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Wissenschaft: Sonstiges

Der seltsame Fall des Dr. Rudolph Fentz

Gibt es eine Bewegung durch die Zeit ? - Teil IX

Dr. Rudolph Fentz - Totenanzeige
Dr. Rudolph Fentz - Totenanzeige
Rudolf Fenz - Totenanzeige
Rudolf Fenz - Totenanzeige
Prolog: Vorab muss man erklären, das schon ab den 1970er Jahren, als die große Themen-Welle der UFOlogie, der Prä-Astronautik und Science Fiction begann, natürlich auch die Thematik Zeitreisen und Zeitreisende in dieser Welle aufgenommen wurde. Dadurch kam es auch zu verschiedensten Interpretationen dieser Themen in zahlreichen Büchern und Vorträgen. Die ursprünglichen Berichte und Quellen (z.B. alte Aufzeichnungen und Bücher) wurden zwar im Quellennachweis bzw. als Quelle genannt, doch wurde von den meisten Zuhörern und Lesern nur die neue Version des Vortragenden oder Autors gehört bzw. gelesen. Ab etwa den 1990er Jahren begann das Internet unseren klassischen Informationsfluss auf den Kopf zu stellen. Als der Austausch von schnellen Informationen und deren Verbreitung im Web begann, waren die ersten ursprünglichen Berichte und Quellen kaum noch bekannt, sondern man stützte sich weitgehend auf die neueren Sichtweisen und Theorien, die ins Web veröffentlicht wurden. Besonders der damalige Trend etliche Foren aufzubauen, führte teilweise zu absurden Diskussionen.

Schon zu dieser Zeit der Informationsüberflutung wurden Zeitreisen und mögliche Zeitreisende, auch mit falsch interpretierten Belegen und Datenansammlungen seitens der Mainstream Medien, ins Reich der Märchen und Sagen oder ins Science-Fiction Genre verschoben. Beispiel war ja das Philadelphia Experiment, nur ein Hoax oder was will man verbergen? Bekannte Web-Datensammlungen und Web-Enzyklopädien stützten die Ansicht, das es sich alles um Fantasie handeln müsste. Sind das aber noch neutrale Aussagen? Mit den heutigen Möglichkeiten, alte und neue Fotos, Videos und sogar kopierte Dokumente so zu verfälschen, das dies nur Experten erkennen können, ähnlich wie Fake news, wurde es immer schwieriger die Spreu vom Weizen zu trennen. Ob es sich nun, um es hier einzugrenzen, um Zeitreisende oder bei anderen Themen der Grenzwissenschaft handelt: Die Suche zur ursprünglichen Quelle, die auch älter als der Beginn des Internets sind, kann vielleicht auch hier manche Fakten wieder klarer darstellen.

Kann man durch die Zeit reisen ? oder

Zeitreisen: Gab es sie, gibt es sie oder wird es sie geben?

Noch heute wird die Zeit und die Zeitrechnung nüchtern als eine Abfolge von Ereignissen bezeichnet, und das nur in einer eindeutigen, unumkehrbare Richtung: in die Zukunft. Soweit die Theorie. Ob unsere heute Zeitmessung als Messgröße und Verständnis richtiger oder genauer ist, z.B. gegenüber dem Verständnis der Zeit in der Antike, wer kann das schon sagen, trotz modernster Atomuhr. Wenn man sich, unter dem Begriff Science Fiction-Literatur, das Buch Die Zeitmaschine von H.G.Wells durchliest, scheint der Zeitfluss von der Vergangenheit zur Zukunft und umgekehrt, scheinbar keine wirklich feste und eindeutige Messgröße zu sein. So bleiben die Fragen offen, ob es unterschiedliche Zeiten geben kann und es nicht doch möglich wäre, die Zeit zu überlisten, um in eine oder sogar in beiden Richtungen im Zeitfluss reisen zu können. Solch eine Frage ist auch gar nicht so abwegig, denn es gibt auch immer wieder überlieferte Erzählungen, die erkennen lassen, dass die Zeit doch schon überlistet wurde. Dabei handelt es sich auch in diesem Beitrag nicht um bewusste Zeitreisen von Zeitreisenden, die vermutlich über eine Art (technisches) Zeit-Portal oder eine Zeitmaschine verfügen, sondern wieder über einen möglichen Fall von einer Person, die unbewusst (unfreiwillig) zeitversetzt wurde. Das ist ein wesentlicher Unterschied!

Der seltsame Fall des Dr. Rudolph Fentz

Es geht um einen gewissen Dr. Rudolph Fentz (fälschlicherweise auch Rudolf Fenz genannt), der im Jahre 1846 geboren wurde und im Jahre 1950 bei einem Autounfall in New York zu Tode kam, aber nicht als 104-Jähriger! Die ursprünglichen und bekannten Fakten, sollte es kein Hoax sein, werden wohl zum Schluss kommen, das Dr. Rudolph Fentz kein (bewusster) Zeitreisender war, sondern Opfer einer ungewollten und unerklärlichen Zeitversetzung. Dies war bei den vorherigen 8 Beiträgen genauso.

Am 23. Juni 1950 bemerkten mehrere Personen, das am späten Abend gegen ca. 23:42 – 23:45 Uhr auf dem Yorker Times Square ein seltsam gekleideter und junger Mann plötzlich aus dem Nichts mitten auf der belebten Kreuzung stand und vollkommen desorientiert wirkte. Bevor er überhaupt auf seine Umgebung reagieren konnte, wurde er von einem schnell fahrenden Taxis erfasst und mehrere Meter durch die Luft gewirbelt und prallte dann gegen ein parkendes Auto. Doch was war anders bei dem bedauerlichen Unfallopfer, das so viel Aufmerksamkeit hatte? Als die späteren Augenzeugen sofort hinrannten, konnten sie nur feststellen, das der Unbekannte schon tot war. Niemand konnte sich erklären, das der junge Mann Kleidung des 19. Jahrhundert trug, das kalendarisch am 1. Januar 1801 beginnt und am 31. Dezember 1900 endet. Nichts deutete auf auf zeitgemäße Kleidung hin. Nach kurzer Zeit war auch schon die New Yorker Polizei zur Stelle, die den ganzen Unfallhergang untersuchte, sowie die Personalien des Taxifahrers und der Augenzeugen notierten. Die Leiche wurde umgehend in ein nah liegendes Unfall-Krankenhaus zur weiteren Untersuchung gebracht.

Im Krankenhaus hatten dann die Polizeibeamten den Besitzstand des Unfallopfers untersucht. Die Ärzte teilten mit, das der Mann nicht älter als 30 Jahre sein konnte. Dabei wurden seltsame Gegenstände gefunden, die alle keinerlei Spuren von Alterung aufwiesen und nicht in Jahr 1950 passten:

Ein Barvermögen von 42 Dollars und 23 Cent, jedoch in alten Banknoten und alten Münzen.

Drei kupfernde 5-Cent-Biermarken, worauf der Name eines unbekannten Salons stand.

Mehrere Visitenkarten eines Dr. Rudolp Fentz mit einer Adresse in der Fifth Avenue.

Ein aufgegebenen Brief, der am 21. Juni 1876 an die Adresse von Dr. Rudolph Fentz gesendet wurde.

Eine ausgestellte Rechnung, die ebenfalls auf den Namen Dr. Rudolph Fentz lautet, für die Versorgung eines Pferdes, den Kauf eines Sattels und das Säubern einer Kutsche. Die Rechnung war ausgestellt von einem unbekannten Mietstall in der Lexington Avenue.

Foto Unfallort-nur eine Fälschung?
Foto Unfallort-nur eine Fälschung?
Nun hatte man nur den Namen eines Dr. Rudolph Fentz, der eine Kleidung aus dem 19. Jahrhunderts trug. Weil er kein Ausweis bei sich trug, wusste man nicht genau, ob dieser der Dr. Rudolph Fentz sein konnte. Deshalb wurde das Dezernat für Vermisste der New Yorker Polizei eingeschaltet, um diesen seltsamen Fall zu lösen. Ein gewisser Captain Hubert V.Rhiem bekam den Auftrag, sich damit zu befassen. Zunächst wurden die Fingerabdrücke kontrolliert, jedoch waren diese in keinem polizeilichen Erkennungsdiensten verzeichnet. Weil die Person ohne Zweifel deutsche Vorfahren hatte oder ein Einwanderer aus einem deutschsprachigen Gebiet war, suche man nach zwei ähnlichen Namen: Rudolf Fenz und Rudolph Fentz. Auch gab es keine vermisste Person mit dem Namen. In den aktuellen Telefonbüchern fand man auch keinen Eintrag.

Danach konzentrierte sich Captain Rhim auf den deutschen Brief und ließ diesen ins Englische übersetzen. Hier schien es eine Spur zu geben, den die in den Briefen angegebene Adresse kannte er, sogar das Geschäft, welches sich dort befinden muss. Doch im Geschäft konnte niemand was mit den Namen Rudolf Fenz oder Rudolph Fentz anfangen. Der Fall wurde rätselhafter, doch Captain Rhim wollte pflichtgetreu herausfinden, wer dieser mysteriöse Mann war. Nun kam ihm der Gedanke, das diese Person doch mal einen Eintrag im Telefonbuch hatte, aber dann umzog und sich nicht neu eintragen ließ. Das war durchaus üblich. Mit Akribie durchsuchte er Telefonbücher von vor 1950 und fand in einem Telefonbuch von 1939 den Eintrag Rudolph Fentz Junior. Dies konnte kein Zufall sein ging es Captain Rhim durch den Kopf. Eine erste ernstzunehmende Spur. So ging er zur eingetragenen Adresse und weil keine Hinweis auf Person fand, fragte er die Mieter, ob sie einen Rudolph Fentz junior kannten und beschreiben konnten. Die Mieter beschrieben ihn als eine 60 Jahre alten Mann, der früher in einer Bank arbeitete, nicht weit von hier entfernt war. Doch als er 1940 pensioniert wurde zog er von hier weg.

Also ging Captain Rhim zur Bank um mehr herauszufinden. Dort wurde ihm mitgeteilt, das ihr ehemaliger Mitarbeiter Fentz bereits 1945 verstorben sei, aber sein Frau noch als Witwe in Florida lebte. Das Gespräch mit der Witwe verblüffte ihn, denn sie erklärte, das der Vater ihres Ehemannes mit nur 30 Jahren im Jahr 1876 plötzlich spurlos verschwand. Er soll damals nur zu seiner Frau gesagt haben, das er an einem sehr wichtigen Ereignis teilnehmen muss und noch nie so aufgeregt war. Er versprach nur kurze Zeit außer Haus zu sein, doch er kehrte nie mehr zurück. Danach untersuchte Captain Rhim im Dezernat ob es alte Vermissten-Akten aus dem Jahr 1876 gibt und wurde fündig. Und tatsächlich stimmten alle Angaben der Witwe. In den Akten gab es den Eintrag, das Rudolph Fentz vermisst wurde und der Fall nie geklärt wurde. Sämtliche dort enthaltene Personenbeschreibung, das Aussehen, das passende Alter und sogar die Kleidung, die er zuletzt getragen haben soll, passte haargenau zu der Person im Leichenhaus. Der Fall schien also gelöst und so fertigte er seinen Bericht an. An dieser Stelle kann man nur vermuten, ob Captain Rhim Kenntnisse von Zeitversetzungen hatte oder welche Rückschlüsse daraus zog.

Die weiteren Geschehnisse machen aber alles noch mysteriöser. Die Behörden beschlagnahmten seinen Bericht und ließen ihn als geistig unzurechnungsfähig und umgehend in eine Psychiatrische Klinik in Illinois einweisen. Dort blieb er bis zu seinem Tod im Jahre 1976. Sein Bericht mit all seinen Ermittlungen und Aufzeichnungen waren zunächst als Top Secret und danach, nachdem man sie zensiert hatte, als unaufgeklärt, eingestuft worden. Ist das nicht alles nicht seltsam, und im Ablauf ähnlich mit dem Vorkommnissen des Philadelphia-Experiments erinnert, das zuerst als Top Secret und schließlich als großer Schwindel bezeichnet wurde, nachdem Unterlagen und Zeugen verschwanden .

Nur ein Hoax, Fantasie oder doch eine rätselhafte doch stattgefundene Zeitversetzung, die dann für einen SF-Roman ausgeschmückt verwendet wurde? Es wird wahrscheinlich nie ganz herausgefunden werden und in einigen Hundert Jahren, wie die vorherigen Mönchssagen, als Märchen und Sage übrig verbleiben.

Bildnachweis:
  • Dr. Rudolph Fentz - Totenanzeige: Achiv: Wilfried Stevens
  • Rudolf Fenz - Totenanzeige: Archiv: Wilfried Stevens
  • Foto Unfallort-nur eine Fälschung?: Archiv: Wilfried Stevens

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Der Inhalt des vorstehenden Artikels gibt nicht die Meinung der Redaktion von Onlinezeitung24 wieder. Für den Inhalt ist allein der Autor des Beitrages verantwortlich!
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Schlüsselwörter: Dr. Rudolph Fentz | Zeitmaschine | Zeit-Portal | Zeitreisende | Zeitverschiebung
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