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Wirtschaft & Finanzen: Deutschland

Papiermüll - kommt die Bon-Pflicht ?

Statt elektronischen Kassenbon wieder mehr Papierkassenbons ?

Kassenbons für den Müll
Kassenbons für den Müll
Wie war das doch einmal als Zukunftsvision gedacht, das es ein papierloses Digitalzeitalter wird. Aber genau das Gegenteil passiert, der Papierverbrauch steigt weiterhin, trotz Digitalisierung. Nach den letzten weltweiten Studien, hat sich der Papierverbrauch durch die Digitalisierung sogar verfünffacht! Trotz digitaler Kopier- und Speichermöglichkeiten druckt und kopiert man auf Teufel komm raus. Ökologisch gesehen ist dieser immense Verbrauch nicht mehr tragbar und hat jetzt schon weitreichende Folgen.

Jetzt kommt der nächste Papier-Verschwendungsclou des Jahrzehnts. Es geht diesmal um den Kassenbon, der zur Pflicht werden soll. Was bedeutet das ?

Kassensicherungsverordnung ab 2020

Derzeit besteht bei uns keine Belegpflicht für getätigte Einkäufe, man muss also den Kassenbon nicht mitnehmen, was am Ende eh unnötiger Müll bedeutet. Das kann sich jetzt schon ab 2020 ändern. Denn dann trifft die neue Kassensicherungsverordnung in Kraft. Muss also zukünftig der Kassenzettel ab 2020 immer angenommen und sogar aufbewahrt werden ?

Dabei geht es in erster Linie um Steuerhinterziehung, was eine Straftat ist. So gibt es zum Beispiel in Österreich bereits die Belegpflicht. Das bedeutet dann, das der Bon aufgehoben und auf Verlangen der jeweiligen Finanzbehörde auch vorgezeigt werden muss. Das soll in erster Linie verhindern, dass Geschäfte einige Einnahmen der Steuer (Schwarzgeld) verschweigen. Somit wird der Kunde sozusagen zur Mithilfe gegen Steuerhinterziehung verpflichtet.

Was in Österreich schon Alltag ist, wird in Deutschland ab dem 1. Januar 2020 losgehen, weil dann die Beleg-Ausgabepflicht in Kraft tritt. Dies ist ein Bestandteil der neuen Kassensicherungsverordnung. Die Geschäfte werden verpflichtet, ihre Kassensysteme auf ein fälschungssicheres System umzustellen, das jeden Tastendruck aufzeichnet und immer automatisch einen Kassenzettel erstellt und dem Kunden zur Verfügung stellt. So kann jeder Beleg anhand einer Codierung eindeutig zu einem elektronischen Kassensystem, z.B. bei Kassenprüfungen, zugeordnet werden. Experten schütteln den Kopf, denn wenn alle Daten schon im Kassensystem elektronisch gespeichert werden und diese auch elektronisch z.b. auf das Smartphone übertragen werden kann, warum dann noch ein Kassenbon.

Der Handelsverband Deutschland (HDE) errechnete, das alleine die Umstellung der Kassen für den Einzelhandel 300-500 Euro pro Kasse kostet. Auch würde die neue Verordnung zwei Millionen Kilometer zusätzlicher Länge an Kassenbons im Jahr im Einzelhandel produziert. So nutzt man nicht 100% die heutigen digitalen Möglichkeiten, die schon längst in China, Südostasien oder Japan zum Alltag ohne Kassenbon gehören. Die Zukunft ist er digitale und papierlose Kassenbon! Mal abwarten...

Bildnachweis:
  • Kassenbons für den Müll: Copyright: Change.org

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Schlüsselwörter: Bon-Pflicht | Papierverschwendung | Kassenbon | neues Steuergesetz | Digitalisierung
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