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Technik: Automobil

Durchbruch: Lithium-Schwefel-Batterie

Australische Monash University entwickelt neuen Batterie-Standard

Forscherteam mit Prototyp
Forscherteam mit Prototyp
Seit einigen Jahren werden in Forschungseinrichtungen und Universitäten ein Weg gesucht eine leistungsfähige Lithium-Schwefel-Batterie zu bauen. Fest stand, das eine Lithium-Schwefel-Batterie nicht nur günstiger in der Herstellung und ökologischer als eine Lithium-Ionen-Batterie ist, sondern auch leichter (bis zu 50%) und leistungsfähiger.

Jetzt ist der Australischen Monash University, in Zusammenarbeit mit deutschen Forschern, der Durchbruch gelungen. Die wiederaufladbare Batterie soll, nach bishergen Testergebnissen, sogar eine vierfache Leistung gegenüber bisherigen Lithium-Ionen-Batterie haben. Das an der Studie beteiligte Fraunhofer-Institut für Werkstoff- und Strahltechnik IWS in Dresden hat bestätigt, das sich dieser leistungsfähige neue Batterie-Typ kostengünstiger, leichter und umweltfreundlicher herstellen lässt. Bis zur Marktreife wird noch einige Zeit vergehen, doch versicherten die Forscher der Monash University, das die Lithium-Schwefel-Batterie auch eine höhere Stabilität besitzen werde als bisherige Lithium-Ionen-Batterie und eine weitaus höherer Energiedichte. In der Praxis könnte der Akku eines Handy 3-4 Tage laufen, bevor eine Aufladung notwenig wäre. Ein E-Auto hätte mit einer Lithium-Schwefel-Batterie eine Laufleistung von mindestens 1.000 Kilometer, und das bei einem geringeren Gewicht. Diese neue Technologie passt in der Herstellung von Mobiltelefonen, E-Autos, Laptops, Tablet´s und Solaranlagen der Zukunft.

Umwelt, billiger Schwefel und neue günstige Batteriepreise

Für die Umwelt und den fragwürdigen Arbeitsbedingungen in z.b. Afrika hätte dies weitaus positive Effekte, wenn Schwefel als Kathodenmaterial z.B. Kobalt ersetzen kann. Während Kobald einen derzeitigen Kilopreis von rund 29 Euro hat, ist Schwefel praktisch fast geschenkt. Ein Kilogramm Schwefel kostet weniger als ein Euro! Weiterhin ist Schwefel nicht nur in großen Mengen verfügbar, sondern entsteht sogar bei vielen Industrie-Prozessen als Abfallprodukt. Bei Produktionsreife könnte die Batterie maximal 15-25% dessen kosten, was heute eine Lithium-Ionen-Batterie kostet. Die Kathoden bestehen zu 70 % aus Schwefel, zu 20 % aus Kohlenstoff und zu 10 % aus Lithium. Folglich würden auch E-Autos günstiger. Ein Meilenstein für die E-Mobilität.

Jetzt haben sich schon Produzenten aus China und Europa bei der Monash University ihr Interesse bekundet. Es folgen 2020 weitere Tests in Australien.

Bildnachweis:
  • Forscherteam mit Prototyp: Copyright: Monash University

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Schlüsselwörter: Lithium-Schwefel-Batterie | Elektro-Auto | Lithium | Monash University | Australien
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