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Politik: Soziales & Bildung

Bald kein Chaos mehr an deutschen Universitäten?

Diese Nachricht passt zum deutschen Bildungssystem: An den Unis herrscht Chaos. Während Bundeskanzlerin Angela Merkel durch die Schul-Lande getingelt ist und sich über moderne Lernmethoden informiert hat, die sie den Länderchefs demnächst wärmstens ans Herz legen will, funktionieren hier zu Lande die einfachsten Dinge nicht. Dazu gehört die Bewerbung einer Abiturientin oder eines Abiturienten um einen Studienplatz in Numerus-Clausus-Mangelfächern (NC). Es kommt zu Mehrfachbewerbungen und zu Mehrfachzulassungen.

In Dortmund gibt es zwar seit den 1960er-Jahren eine Behörde, die für die Vergabe von Studienplätzen in so genannten “Mangelfächern” zuständig ist, gegründet wurde sie zu Zeiten überfüllter Hörsäle und anderer katastrophaler Zustände an Hochschulen, doch jetzt ist wieder einmal eine Reform erforderlich.

Die Gründe: Abiturientinnen und Abiturienten bewerben sich an mehreren Universitäten um einen Studienplatz. Klappt es mit dem Studium an der Uni A, erledigen sich die Bewerbungen an den Unis B und C. Da aber die Unis B und C nicht erfahren, dass jemand woanders untergekommen ist, bleiben 15 Prozent aller Studienplätze in Fächern mit örtlichen Zulassungsbeschränkungen unbesetzt.

Nun haben sich Kultusministerkonferenz und Hochschulrektoren auf einen Kompromiss geeinigt: Will jemand studieren, kann er sich online bei der Zentralstelle für die Vergabe von Studienplätzen (ZVS) oder an einer Universität bewerben. Wird die Zulassung erteilt, bekommt die ZVS eine entsprechende Information.

“Moderne Servicestelle “ heißt das im Politiker-Deutsch. Diesen Begriff kennt man bereits, verwendet worden ist er oft genug für die so genannten “Jobcenter”, in denen eine Panne die andere jagt. Die Erfahrung lehrt: Mammutbehörden funktionieren nur selten einwandfrei…

Ob also so das Chaos an deutschen Universitäten beseitigt werden kann, darf durchaus bezweifelt werden. In Kraft treten soll die Reform des Zulassungsverfahrens zum Semester 2009/2010.

Heinz-Peter Tjaden

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Schlüsselwörter: Bildungssystem | Universität | Studienplatz
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Kommentare

am 28.08.2008 14:36:36 (217.83.68.xxx) Link Kommentar melden
@hwilmers,
das ganze Problem hängteinmal nun mit den Geburten schwachen Jahrgängen zusammen und der politischen gesteuerten Fehlentwichklung. Einmal fehlen nun plötzlich massenweise Bewerber auf Lehrstellen. In den Einzelhandelsgeschäften in Berlin sieht man permanent Aushänge mit Angeboten. Brauchte man noch vor drei Jahren Abitur um Regale mit Dosen aufzufüllen, haben sich das die flotten Sprücheklopfer nun schnell abgewöhnt. In Berlin fehlen übrigens auch massenweise Lehrer, Ärzte seit neustem in einigen Bezirken und so geht das durch alle Berufsfelder. Den Unis gehen die Bewerber aus und clevere gehen eh gleich ins Auslandsstudium, denn die Angebote hier sind doch schlichtweg was für die Mischpoke. In Karlsruhe kennt man das durch die Schawan, unsere Bildungsministerin, was da noch auf dieses Land zu rollt:
http://www.danisch.de/blog/2007/03/24/korruption-ministerin-schavan-lies-exzellenz-antrage-vernichten/
Die Misere ist der Merkels und Hubers, Schröders und Fischer schlägt nun voll auf den Bildungsmarkt durch, Hartz IV Chaos war 10 Jahre Ideologie und davor die Misere namens Kohl und seine Kofferpolitik. irgendwann rächt sich alles im Leben, was man vermasselt hat.

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