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Politik: Deutschland

Atommüll – neues Zwischenlager

Auf dem Kernkraft-Gelände Würgassen wird ein Stahlbetonhalle errichtet

Ausbau des geplanten Endlagers Konrad
Ausbau des geplanten Endlagers Konrad
Die Bundesgesellschaft für Zwischenlagerung (BGZ) hat in Koordination mit dem Bundeswirtschaftsministerium am 6. März mitgeteilt, das auf dem Gelände des Kernkraft-Gelände Würgassen südlich von Höxter ein zentrales Zwischenlager errichtet werden soll. Dies betrifft nach dem aktuellen Beschluss schwach- und mittel¬radioaktive Abfälle. Die Fachleute haben angegeben, das rund 90 Prozent der inländischen radioaktiven Abfälle aus den alten Atomkraftwerken, Forschungslaboren und aus dem medizinischen Bereich als schwach- und mittelradioaktiv eingestuft werden. Dagegen gelten z.B. Brennstäbe als hochradioaktiver Atommüll.

Zu diesem Zweck soll eine große oberirdische Stahlbetonhalle errichtet werden. In der 325 Meter langen Stahlbetonhalle sollen bis zu 15.000 Container passen. In diesem geplanten Zwischenlager, übrigens nicht das einzige in Deutschland, sollen dann die Atomabfälle zunächst sortiert und versandbereit vorbereitet werden. Wenn dann ab 2027 das geplante Endlager Konrad in der Nähe von Salzgitter fertig gestellt wurde, werden die radioaktiven Abfälle von Würgassen überführt. Der Schacht Konrad ist ein ehemaliges Bergwerk wo Eisenerz abgebaut wurde. Erst nach einem 20 Jahre dauernden Verfahren wurde die Genehmigung als Endlager erteilt. So dürfen hier maximal 303.000 m³ radioaktive Abfälle eingelagert werden. Seit vielen Jahren wird über ein deutsches großes Zentral-Endlager kontrovers diskutiert. Die Kosten für das noch auszubauende Endlager sind enorm und werden auf bis zu 42 Milliarden Euro geschätzt!

Deshalb ist es kein Wunder, das nach der Bekanntmachung eine Online-Petition auf dem Weg gebracht wurde, die aktuell 5.890 Personen zustimmten. Gebraucht werden aber insgesamt 50.000 Unterschriften. Die Menschen vor Ort befürchten, das durch den radioaktiven Abfall mehr Menschen in der Region an Krebs erkranken. Es bleibt folglich abzuwarten, ob der Schacht Konrad am Ende, trotz eingeleiteter Baumaßnahmen, am Ende en Endlager wird oder nicht. Im Zweifelsfalle vermutlich ja, dafür sind die Baumaßnahmen schon zu weit fortgeschritten.

Bildnachweis:
  • Ausbau des geplanten Endlagers Konrad: Copyright: Bundesgesellschaft für Endlagerung

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Schlüsselwörter: Atommüll | Würgassen | Bundesamt für Endlagerung | radioaktiver Abfall
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