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Wissenschaft: Forschung

Antarktis - Land der Vulkane

Die höchsten Vulkandichte mit 138 Vulkanen entdeckt

Antarktis ohne Eis
Antarktis ohne Eis
Die Entdeckung ist eine der größten geologische Sensationen dieses Jahrhunderts!

Es waren britische Forscher, die in der Antarktis die höchste Vulkandichte der Erde entdeckt haben. Früher hatte man schon 91 Vulkane lokalisiert und jetzt mit den neuen Messungen weitere 47 Vulkane entdeckt. Damit gibt es in der Antarktis mindestens 138 Vulkane, das wäre die höchsten Vulkandichte der Welt. Und die britischen Forscher gehen sogar davon aus, das noch mehr Vulkane auf ihre Entdeckung warten. Der neuentdeckte große Vulkangürtel erstreckt sich rund 3.500 Kilometer lang vom östlichen Rossmeer bis zum Transantarktischen Gebirge. Eine gewaltige Vulkanregion. Und die Forscher betonen sehr deutlich, das dies nichts, absolut nichts mit dem Klimawandel zu tun hätte!

Diese Entdeckung ist auch von großer Brisanz. Denn jetzt gilt es zu untersuchen, wie aktiv diese Vulkane sind, wie tief die Magmakammern liegen und wie die Hitze zustande kommt. Würden einige Vulkane unter dem Eis ausbrechen, hätte das Folgen für die Destabilisierung der Eisdecke und einer unerwarteten Eisschmelze mit allen Folgen. Die Geologie der Antarktis liegt tief im Verborgenen und ist praktisch schwer zu erkennen. Daher plant man überall weitere Seismometer aufzustellen, die zuverlässig in er antarktischen Kälte arbeiten können. Die NASA vermutet anhand der Satelliten-Messungen, das eine rund 50 bis 100 Millionen Jahre alte Lava-Quelle die möglichen gewaltige Lavaströme unter dem Eismantel produziert. 70 Prozent des Süßwassers der Erde sind hier gebunden, weshalb ein Abschmelzen ins Meer eine unglaublicher Schaden für die Menschheit wäre!

Neuzeitliche Untersuchungen mit Satelliten zeigen auch eine Antarktis wie sie unter dem Eis aussieht. So bestünde die eisfreie Antarktis aus einer Landmasse aus zwei großen bergigen Hauptinseln und etlichen anderen Inseln, Buchten und Binnenseen. Hypothetisch, so die Wissenschaftler, müsste der Kontinent Antarktis eigentlich innerhalb nur weniger Hundert Jahre von der Eismasse derart tief eingedrückt worden sein, um das erklären zu können. Das ergibt ein ganz neues Bild vom Verständnis der Antarktis-Geologie. Wir müssen davon ausgehen, das nicht vor ca 20-30 Millionen Jahren das Eis schon entstand, sondern vielleicht vor 12.000 - 100.000 Jahren eine rapide und noch unerklärliche Kaltzeit eintrat.

Die Antarktis-Saga

Dazu ist es verblüffend, das die Ureinwohner von Feuerland (eine Inselgruppe an der Südspitze Südamerikas) die Indio (Wassernomaden) eine alte Volkssage erzählten, das einst ein mächtiges kriegerisches Volk im Süden erst im Feuer gefangen war und dann vom Eis unter die Erde gedrückt worden wäre. Gab es doch Besiedlungen auf der Antarktis?

Der aktive Vulkan Mount Erebus

Der 3.794 hohe Vulkan Mount Erebus gehört zu den aktivsten Vulkanen der Erde und wird deshalb u.a. vom Mount Erebus Vulkanobservatorium beobachtet. Ein Vulkanobservatorium ist eine Einrichtung, um aktive vulkanische Aktivitäten zu beobachten und zu erforschen. Das Mount Erebus Volcano Observatory erforscht mit unterschiedlichen Messmethoden seismische, akustische, geodätische und thermische Signale des Vulkans.

Nur 20 km westlich vom Mount Erebus gibt es den 3.230 Meter hohen Vulkan Mount Terror. Er ist der zweitgrößte Vulkan in der Antarktis, jedoch noch nicht messbar so aktiv wie sein großer Bruder. Der Mount Terror wurde ebenfalls im Jahre 1841 von dem britischen Forschungsreisenden Sir James Clark Ross entdeckt, der den Vulkan nach einem seinem zweiten Expeditionsschiff, der MS Terror, benannte. Wie tief die Magmakammer tatsächlich liegt, muss neu untersucht werden. Schon nur der Ausbruch beider Vulkane wäre eine Katastrophe für die Region.

Bildnachweis:
  • Antarktis ohne Eis: Copyright: NASA

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Schlüsselwörter: Antarktis | Südpol | Vulkanismus | Vulkandichte | Mount Erebus
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