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Unser Wald: Borkenkäfer-Invansion!

In deutschen Wäldern drohen wieder riesige Schäden

Wald-Schädling Borkenkäfer
Wald-Schädling Borkenkäfer
Einer der größten Schädlinge der deutschen Wälder und weltweit sogar, ist und bleibt der Borkenkäfer. Durch das kommende warme Wetter wird eine unvorstellbare Vermehrung begünstigt, so das die Förster jetzt schon Alarm für unsere Wälder schlagen. Der Borkenkäfer kann Millionen von Bäumen befallen und riesige Landstriche verwüsten. Ab dem Frühjahr beginnt das große Fressen der Schädlinge. Der Lieblingsbaum ist die Fichte, aber auch andere Bäume können befallen werden.

Die Schädigung beginnt damit, das Borkenkäfer sich im Gewebe der Baumrinde entwickelt. Bekannt ist auch der Begriff Bast für das lebendige Gewebe der Rinde. Dazu legt meistens ein Borkenkäfer-Weibchen einen einfachen Brutgang an, indem sie sich von außen in die Borke, der äußeren Rinde, fressen. Dann warten sie auf die Begattung durch ein Männchen und dann geht erst die Schädigung weiter. Sie beginnen nämlich nach der Begattung einen Gang in der Rinde auszufressen. Seitlich vom Gang frisst sie kleine Nischen herein, manche Arten fressen auch eine ganze Brutkammer für ein Gelege rein, und legt dort ihre Eier ab. Ein einziges Weibchen kann dabei 50-100 Eier ablegen.

Die frisch geschlüpften Larven fressen dann sechs bis acht Wochen einen tieferen Gang von 10-15 Zentimeter Länge in den nährstoffreichen Bast und entziehen so dem Baum die wichtige Lebensenergie. Nach der Verpuppung, die e frisst der frisch geschlüpfte Käfer sich weiter, bis sie die Borke durchbrochen haben.

Das Erschreckende ist dabei, das auf einen einzigen Baum tausende Eier abgelegt wurden und sich tausende Larven durch die Rinde fressen. Haben die Käfer erst mal die Rinde verlassen beginnt alles von vorne. Je nach Temperaturen kann ein Baum sogar 2-3 mal befallen werden, das Todesurteil für jeden Baum. Der Baum hat nur eine geringe Abwehrmöglichkeit, wenn es regnet und er in der Lage ist die Löcher mit Harz zu verschließen. Doch es regnet nicht genug und es sind auch zu viele Löcher je Baum.

Eine Abhilfe um den Wald zu helfen oder zu retten muss schnell geschehen. Dazu müssen befallene Bäume geschlagen werden, bevor neue Käfer herausfliegen können und das Holz schnellsten weggeschafft und am besten verbrannt werden.

Auch müssen wieder Mischwälder angelegt werden und z.B. keine monotonen Fichtenwälder. Dazu stellt das Bundesministerin für Ernährung und Landwirtschaft rund 1 Milliarde Pflanzen zur Verfügung, die aber noch gepflanzt werden müssen. Durch vorherigen Entlassungswellen und Einstellungsstopps beim Forstpersonal fehlt jetzt aber das ausreichende Personal dazu. Paradox. Der Deutsche Forstwirtschaftsrat hatte schon kritisiert, das 2,3 Milliarde Euro notwendig sind, alleine für die Wiederbewaldung. 2018-2019 hatten alleine Borkenkäfer und Dürre rund 70 Millionen Festmeter Holz vernichtet. Ein Festmeter entspricht einen Kubikmeter festes Holz. Eine geschätzte Fläche von 110.000 Hektar Wald und 300 Millionen Bäume wurden vernichtet.

Bildnachweis:
  • Wald-Schädling Borkenkäfer: Copyright: Bartlett Tree Expert Company

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Schlüsselwörter: Wald | Schädling | Borkenkäfer | Waldschäden | Baumrinde
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