Versorgung und ein Mindest-Warenverkehr gesichert bleibt, um alle Bürger mit (zumindest) notwendigen Lebensmitteln und Haushaltsartikel weiter versorgen zu können. Wenn nun die Bürger aufgrund von Ausgangsbeschränkungen und Verunsicherung im Land mehr einkaufen wie sonst, ist dies noch eine verständliche Handlungsweise, weil man dann weniger aus dem Haus bzw. aus der Wohnung muss, um möglichst weniger Kontakte zu haben.

Zeitweise haben wir aber leider feststellen müssen, aus eigener Erfahrung beim Einkaufen oder aus den Nachrichten, das unverhältnismäßige Hamsterkäufe zu einem Massenphänomen führten, und auf einmal Bedarfsartikel, die sonst in ausreichender Menge vorhanden waren, plötzlich leergeräumt wurden oder aufgrund von Hamsterkäufen nur noch rationiert verkauft werden dürfen. Hier wurde der gesamte Handel überrannt und plötzlich gab es weder oder kaum Mehl, Zucker, Milch, Öl, Toilettenpapier oder Nudeln, was auch zu Aggressionen, Diebstählen und unlauteren privaten Handel mit z.B. Desinfektionsmitteln zu Wucherpreisen führte. Bedenken Sie einfach, das durch eine überhöhte Warenrotation die normale Produktion nicht direkt und schnell reagieren kann. Auch der Transport aus den großen Lager-Deponien der großem Discountern zu den einzelnen bundesweiten Geschäften muss durch mehr Transporte aufgefangen werden.

Das muss alles nicht sein und ist auch gegenüber jeden anderen unsolidarisch. Die Versorgungssicherheit in Deutschland kann man als gut bezeichnen und inzwischen werden ja auch die Produktionen für Desinfektions-, Reinigungsmittel und anderen Haushaltsartikeln hochgefahren. Wenn man einmal etwas nicht bei Lebensmittel findet, weil es schon ausverkauft ist, weichen Sie auf andere Lebensmittel aus oder versuchen es einen Tag später. Inzwischen, nachdem der Handel teilweise auch nur noch rationiert Artikel wie Zucker, Mehl, Öl oder Medikamente herausgibt, scheint sich die Lage langsam zu beruhigen.

Die Toilettenpapier-Theorie

Die Verkaufszahlen für Toiletten-Papier sind aufgrund der Hamsterkäufe recht unnormal. Stellen Sie sich vor, sie bräuchten pro Tag eine Rolle Klo-Papier, dann hätten Sie bei einer 8 x Rollen-Packung mindestens 1 Woche ihre helle Freude auf dem Klo, Toilette, Lokus, stilles Örtchen oder wie ihr Lieblingswort auch dafür sein mag. Jetzt kommt Frau X oder Herr Y, packt sich den Einkaufswagen voll mit 6 Paketen je 8 Rollen, ich habe es tatsächlich gesehen, das hätte diese Person mindestens 48 Tage Papierrollen-Party. Der Einzelhandel spricht von einem Plus von 500%-600% vor 1-2 Wochen noch. Wo die das bunkern? Nun gut, die Produktionenzahlen sollen steigen. Deshalb halte ich es für sehr sinnig, dass jeder nur maximal zwei Pakete mit 16 x Rollen mitnehmen darf und entsprechend frühzeitiger als sonst aufstockt, indem man auch früh ins Geschäft geht.

Gegen eine rationale aber bedachte Bevorratung spricht also nichts dagegen, zumal vermutlich die Ausgangsbeschränkungen zunehmen könnten, aber dazu bedarf es keine Hamsterkäufe. Nun muss es jedem überlassen werden, wie er, sie und die Familie sich versorgt. Um Lücken zu füllen und um eine größere Bevorratung, z.B. für eine ganze Woche oder zwei Wochen, als sonst umzusetzen, sollten Sie schon möglichst bei Geschäftsöffnung einkaufen gehen oder auch ein zweites oder drittes Geschäft früh aufsuchen. Was Sie aufgrund von Rationierungen nicht an einem Tag kaufen können und sollen, könnten Sie aber innerhalb von 2-3 Tagen besorgen, was dann für Sie für 1-2 Wochen oder länger, je Artikel, an Vorrat zu Hause sein sollte. Mag manchmal ein Artikel nicht vorhanden sein, da haben Sie Geduld oder gehen in andere Geschäfte. Aufgrund der rationierten Verkaufsmengen für jeden Einzelnen ändert sich die Situation jeden Tag. Dies ist meine derzeitige persönliche Sicht der Dinge, auch in der Hoffnung, das Sie es vielleicht ähnlich so sehen.

Online-Lieferdienste (z.B. Rewe) wären eine zweite Alternative, die auch schon von vielen Menschen genutzt wird. Doch diese haben wegen der hohen Nachfrage derzeit eine Menge zu tun, so dass es Wartezeiten von mehreren Tagen oder eine Woche geben könnte. Vergleichen Sie hier das Preis-Leistungsverhältnis, ob es eine Liefergebühr gibt, ob man nur mit Karte oder auch mit Bargeld bezahlen kann, und welche Lieferdienste bei ihnen in der Nähe gibt.

Bleiben Sie gesund, machen einen Haushaltplan und kaufen clever ein!

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Schlüsselwörter: Hamsterkäufe | Notstand | Corona-Epidemie | Einkaufen | Online-Lieferdienste
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