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Politik: Politische Meinung

Grenzspiele: Traum vom Blitzkrieg?

Atomkrieg: Dabei sein ist alles oder war das dann alles!?

Ziel einer Atombombe: Vernichtung
Ziel einer Atombombe: Vernichtung
Der Kalte Krieg I war eine sehr heikle militärische Konflikt-Situation zwischen der NATO und dem Warschauer Pakt, zwischen den USA und Russland, der praktisch von 1945 bis 1991 dauerte, auch wenn schon 1989 es sich das Ende abzeichnete, als Michail Gorbatschow beim Gipfeltreffen mit dem US-Präsidenten George Bush auf Malta zusammentraf. In dieser Zeit von 1945-1991 gab es allerlei Konfrontationen zwischen den Großmächten USA und Russland, und führte die Welt mehrmals am Rande eines Atom-Krieges, den keine Kriegspartei gewonnen hätte. Die Welt wäre in einer nuklearen Katastrophe eine andere Welt, wobei die Überlebenden die Verstorbenen beneidet hätten. Aber bereits 1991 wurde die erste Seite des Kalten Krieges II aufgeschlagen, weil der Zwei-plus-Vier-Vertrag, der kein Friedensvertrag ist, schon bald von der NATO mit der NATO-Ostausdehnung gebrochen wurde, als es den Warschauer Pakt gar nicht mehr gab. Michail Gorbatschow bekam nur mündliche Zusagen und hatte es versäumt, das dies im Vertragswerk klar und deutlich verankert wurde.

Michail Gorbatschow, der Ex-Präsident der Sowjetunion äußerte sich sehr verbittert am 7.6.2014 dazu: Bei den Verhandlungen über die Wiedervereinigung Deutschlands im Februar 1990 hatte die Nato versprochen, sich nicht nach Osten zu erweitern. Seit dieser Zeit sind zehn europäische Länder, darunter die baltischen Ex-Sowjetrepubliken Estland, Lettland und Litauen, in das nordatlantische Verteidigungsbündnis aufgenommen worden. Heute sagen die Russen, das die Osterweiterung der NATO kein Vertragsbruch wäre, aber noch schlimmer ein Wortbruch, den Hans-Dietrich Genscher auf deutscher Seite und James Baker von der US-Seite. Das war und ist für Russland schwerwiegender als ein formeller Vertragsbruch.

Das damit praktisch schon spätestens 1991 der zweite Kalte Krieg begonnen hatte, the cold war II, wussten alle fachlichen Militärexperten. Die Welt ist wieder in einer Rüstungsspirale und einer möglicher atomarer Zerstörung nahe geworden, und dies hat kaum noch was mit der Annexion der Krim zu tun. Die Chronologie zum zweiten Kalten Krieg ist simpel und jedes noch so unbedachte Detail gehört dazu. Ganz oben stehen hierbei die Angriffskriege der USA, die von der NATO toleriert werden und die knallharten Wirtschaftsinteressen, die die USA mit Sanktionen, gegen Freund und Feind gleichermaßen durchsetzt. Der Syrienkrieg war nicht anderes als die vorherigen Kriege in Korea und Vietnam.

Am Rande eines III Weltkrieges?

Aus der Übermacht der USA resultierte eine derzeitige Angst und beschämende Demütigkeit in Europa, das die Europäer längst vergessen haben, durch eine gemeinsame europäische Verteidigungspolitik sich von dem gewaltigen Militärapparat in Europa zu lösen. Den ersten und gemeinsamen Schritt dazu hat Frankreichs Präsident Macron den Deutschen zweimal vorgeschlagen, doch diese zögern noch immer. Wenn Frankreich und Deutschland der militärische und atomare Schrittmacher für eine gemeinsame europäische Verteidigungspolitik sind, in Verbindung mit der ausgestreckten Hand zu Russland, wäre die Vormachtstellung der USA mit dem Streben zur Weltherrschaft zumindest in Europa geschwächt. Doch anscheinend passt das den militärischen Falken das seit 150 Jahren nicht, besonders die Vorstellung, das Deutschland und Russland enger zusammen arbeiten.

2020 sind die von der NATO und den USA genanten Feinde des Westen nur China und Russland, man stelle sich vor, was Feinde bedeutet! Wozu braucht die USA ein Militärbudget von über 650 Milliarden Dollar, während Russland gerade mal 62 Milliarden ausgibt? Wozu braucht die USA so viele Stützpunkte, wobei die meisten an den Grenzen zu China und Russland liegen? Dazu kommt die Stationierung und Manöver von NATO-Truppen bis an die Grenze Russlands, soll dies wirklich nur abschrecken oder wird ein Angriff auf Russland geplant? Warum steigt die USA einseitig aus den INF-Vertrag, was bisher eine Balance der Großmächte USA und Russland garantierte?

Atomkrieg auf Kosten Europas und nicht der USA?

Wenn nun die USA Raketenbasen und Truppen an der russischen Grenze stationiert und zeitgleich den Atomwaffensperrvertrag und Sperrverträge für konventionelle Waffen aussetzt, sind wir dann nicht schon mitten heißen Krieg oder werden Kriegsvorbereitungen entlang der russischen Grenze vorbereitet? Sind solche Grenzspiele der Traum von einem Blitzkrieg? Schon im ersten Kalten Krieg war ganz klar, das die USA auch eigene Atombomben auf die Gebiete Deutschlands und Polen explodieren lassen würde, um feindliche russische Truppenbewegungen zeitweise zu stoppen, egal wie hoch die deutschen oder polnischen Verluste wären. Das dabei Deutschland, Freund, Vasall und Verbündeter zu mindestens 75% eine radioaktive Wüste mit rund 50 Millionen Toten wäre, so die Berechnungen aus dem Kalten Krieg I, scheint niemanden in der NATO oder in Berlin zu stören?

Weise Worte aus Russland

Präsident Putin sagte bei einem internationalen Wirtschaftsgipfel in St. Petersburg, das Russlands Militärdoktrin keinen ersten atomaren Präventivschlag kenne, aber im Falle eines Angriffes (der USA) werde man reagieren und den Gegner ausradieren. So sagte der Präsident:

Die Atomwaffen würden nur zum Einsatz kommen, wenn eindeutig klar sei, dass jemand einen derartigen Angriff auf das Land durchführe. Dies würde eine weltweite Katastrophe bedeuten.

Wir werden aber als Märtyrer in den Himmel kommen, und sie (die Angreifer) werden einfach verrecken.

Es wird Zeit, das Deutschland auf den Vorschlag von Präsident Macron eingeht, um eine eigene und von den USA unabhängige europäische Verteidigungspolitik umschwenkt, und zwar in absehbarer Zeit. Dabei wird der Dialog mit Russland angestrebt.

Bildnachweis:
  • Ziel einer Atombombe: Vernichtung: Copyright: SciTechDaily

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Schlüsselwörter: NATO | Russland | Atomkrieg | USA | Kalter Krieg
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