Wirtschaft & Finanzen: Asien

Vietnam: Freihandelsabkommen mit EU

EU billigt Freihandels- und Investitionsschutz-Abkommen
14.02.2020 11:12:48 eingesandt von Wilfried Stevens für OnlineZeitung 24.de

Freihandelsabkommen Vietnam-EU
Freihandelsabkommen Vietnam-EU
Am Mittwoch, den 12.Februar 2020 hatte das Europäische Parlament nach langen Verhandlungen das Freihandels- und Investitionsschutz-Abkommen zwischen der Europäischen Union und dem wirtschaftlich aufstrebenden Vietnam mit fast 100 Millionen Menschen befürwortet. Insgesamt haben 401 Abgeordnete dafür und 192 Abgeordnete dagegen gestimmt. Als letzten Schritt muss das Abkommen nur noch von Vietnams Nationalversammlung genehmigt werden, was als sicher gilt. Etwa ab Juli/August 2020 soll dann das beiderseitige Abkommen in Kraft treten. Unter allen ASEAN-Staaten ist Vietnam bereits der zweitgrößte Handelspartner der Europäischen Union nur hinter Singapur.

Im Vertrag wurde beschlossen, das dann, nach einer Übergangsphase, bis zu 99% aller Zölle auf beiden Seiten wegfallen, wie auch weitere bisherige bürokratische Hürden und Handelshemmnisse. Dadurch können sich z.B. zukünftig Firmen in der EU an öffentlichen Ausschreibungen der vietnamesischen Regierung beteiligen. Die wichtigsten Exportgüter von Vietnam an die EU sind z.B. elektronische Teile, Textilien und Lebensmittel. Die wichtigsten Exportgüter der EU an Vietnam sind z.B. chemische Produkte, Maschinen, landwirtschaftliche Produkte und Autos.

Die vietnamesische exportorientierende Wirtschaft ist auch bestrebt, weitere Freihandelsabkommen zu schließen, und hat dabei schon, mit 11 bestehenden Abkommen und 5 ausstehenden Abkommen, die zweite Stelle innerhalb der ASEAN eingenommen. Das Wirtschaftswachstum lag zuletzt bei etwa 7 Prozent.

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