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Afghanistan: Friedensabkommen!?

Historische Vereinbarung zwischen USA und Taliban

USA und Taliban besiegeln Abkommen
USA und Taliban besiegeln Abkommen
Es wurde lange vom amerikanischen US-Präsidenten Trump angekündigt und seltsamerweise von einigen deutschen Regierungspolitikern und Medien angezweifelt bzw. als unrealistisch abgewunken. Ob das mit der Berliner Abneigung gegenüber Präsident Trump zu tun hat oder der außerpolitischen Unkenntnis der tatsächlichen Lage in Afghanistan, bleibt zumindest eine Theorie. Und obwohl das alles politisch abzusehen war, hatte trotzdem das Bundeskabinett vor Kurzem mit 480 Stimmen für eine Verlängerung des Bundeswehreinsatzes in Afghanistan um 1 Jahr gestimmt. Aber es gab auch weitsichtigere 112 Gegenstimmen und 10 Enthaltungen, besonders von AFD, LINKE und kleine Teile der SPD.

USA und Taliban haben historische Vereinbarung unterzeichnet

Doch abseits von der deutschen Außenpolitik zur Realpolitik. Am 29.02.2020 haben die USA und die Taliban ein Abkommen, nach mehr als als eineinhalb Jahre Verhandlungen, über zukünftige Wege zu einem Frieden geschlossen; immerhin mehr als 18 Jahre nach dem US-Einmarsch. Bei der Zeremonie in Doha, die Hauptstadt von Katar, haben der US-Sondergesandte für Aussöhnung in Afghanistan, Zalmay Khalilzad, und der Leiter des politischen Büros der Taliban in Doha, Mullah Abdul Ghani Baradar vor rund 300 geladenen Gästen das Abkommen unterzeichnet.

Im Abkommen wurde vereinbart, das die US-Truppen und fremde Truppen sich aus Afghanistan zurückziehen und im Gegenzug die Taliban dafür Garantien geben, dass nun das Land kein sicherer Hafen mehr für Terroristen sein soll und das die Taliban nun Friedensgespräche mit der Regierung in Kabul aufnehmen soll. Um einen innerafghanischen Friedensschluss zu erreichen stehen noch weitere harten Verhandlungen bevor.

Wie von der US-Regierung und Militärführung bestätigt, sollen die US-Truppen zunächst um ein gutes Drittel reduziert werden. Innerhalb von nur etwa 3 Monaten werden rund 5.000 US-Soldaten inklusive Material abgezogen. Die gute Nachricht für die Bundeswehr wird sein, das die führende USA den NATO-Mitliedern schon mitteilte, das auch die Zahl der Nato-Truppen proportional verringert werden sollen. Das Endziel des Abkommens ist es, das die USA und ihre Verbündeten alle ihre verbleibenden Streitkräfte innerhalb von 14 Monaten, also bis Mitte 2021, abziehen. Ein außenpolitischer Trumpf des US-Präsidenten.

Hierbei geht es um einen dauerhaften Frieden im Land und wie zukünftig die Verteilung der politischen Macht mit den Talibans in Afghanistan geteilt werden kann. Experten gehen davon aus, das die Verhandlungen bis zu einem Jahr dauern können. Dieser Zeitraum würde dann mit dem kompletten Truppenabzugsplan 2021 passen. Die meisten Menschen in Afghanistan haben noch große Zweifel und große Ängste, das ihr Land ohne ausländische Truppen einen erneuten Rückfall in eine totalitäre Alleinherrschaft der Taliban fällt, besonders zu Lasten einer ganzen Generation junger Frauen und Männer.

Bildnachweis:
  • USA und Taliban besiegeln Abkommen: Copyright: Aljazeera

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Schlüsselwörter: Afghanistan | Taliban | USA | Bundeswehr | Friedensabkommen
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