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Himalaya: Rätsel des Roopkund Lake

Ein unscheinbarer See im Nirgendwo voller Skelette

Der unscheinbare Roopkund Lake
Der unscheinbare Roopkund Lake
Seit mindestens 1.200 Jahren ist ein kleiner nur 40 Meter flacher Gebirgssee im Himalaya der Ursprung schauderhafter Volkserzählungen von unsichtbaren Bergwesen. Es handelt sich dabei um den Roopkund Lake, denn man auch als den Skelett-See oder den Mysteriösen See bezeichnet. Dieser See liegt auf 5.029 Meter Höhe im Distrikt Chamoli, der zum indischen Bundesstaat Uttarakhand gehört. Es dürfte wohl einer der einsamsten Orte im Himalaya sein und wäre es auch sicher für immer geblieben, wenn nicht 1942 ein Forstaufseher in den Sommermonaten eine unheimliche Entdeckung machte. Er fand im und am See eine große Anzahl an menschlichen Skeletten. Dabei war der Fund auch eher dem Zufall zu verdanken, denn normalerweise ist der See fast das ganze Jahr zugefroren und von Schnee bedeckt. Nur in der kurzen Schneeschmelze im Sommer kann der Roopkund Lake in seiner ganzen Größe gesehen werden. Doch woher kamen die vielen Skelette ?

In den ersten Jahrzehnten blieb es ein großes Rätsel und die Fachleute und Wissenschaftlern konnten anfangs nur spekulieren, wieso anscheinend viele Menschen einen mysteriösen Tod fanden. Waren es einst Pilger, Mitglieder einer Karawane oder Soldaten, die von einem Schneesturm überrascht wurden oder an einer Epidemie starben ? Oder gab es sogar etwas giftiges im See, das zum Tode führte ?

Knochenfunde am See
Knochenfunde am See
Eine fundierte wissenschaftliche Untersuchung wurde 2003 von der amerikanischen National Geographic Socity durchgeführt. Im und am See wurden geschätzte 500-600 Skelette von Männern, Frauen und Kindern entdeckt, und mit Hilfe der Radiokohlenstoffmethode konnte das Alter der meisten Skelette bestimmt werden. Danach gab es 2019 zusätzliche DNA-Analysen an etwa 70 Skeletten, um das Rätsel des Sees zu lösen. Aufgrund von Verletzungsspuren an einigen Skeletten scheinen diese von Steinen oder übergroßen Hagelkörner erschlagen worden sein. Etwa die Hälfte der Verstorbenen stammen aus dem 7. bis 10. Jahrhundert und aus verschiedenen Regionen Indiens. Die Ergebnisse, das 14 Skelette aus dem Mittelmeerraum stammten und erst im 17. bis 20. Jahrhundert verstorben sind erstaunten die Fachleute. Weitere Einzelfunde müssten aus China und Südostasien stammen. Doch wie die meisten starben, bleibt noch ein Rätsel. So bleiben nur Spekulationen, ob die meisten erfroren sind, getötet wurden oder an einer Krankheit starben.

Der Roopkund Lake hat also sein Geheimnis noch nicht vollständig preisgegeben. Die alten Volkssagen über unsichtbaren Bergwesen konnten nicht mehr geklärt werden bzw. halten die meisten es für ein Märchen. Viele Fragen beiben noch offen.

Bildnachweis:
  • Der unscheinbare Roopkund Lake: Copyright: India Today
  • Knochenfunde am See: Copyright: India Today

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Schlüsselwörter: Roopkund Lake | Himalaya | Todessee | Skelett-See | Pilgerweg
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