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Politik: Recht & Co.

Wenn der eigene Anwalt zum Feind wird...

Die deutsche Zivilprozeßordnung enthält einen schützenden Joker für Rechtsanwälte. § 85 (2) ZPO: "Das Verschulden des Bevollmächtigten steht dem Verschulden der Partei gleich". Nirgendwo im deutschen gesellschaftlichen Leben oder in wirtschaftlichen Arbeitsbereichen gibt es eine vergleichbare Rechtsvorschrift über Verschuldenszuweisungen.

Die Justiz schützt mit diesem Rechtssatz grundsätzlich und nahezu allumfänglich alle Rechtsanwälte. Kein billig denkender Normalbürger kann so etwas verstehen. "Wir haben in Deutschland ein unabhängiges, gut funktionierendes Justizsystem, auf das wir stolz sein können und um das uns zu Recht viele Staaten beneiden" (Brigitte Zypries, abgeordnetenwatch, 26.5.2008). Klar, unsere verehrte Justizministerin hat selbstverständlich Recht. Sie meint aber offensichtlich unser Justizsystem alleinig aus dem Blickwinkel der Justiz betrachtet, nicht hingegen aus der Sicht des Volkes.

Der verwunderte Normalbürger bekommt aber noch eine weitere, besänftigende Erläuterung: "...es müssen nicht alle Vorschriften von allen Bürger verstanden werden können ... die kundigen Rechtsanwender wissen aber, damit umzugehen...". Klar, stimmt auch. Die Rechtsanwender, also Anwälte und Richter, nicht etwa der Bürger, wissen ziemlich genau, wie mit der Zauberformel des § 85 (2) ZPO zum eigenen Vorteil und zum Schaden der Bürger umzugehen ist. Abertausende Urteile "Im Namen des Volkes" belegen das.

Damit nun Rechtsanwälte und Richter auch tatsächlich § 85 (2) ZPO richtig anwenden, konkretisiert die rechtswissenschaftliche Lehre: "Es gibt für die Verschuldens-Zurechnung keine Ausnahmen, selbst wenn die Partei weder Einfluß auf die Auswahl des bevollmächtigten Vertreters noch die Möglichkeit irgendeiner Überwachung oder Kontrolle gehabt hat" (Lüke,G., und P.Wax: 2000 S.604 Rn 30; Zöller,R.: 2002 S.307 Rn 13). Das läßt doch wohl jeden Bürger frösteln.

Sollte eventuell ein kritischer Bürger die gesetzliche Verschuldensfreistellung für Anwälte gedankenspielerisch auf alle anderen Lebensbereiche übertragen, führe das zu einer irrig-chaotischen Verwirrung. Gedankenbeispiel Medizin. Egal wer und was ein Operateur an Ihnen herumschnippelt, Sie als Patient sind letztlich und immer an einem erlittenen Schaden selbst schuld. Gedankenbeispiel Handwerk. Egal was gewurstelt wird, Sie als Auftraggeber tragen ohnehin und von vornherein alle Schadensschuld.

Die Darstellung von J.Wächter in Onlinezeitung24 vom 15.4.2008 "Der Mandant, ein Spielball zwischen Gerichten und Rechtsanwalt" ist ein typisches Beispiel dafür, wie der eigene Anwalt durch Entlastung seines Verschuldens zum Feind des Mandanten wird. Es ist eine Gruselgeschichte alltäglicher deutscher Rechtspraxis abgehandelt.

Ein eigenes Erlebnis nimmt sich vergleichsweise harmloser aus. Ich hatte eine auserlesene Anwältin um Vertretung in einer Rechtsverteidigung angesprochen. Sie versprach mundvoll, die Sache zu einem guten Ende zu führen. Nach Zahlung zweier Vorschüsse war das gute Ende erreicht: allerdings nur für die Anwältin, nicht aber für mich. Nichts geschah mehr, überhaupt nichts. "Mir fehlt noch die zündende Idee...", war die Dauerentschuldigung. Bei der Vorschußentgegennahme gab es keine Zündungsstörungen, sondern nur bei Auftragserledigung. Meine beabsichtigte Rechtsverteidigung war vermasselt.

Alle vom Bürger beauftragten Rechtsanwälte, die ihre versprochenen Leistungen schuldhaft und dabei den Mandanten schädigend nicht erfüllen und sich sodann hinter § 85 (2) ZPO verstecken, werden zum Hauptfeind jedes Rechtsuchenden. Der Fall J.Wächter und Eigenerfahrungen belegen das. Wir, die äußerlich deklarierten freiheitlich-rechtsstaatlichen Bürger, sind hierbei entmündigt und rechtlos gestellt. Solche Geschehnisse sind mittlerweile keine Einzelfälle mehr. Sie sind hingegen längst zu einer modernen Massenerscheinung in der deutschen Justiz geworden.

"Die Verschuldenszurechnung des § 85(2) ZPO verstößt nicht gegen das Grundgesetz; sie ist verfassungskonform" (BVerfG NJW: 1983, 2425-2430; 1984, 2567-2568; 1990, 1104-1105; 2001, 814). Na bitte schön, ergebener Bundesbürger, sei stolz auf Dein Verfassungsrecht. "§ 31 (1) BVerfGG verleiht den verfassungsgerichtlichen Entscheidungen eine alle Gerichte und Behörden bindende Feststellungswirkung" (Lechner,H., und R.Zuck: 1996 S.191 Rn 28). Das Verschuldensprinzip hat somit den Status von Unantastbarkeit und ewiglicher Unumstößlichkeit verliehen bekommen.

Da sich Deutschland allzu gern als Rechtsstaat rühmt, werden Gesetze wie z.B. § 85 (2) ZPO von Anwälten und Richter artig eingehalten. Dieses Gesetze-Einhalten bezieht sich allerdings nur auf diejenigen Rechtssätze, die allein für die Justiz vorteilhaft sind. In allen anderen Fällen dürfen Gesetze nach Herzenlust und Laune zum Schaden der Bürger gebeugt werden.

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Schlüsselwörter: Justiz | Anwaltsverschulden | Schuldzuweisungen | § 85 (2) ZPO
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Kommentare

am 18.08.2008 22:46:37 (85.178.10.xxx) Link Kommentar melden
Hallo Gerban
Hab den Bericht mit Interesse gelesen, leider ist er sehr allgemein gehalten, somit kann man wenig dazu sagen. Interessant wäre zu wissen, was Sie selbst mit der dekorierten Anwältin erlebt haben. Sollte Ihre Anwältin zum Nachteil des Mandanten Rechtsmittel unterlassen oder falsche Rechtsmittel einlegen, die sich der Kenntnis des Nichtjuristen (in diesem Fall der Klient) entziehen, ist der Rechtsanwalt schadenersatzpflichtig. Wir haben zwar nun neu gefasst das RDG, es bleibt aber immer noch Dienstleistung, auch wenn gesonderte Zulassungsvorschriften gelten. Für Minder- und Schlechtleistung kann der Klient Schadenersatz fordern. Viel interessanter wäre es, die Meinung zu vertreten, ich verteidige mich selbst, verhandle selbst vor Gericht, da ich den Anwälten nicht vertraue. Das beim Landgericht offiziell durchzusetzen wäre eine Errungenschaft. Ich selbst hatte diesen Fall, lehnte einen Anwalt ab, da ich mich selbst verteidigen wollte. Da beim Landgericht Anwaltszwang herrschte, wurde mir ein Anwalt "beigeordnet". Auch diesen Anwalt lehnte ich ab, da dieser nicht einmal in der Lage gewesen wäre, mich zu verteidigen. Ich hatte bewiesen, dass der beigeordnete Anwalt nicht über die erforderlichen Kenntnisse verfügte, es ging um ein Strafverfahren, Delikt Steuerhinterziehung. Da beim LG Anwaltszwang herrscht, bot mir das Gericht die salomonische Lösung an, ich könne mich selbst verteidigen, selbst auch mit dem Staatsanwalt verhandeln (vor der Tür in einer Gerichtspause), der Anwalt wäre nur der zur Formalität anwesend. So hatte ich erreicht was ich wollte, nur der Allgemeinheit nützt dies nichts. Man müsste mal einen Präzedenzfall liefern, wo ein schlechter Anwalt verklagt wird, die Vertretung eines Anwaltes eben mit diesem Argument verweigern.
Nur die Anwälte zu füttern bringt nichts, man muss auch den Anwalt unter Druck setzen, wenn er nicht tut. Tun Sie das aber schriftlich, sonst gibts Beweisnot, vor Gericht wird niemand von sich bestätigen, dass er fehlerhaft gearbeitet hat, oder einfach geschlampt und geschludert hat.
Das Schöne dabei ist, Anwälte müssen eine Haftpflichtversicherung haben, das ist Vorschrift, hilft auch dem Klienten, später ans Geld zu kommen.
Vielleicht wirds interessant, bräuchte dazu aber genauere Infos.
Vielleicht hör ich was von Ihnen, Ihr Problemmanager
Gudrun Hoffmann
am 19.08.2008 11:06:01 (84.176.198.xxx) Link Kommentar melden
Hallo Problemmanager, würde mich gern mit Ihnen über das o.g. austauschen. Wir, die Rechtsuchenden, üssen uns selber helfen.
Es ist wichtig, FUNKTIONIERENDE Wege zu organiesieren, um Anwälte zur verantwortungsvollen Arbeit für ihre Klienten zu "motievieren". Entwürfe für Ideen sind da. Die offiziellen juristischen Möglichkeiten werden häufig von kollegialen Juristen sabotiert.
Es gibt was zu tun, packen wir es an!
am 19.08.2008 16:12:25 (85.178.51.xxx) Link Kommentar melden
Hallo Gudrun Hoffmann
Ich weiß ja nicht, inwieweit Sie sich öffentlich ausbreiten wollen? Ich schlage vor, Ihr Anliegen entweder hier im Artikel (Forum), oder als "private Nachricht" an mich zu senden. Ich sehe mir das dann an. Über PROBLEMMANAGER, private Nachrichten, kommen Sie an mich heran, ohne dass es alle Welt sieht. Ich hab auch nichts dagegen, hier öffentlich zu debattieren, nur müssen Sie mir das dann auch erlauben.
In diesem Sinne
Ihr (hoffentlicher) Problemmanager
am 19.08.2008 16:13:56 (85.178.51.xxx) Link Kommentar melden
Eine Krähe hackt der anderen Krähe keine Augen aus!
am 19.08.2008 20:34:19 (87.183.190.xxx) Link Kommentar melden
Hallo Problemmanager,

einem Rechtsuchenden stellt sich zunächst immer die Frage, sollte er seine Rechtssache ohne oder mit Anwalt durchziehen.
Ohne Anwalt. Selbst bei rechtlich und tatsächlich "sauberem" Vortrag als Klageantrag oder als Verteidigungsschrift droht immer das Risiko (= hohe Wahrscheinlichkeit), vom Richter willkürlich bis lustvoll als unfähig oder querulatorisch hingestellt/abgekanzelt zu werden. Der Willkürpraxis des Richters sind keine Grenzen gesetzt; u.a. wird der Parteivortrag gar nicht zur Kenntnis genommen. Die Rechtssache geht locker verloren; so habe ich es erlebt.
Mit Anwalt. Die vorprozessualen Schriftsätze werden vom Gericht überhaupt erst einmal zur Kenntnis genommen. Schreibt allerdings der eigene Anwalt schlichtweg Schnullifax, ist die Rechtssache auch verloren.
Besteht der eigene Anwalt auf seinen lausig schlampigen, vorprozessualen Schriftsatz, den die Partei als mangelhaft oder eindeutig als falsch erkennt oder für blöd hält, wird die
Partei widersprechen. Will der Anwalt seinen Schriftsatz jedoch nicht korrigieren bzw. sachlich nachbessern, ist das Verhältnis des Mandanten zum Anwalt beendet. Geht ein solcher Mangelvortrag des Anwaltes dennoch an das Gericht, ist die Rechtssache idR auch verloren.
Schadensersatzpflichtig wird ein Anwalt nur, wenn ein rechtswirksamer Mandatsvertrag geschlossen worden war. Das ist mittlerweile zur Ausnahme für Anwälte geworden.
Kein geschlossener Vertrag bedeutet in praxi keine Ersatzpflicht. Geschlossener Vertrag bedeutet eventuell Haftungsansprüche des Mandanten und Ersatzpflicht des Anwaltes. Das heißt aber auch, weitergehend nötige, kostenpflichtige Prozeßhandlungen mit hochwahrscheinlichem
(eher grundsätzlichem) Unterliegen des fordernden Mandanten.
Im genannten Eigenbeispiel: eigene Anwältin war ausgewiesene Repräsentantin des ISUV. Ihr vorläufig konzipierter, letztlich unbrauchbarer Schriftsatz wurde nicht bei Gericht eingereicht. Kein Mandatsvertrag. Alles ziemlich übel.
am 19.08.2008 21:31:58 (85.178.51.xxx) Link Kommentar melden
Hallo Bernd Kleinteich
Es gibt mehrere Arten, eine Mandantschaft einzugehen:
Rechtsberatung, außergerichtliches Verfahren, gerichtliches Verfahren, um einige zu nennen. Natürlich gibts auch noch andere wie Vormundschaft, Vertretung, etc, die können wir hier aussen vor lassen.
Um einen Anwalt zu beauftragen braucht man keinen extra Vertrag. Mit der Annahme der Mandantschaft haftet ein Anwalt auch für seine Fehler, wenn Ihnen dadurch Schaden entsteht, egal ob Rechtsberatung, oder Vertretung aussergerichtlich, gerichtlich.
Anders kann es sich bei einem Verein abspielen.
Beispielsweise: Ist es ein Verein, der anderen hilft und nur Hilfe in der Weise leistet, indem er Konzepte und Informationen zum weiteren eigenen Gebrauch liefern, haftet er nicht, da Sie keinen Auftrag nach RDG erteilt haben. Hier beschränkt sich die Arbeit des Vereins lediglich auf Information und Unterstützung, auch wenn dort Anwälte beschäftigt sind. Ich vermute, das ist Ihnen passiert. Ich verstehe aber nicht Ihren Satz: "... wurde nicht eingereicht".
Haben Sie die Anwältin / Repräsentantin oder den Verein beauftragt, schriftsätzlich in einem Gerichtsverfahren vorzutragen? Dann sieht die Sache anders aus. Dann können Sie Schadenersatz geltend machen.
Wenn ich den Sachverhalt besser kennen würde, könnte ich mehr dazu sagen. Denke, so waren das auch einige Hinweise.
Ihr Problemmanager
am 27.08.2008 22:33:07 (217.83.79.xxx) Link Kommentar melden
Hallo Gerbran,
im Falle der Arbeitsgerichte verdient sogar der Anwalt des Vertauens viel Geld, wenn er einen hintergeht. Vor der ersten Instanz kommt immer die Güteverhandlung, wird dort eine Einigung erzielt, meist quatscht einen dann der Anwalt zu und voll, dann kann der Anwalt nicht nur den Termin, sind einheitlich fast immer 800 Euro berechnen, sondern auch für den ersten Termin, der ja nach gütlicher Einigung ausfällt, nochmals 800 Euro berechnen. Was will man mehr, abzocken was das Zeug hält, als mir das erklärt wurde, bin ich aus dem Modell Deutschland ausgestiegen.
Pervers so ein System.
Der DGB betreibt das Geschäft bei den Arbeitsgerichten mit eigenen Rechtsgesellschaften, also selbstständigen GmbH`s und kann Räume dafür bei den Gerichten dafür bekommen. Da wird mit dem Elend der menschen auf übeslte Weise Kohle gescheffelt, und das gerade auch mit Unterstützung der Gewerkschaft. Mein lieber Mann, was da Gerechtigkeit sein soll?
Gehlebosba
am 30.03.2014 15:40:57 (178.203.107.xxx) Link Kommentar melden
So ist es.Ein Anwalt von mir hat erst mal 4 unterschriebene Beratungsscheine von mir verlangt. Bis heute nichts getan. Das ist jetzt ca. 31/2 Monate her. Außer 1 Schreiben ich möchte doch bitte noch 4 Beratungsscheine bei meinem Amtsgericht beantragen. Habe ich nicht getan. Und mir Gedanken wie Götz von Berlichingen gemacht. Die gerichtlichen Angelegenheiten auf dem Sozialg. mache ich jetzt ohne Anwalt.Cool
Johanna Darka
am 19.09.2015 09:32:31 (87.174.240.xxx) Link Kommentar melden
Meine schlimmen Erfahrungen mit Rechtsanwälten, die sich alle an einem schwerwiegenden Fall eines medizinischen Behandlungsfehlers durch meine Rechtsschutzversicherung bereichert haben, schildere ich zum Teil in meinem Buch, das Ergebnis: Ich bin verarmt, die Rechtsanwält haben sich zum Teil von dem Geld Häuser finanziert, mein Fall ist vollkommen verfahren und meine Rechtsschutzversicherung hat mir gekündigt.
Deutsche Rechtspraxis. Die Rechtsanwälte haben dabei gar nichts zu befürchten, weil der Klient systematisch belogen, betrogen und klein gemacht wird.
Nachzulesen auf meiner Webseite unter www.johannadarka.com/vorwort
Glasklar
am 11.10.2016 22:09:56 (89.204.135.xxx) Link Kommentar melden
Guten Abend ,

@ Johanna Darka, eine unterstuetzenswerte Petition haben Sie auf den Weg gebracht. Vielen Dank! Ich habe gezeichnet und für mehr Vertreitung gespendet.

Mit Rechtsanwälten musste ich leider ebenso viele negative Erfahrungen sammeln.
Es scheint ebenso gleichgueltig zu sein, welche Bonitaet vorhanden ist. Inzwischen kann ich ausschliesslich nur per PKH versuchen eine Rechtsprechung zu erlangen.

Die Hilflosigkeit bereits an nichts erkennen zu können, wen man beauftragt und die Unmöglichkeit waehrend eines Verfahrens den RA wechseln können , stellt den Ratsuchenden in eine Abhängigkeit die Willkuer, Schikane durch den Anwalt Tuer und Tor oeffnet.

Ich bin selbst ein juristischer Laie , meine Kenntnisse sind eher bescheiden und muss halt stets darauf vertrauen , dass der RA ausreichend juristische Kenntnisse hat, diese auch anwenden möchte und wie es jedem Berufsstand inne sein sollte - eine Berufsehre besitzt.

Im Moment bin ich gerade wieder belehrt, dass ich so eine RAin nicht gefunden hatte. Bedauerlicher Weise hatte ich die Person ueber das Intrernetportal anwalt.de gefunden und dort werden ausgezeichnete Bewertungen publiziert. Die können nur gefakt sein , denn das habe ich ueberhaupt erfahren.

Bedauerlicher Weise hatte ich der ehemaligen Jurastudentin 2 Mandate beauftragt und alle 2 mit PKH im Zivilrecht.
Den 1. Fall hatte ich bereits bis zum Klageerwiderungsschreiben selbst beschrieben. Wohl gemerkt aus Not. Ich habe schon Hemmungen und bekomme Ängste eine Anwaltskanzlei auszuwaehlen, aufzusuchen etc. Dazu muss ich noch erwaehnen, dass ich Momentan eine angeschlagene Gesundheit habe und bereits seit ueber im Jahr arbeitsunfähig.

Wie schon erwaehnt bin ich eher ein juristisch nicht versiert und habe zur Firstwahrung selbst geholfen.Dieser Rechtsanwaeltin benutzt das Mandat zur Eitelkeitspflege und Tyrannei. Mehrmals wurde ich bedroht, genötigt und das Mandat gekuendigt , dass Sie dann doch wieder bearbeitet hat. Ihr 1. Schreiben wurde vom Gericht abgelehnt. Ich musste mehrere Eidesstattl. Versicherungen formulieren , unterschreiben und mehrmals in ihre Kanzlei zitiert (Kanzlei ist ca 40 km entfernt und ich bin ausschliesslich mit öffentl. Verkehrsmitteln unterwegs) und es gab nie etwas, was nicht per Telefon besprochen werden konnte. Ihr 1. Schreiben musste ich zum Vorlesen erscheinen. Änderungswünsche wurden nicht angenommen , ebenso wurde sich bemüht Dinge die ich selbst in meinem Notschreiben beantragt wurden gar nicht beruecksichtigt. Dabei ging es um Schadenersatz und Schmerzensgeld was ich beansprucht habe. Sie behauptete, das schreibt sie dann im naechsten Schreiben. Jetzt muesse sie erst einmal das abschicken, damit der Richter etwas hat. Zu diesem Zeitpunkt war die Anwältin seit 8 Tagen mit der Angelegenheit betraut. Natuerlich hat die Anwaeltin sich selbst nach 3 Monaten nicht mit dem Fall befasst und wiederum selbst vor Gericht, es waere alles so kurzfristig gewesen und sie hatte nicht gekonnt. Vor Gericht behauptete sie sogar , sie habe davon nichts gewusst Ebenso versuchte sie durch verbreiten von unwahren Behauptungen mich beim Richter zu diskretitieren. Anschliessend besprachen die Anwaelte und der Richter den Fall im Juristen deutsch , erinnern kann ich mich nur noch daran, dass von Jamaika bzw. sie sagte dazu Monacco, worum es dabei ging weiss ich bis heute nicht. Dann wurde mir aufgetragen die Verhandlungen mit dem gegnerischen Anwalt zu führen. Der behauptete , er könne z. Bsp. die Kostenaufhebung nicht entscheiden und sein Chef waere bereits im Feierabend. Rechtsmittel wurden von meiner Anwaeltin nicht beantragt und der Richter schien da ebenso keine Bedenken und erklärte noch, der darf das alleine nicht entscheiden. Ich glaube das bis heute noch nicht, was mir da passiert. Immer musste ich irgendetwas bestaetigen, obwohl ich nicht wusste was es ist. Auf eine Frage hin antworte, dass ich davon keine Kenntnis hatte/dass ich es nicht gewusst habe. Darauhin antwortet der Richter barsch, in seinem Saal sitzen Menschen die nicht eine solche Schulbildung haetten wie ich und die deutsche Sprache nicht gut sprechen , kennen das System . Ebenso hiess es an anderer Stelle: entweder sie nehmen das oder sie kriegen gar nichts. Die Anwältin sass bloss rum ohne irgendetwas tun zu müssen, zu sagen oder zu handeln. Dann hiess es noch, alles ohne Widerrede / Widerspruch. Am Ende hatte sich war die Gegenstandshöhe gestiegen, alle haben sich bedient, meine Situation hatte sich dadurch nochmals verschlechtert und ich muss es noch bezahlen. Selbst die Gewaehrung der PKH auf Ratenzahlung muesste zur Überprüfung dem Verfassungsgericht vorgelegt werden müssen.

Da nun die RAin noch mit einem weiteren Mandat betraut war, habe ich nachgefragt was ihre Vertretung beinhaltet und wie sie diese vor Gericht wahrnimmt. Eine Antwort habe ich nicht bekommen . Ich habe telefonisch nachgefragt und daraufhin wurde mir wiederum das Mandat gekuendigt. Nach 7 Tagen erhielt ich keine schriftliche Bestaetigung , dafür erhielt PostBrief zur Terminsvereinbarung. Das Schreiben vom Gericht wurde mir ebenso nicht zugesandt.

Darauf antworte ich sofort per Fax und Email und bat um Stellungnahme, worauf ich mich denn bei ihr verbindlich verlassen könnte. Ob Sie das Mandat nun fuehrt oder nicht. Sie möge bestatetigen, dass sie bei Kuendigung auf die PKH keinen Anspruch erhebt. Inzwischen hatte ich Nachrichten erhalten , die erklärten, dass die Frau RAin in mehreren Fällen gegen ihre Verschwiegenheitspflicht verstossen hatte. Zuzueglich berichtete mir die Gegenseite bei einem Vor-Ort Termin , den ich mit einem Bauingeneur absolvierte, dass es telefonische Kontakte gab und deren Inhalt ich nicht unterrichtet wurde. In meinem Schreiben habe ich um inhaltlichen Nachweis der Gespräche gebeten. Befristet hatte ich das Schreiben ebenso. Ebenso musste ich mitteilen, dass ich nicht reisefähig bin und telefonisch ihre Fragen beantworten kann.

Ihre Antwort kam 5 Tage nach Ablauf der Befristung mit der Post. Antworten zu meinen Fragen erhielte keine. Sie behauptete dagegen , sie hat mir nicht das Mandat gekuendigt , drehte einfach die Realitaet herum und verlangte von mir eine Aussage , ob ich von ihr weiterhin vertreten werden will. Zu dem bestehenden Fall wurde ich beauftragt noch Beweise zu liefern. Das Schreiben des Kollegens für die Gegenseite wurde erklärt. Es sollte sich von selbst verstehen (eigentlich) , dass ein Rechtsanwalt sich für seinen Mandant einzusetzen hat. Inzwischen wusste ich jedoch, dass bis zum 12.10.16 die Erwiderung eingereicht werden musste. Die Mitteilung vom Gericht in Kopie erhielt ich nicht. Wir befanden uns noch Ende September. Ich antworte sofort , machte zuzueglich Erläuterungen zum Fall ,sandte die geforderten Beweise. Erwaehnen möchte ich , dass durch den Vor-Ort Termin der Firma , die mit 4 Mitarbeitern erschienen meine Angaben überprüft und anerkannt wurden.

Wiederholt habe ich meine Anliegen um Auskunft über Gestaltung der Vertretung vor Gericht und warum sie die Mandantenfragen ignoriert und Antworten verweigert.

Daraufhin erhielt ich ein Einschreibebrief mit Rückschein , der mich durch den Feiertag erst am 04.10.16 erreichte. Wiederum habe ich keine Antworten erhalten, ausser der Randbemerkung , sie möchte nicht
eingehen. Statt dessen befristete sie bis zum 06.10.16 eine Antwort und forderte Unterlagen, ebenso wolle sie informiert werden, ob sie mit der Vertretung beauftragt ist. Terminsvereinbarung zur Besprechung schlaegt sie vor.

Ich retounierte am 05.10.16, sandte alle geforderten Unterlagen und empfahl in der kuerze telefonische Beantwortung ihrer Fragen. Ich teilte mit, dass ich ihr Schreiben an das Gericht vorab lesen möchte und es möglich sein kann, Ergänzungen oder Veränderungen realisiert zu wissen.

Es passierte nichts. Gestern am 11.10.16 nachmittags teilte mir die Rain dieses Mal per Email, sie haette Fristverlängerung beantragt hat aber noch keinen Bescheid. Sie aber bereits das Schreiben vorbereitet. Ich dachte ich falle in Ohnmacht. Man muss wissen, hier geht um Trinkwasser und ich bin froh, dass endlich erledigt zu wissen, um wieder an Trinkwassernetz angeschlossen zu werden. Wiederum habe ich um die Zustellung des Schreibens , was sie an das Gericht geschickt hat gebeten , ebenso zur Einsicht ihr vorbereitetes Schreiben,
welches sie angekuendigt hat. Ebenso habe ich gefragt , ob nicht durch ihren Antrag auf Fristverlängerung sie nicht gleichzeitig erkennen lässt , dass ein soziales Verstaendnis des Falles ihr unmöglich ist. Ebenso der umstaendliche Schriftverkehr den sie zeitweilig fuehrt einem Anwalts-Mandantenaustausch entspricht. Ihre Frage um die Weiterfuehrung des Mandates ist schon speziell zu bewerten, denn mir ist es unmöglich, zu kuendigen. Versprechen kann ich ihr jedoch, dass ich sie mit keinem Mandat betrauen würde. Ob sie die Mandatsbeauftragung gleichsetzen mit totaler Auslieferung an ihr handeln

Daraufhin erhielt ich heute dann die Mandatskuendigung. Aushaendigung des
Antrages zur Fristverlängerung im laufenden Verfahren erhielt. Die Frau hat meine Gesundheit zusaetzlich über Gebuehr strapaziert . Dass diese Person mich nicht mehr schikanieren, nötigen oder drohen kann - darueber bin eigentlich erleichtert.

Aber was kann ich nun machen , damit sich nicht das Recht wieder in Unrecht kehrt im laufenden Verfahren? Gibt es eine Möglichkeit die Beiordnung der RAin zu meiner PKH zu stoppen ?
Kann ich gegen die Arbeitsweise der RAin noch etwas unternehmen, was nicht nur kämpfen gegen Windmuehlen ist?
Wie erkenne ich einen vertrauenswürdigen RA , der nicht nur das Geld einstecken will, der auch seine anwaltlichen Kenntnisse einsetzt und nicht gleichzeitig Kundenaquise bei der Gegenseite betreibt

Ich würde mich freuen , wenn jemand mich an seinen Erfahrungen/Wissen teilhaben laesst.
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