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Tasmanien: ausgestorbener Beutel-Wolf wiederentdeckt ?

Kryptozoologen suchen Spuren einer ausgestorbenen Art
10.11.2019 18:38:59 eingesandt von Wilfried Stevens für OnlineZeitung 24.de

alte Aufnahme Beutel-Wolf
alte Aufnahme Beutel-Wolf
Der Tasmanische Beutelwolf, auch Tasmanischer Wolf oder Tasmanischer Tiger genannt, war einst das größte räuberisch lebende Beuteltier, das auf den australischen Kontinent und auf Tasmanien lebte. Das letzte lebende Exemplar starb 1936 im Zoo von Hobart, der Hauptstadt von Tasmanien. Ein Jahr später wurde der Zoo geschlossen.

Die alten Forschungen der letzten 100 Jahre haben ergeben, das der Tasmanische Beutelwolf eine Köperlänge von bis zu 130 Zentimeter, eine Schwanzlänge von 60 cm und ein Gewicht von bis zu 30 Kilogramm haben konnte. Das kurzhaarige Fell war grau bis gelbgrau, und hatte mehrere und typische schwarzbraune Querstreifen am hinteren Teil des Körpers, weshalb es auch die Bezeichnung Tasmanischer Tiger gibt, aber die Wissenschaftler den Körperbau eher ähnlich wie ein Hund bezeichneten. Als Jagdtier erreichten sie eine Spitzengeschwindigkeit von bis zu 40 km/h. Sein Lebensraum waren offene Waldgebiete und Grasländer. Die europäischen Siedler jagten ihn wegen seinem Ruf, das er ihre Schafe rieß, gnadenlos und engten seinen Lebensraum immer mehr ein. Doch auch der Dingo wurde zum größten Konkurrenten, bis schließlich die letzten Exemplare nur noch auf Tasmanien lebten, wo es keine Dingos gab und die Jagd verboten wurde.

Schutzmaßnahmen wurden erst ab 1936 beschlossen, doch da war es schon zu spät. Im gleichen Jahr starb das letzte Exemplar. Es gab Expeditionen in Tasmanien, um noch überlebene Beutel-Wölfe zu entdecken, doch bisher ohne Erfolg. 1966 wurde von der tasmanische Regierung ein 647.000 Hektar großes Schutzgebiet im Südwesten der Insel erriechtet, in der Hoffnung, das sich doch noch einige Tiere tief im Wald verstecken würden.

Vor kurzem gab es dann die Sensation: zuletzt am 15. August 2019 haben Waldgänger zwei Exemplare im südlichen Schutzgebiet gesehen. Von 2016-2019 wurden insgesamt zehn Meldungen gemacht, die einen Beutelwolf beschreiben. Jetzt werden auch Zoologen und Kryptozoologen aktiv, um lebendige Exemplare einer ausgestorbenen Art wiederzuentdecken. Dazu sind vorsichtige Erkundungen und das Aufstellen von Kameras geplant.

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