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Politik: Politische Meinung

Die Lüge vom Datenschutz

Wenn man Datenschützer zu hilflosen Beamten macht

Fast Tag täglich wird uns über Nachrichten und Meldungen in der Presse und im Fernsehen vor Augen geführt, dass der Datenschutz ein Hohn in diesem Lande ist. Aktuell hat gestern die Tagesschau eingequetscht zwischen dem Krieg um Abchasien und die Pipeline BTC, sowie den „Goldmedailleerfolgen der Normalitätsdeutschen bei der Olympia im bösen Peking“ mitgeteilt, dass ein Informant dem ARD-Team eine CD zugespielt hat, auf der teilweise hochsensible Daten von etwa 17 000 Bundesbürgern gespeichert worden sind und im Handel mit Callcentern wohl eine große Rolle gespielt haben sollen.

Im Original lautet die Meldung auf der Homepage der Tagesschau folgend: „In Schleswig-Holstein sind CDs mit Die Lüge vom Datenschutz Fast Tag täglich wird uns über Nachrichten und Meldungen in der Presse und im Fernsehen vor Augen geführt, dass der Datenschutz ein Hohn in diesem Lande ist. Aktuell hat gestern die Tagesschau eingequetscht zwischen dem Krieg um Abchasien und die Pipeline BTC, sowie den „Goldmedailleerfolgen der Normalitätsdeutschen bei der Olympia im bösen Peking“ mitgeteilt, dass ein Informant dem ARD-Team eine CD zugespielt hat, auf der teilweise hochsensible Daten von etwa 17 000 Bundesbürgern gespeichert worden sind und im Handel mit Callcentern wohl eine große Rolle gespielt haben sollen.

Im Original lautet die Meldung auf der Homepage der Tagesschau folgend: „In Schleswig-Holstein sind CDs mit den Namen, Geburtstagen, Adressen, Telefonnummern und Kontonummern von insgesamt rund 17.000 Bundesbürgern an ein Callcenter verkauft worden. Der Leiter des Unabhängigen Landeszentrums für Datenschutz (ULD) in Schleswig-Holstein, Thilo Weichert, sagte gegenüber tagesschau.de, die Datenträger seien offenbar von einer Quelle aus Nordrhein-Westfalen verkauft worden.“ Interessant wird die Sache dadurch, das erste Mal eine große Nachrichtenanstalt wie ARD einräumen muss, es gibt ein Markt für Daten und die Namen der Händler sind wohl auch bekannt. Vermutet haben wir das schon immer. Und die Daten wurden nicht nur zu Callcenterzwecken missbraucht, sondern über die Daten der Bankverbindungen wurde wohl auch fleißig von den Konten der Lotteriespieler abgebucht. Die Kriminalität wird also in diesem Bereich langsam auch zur Normalität und wer weiß, vielleicht sind wir auch darin bald Weltmeister, denn das wollen wir ja immer sein, egal Wann, Wo und Wie.

Und man muss sich langsam mal die Frage in diesem Lande stellen, was macht eigentlich der Datenschutz?

Es gibt einen Bundesdatenschutzbeauftragten und die 16 Bundesländer haben wohl jeweils auch einen, also müsste da doch alles Niet und Nagel fest sein, bei der Flut von Datenschützern. Pustekuchen, wer mit dem Saftladen mal zu tun hatte, weiß was da abgeht. Da sind Datenschützer wohl vom Titel her Beauftragte, aber in Wirklichkeit sind es nichts anders als Berater, so etwa wie die nette Avon- Beraterin oder jede x-beliebige Unternehmensberater. Nur das eben diese Damen und Herren Datenschützer Beamte sind und schon am Monatsanfang ihr Einkommen mit allen Sicherheiten dieser Welt erhalten, ob nun eine Leistung erfolgt ist oder nicht. Wer also sollte sich vor den Beratern fürchten, mal ehrlich gefragt.

Und wenn nicht an einer sensiblen Stelle dieses Datenhandels ein bürgerrechtsbewegter Mitarbeiter volles Risiko gegangen wäre, den Verlust des Arbeitsplatzes mit eingeschlossen, sowie sich allen Mobbingattacken dieser Gesellschaft preisgegeben hätte, dann wäre die Normalität der Datenhändler unentdeckt geblieben. Wie in so vielen Fällen in diesem Lande. Und nur, weil unsere Politiker nicht in der Lage sind einen Datenschutz mit rechtlicher Wirkung zu installieren, also Datenschützer die wie Staatsanwälte ermitteln dürfen, wobei Datenschützer ja wohl auch die fachliche Kompetenz haben sollten.

Übrigens, der SPD- Mann Clement ist ein Anhänger der Callcenterbewegung, sein Bosse von der Verleihfirma sind ihm heute noch dankbar, dass er Hartz IV so konsequent umgesetzt hat, denn von dort kommen die Ausgegrenzten und müssen sich für einen Lohn unterhalb des Existenzminimums verdingen, bei den Callcentern natürlich. Da sage noch einer, die SPD verstehe nichts von den Gesetzen der Ausbeutung in der sozialen Marktwirtschaft, vielleicht nicht alle Genossen, doch Clement bestimmt. Und wie man sich in Szene setzt, weiß er auch. Nur will jetzt fast niemand mehr SPD wählen, warum wohl? www.jetzt-helfen-...selbst.com

http://www.aussen...9513#29513

http://www.cultur...#post41214

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Schlüsselwörter: Datenschutz | Datendiebstahl | Daten verkaufen
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Kommentare

Johannes Reiser
am 09.01.2009 18:18:58 (84.56.198.xxx) Link Kommentar melden
Der Landkreis Ludwigsburg, seine Vollstrecker und der Datenschutz

Am 30. 12. 08 wurde der PKW des Landkreises mit dem Kennzeichen LB - 2152 in der Zufahrt meines Grundstückes widerrechtlich geparkt, obwohl zu diesem Zeitpunkt kein Beamter oder Mitarbeiter des Landkreises bei mir etwas zu suchen hatte.

Im Fahrzeug lagen die Akten offen, sodass jeder auf dem Gehweg vorbeigehende Passant uA sehen konnte, wessen Kadett in der Xxxbacherstrasse xx2 an diesem Tage noch zwangsstillgelegt werden sollte. Weitere Akten mit persönlichen und vor allem äusserst sensiblen Daten waren offen sichtbar.

Kein Gesetz kann besser sein als sein Gesetzgeber!
Die Umsetzung jeden Gesetzes entspricht der Qualität des Umsetzungspersonales!
Der Bekanntheitsgrad der daraus resoultierenden Missstände entspricht der Freiheit und Unabhängigkeit unserer Medien!
am 09.01.2009 20:39:18 (217.83.68.xxx) Link Kommentar melden
Danke für den Hinweis, zur Sicherheit in Zukunft einfach einen Nickname verwenden. Bei den Datenschützern weiß man ja nie, wer einen anruft oder besucht. Bei Hilfe einfach Mail an harrygambler@aol.com. Mal gespannt ob jemand die Daten von IM Erika mal rumliegen lässt, das interessiert die ganze Republik und Europa, auch Obama hat dann was zum Lachen, wenn er sich den Piefke-Käs anschaut.
Johannes Reiser
am 10.01.2009 08:27:22 (84.56.146.xxx) Link Kommentar melden
Hallo Harry Gambler,
vielen Dank für Ihre Reaktion auf meinen Komentar.

Zu den Daten von IM Erika ist anzumerken, dass in unserem Land der Datenschutz nur für den Staat und gegen den Bürger einzusetzen ist!
Sie dürfen aber absolut sicher sein, dass dies alles rechtstaatlich (legalistisch) geregelt ist, schliesslich ist eines unserer höchsten Staatsämter derzeit von der ersten gesamtdeutschen Nachfolgerin von Walter Urlbricht besetzt!
am 10.01.2009 12:44:36 (217.83.68.xxx) Link Kommentar melden
@Johannes Reiser,
Danke für die Kommentare. Zum Fall Erika kann ich nur das sagen, was mir per Mail und über Internetforen auf meine beiträge mitgeteilt worden ist. Danach soll, um es mal Gelinde auszudrücken, Erika ganz ober in unserem Staat thronen. Und das, obwohl uns Stasiopfern noch immer der Einblick in unsere gesamte Datei verwehrt wird.
Mir als geborener und immer in der BRD lebender Bürger, wurde bei Stasi eine Akte angelegt, weil ich Kontakt zu einer DDR-Bürgerin hatte und ich für einen DDR-Bürger einen Familienzusammenführungsantrag aus der DDR geschmuggelt habe.
Meine Wohung wurde damals von Unbekannten in Brand geschossen, es war an dem Tag, an dem ich zum letzten Mal in die damlige DDR gefahren bin und mitgeteilt habe, mir geht es so weit gut, quasi ein Lebenszeichen.
Bis heute kann ich Nachweisen, dass die DDR strafbare Taten auf dem Boden von Westberline organisiert und durchgeführt hat.
Wäre ich kein normal Bürger sondern etwa eine Person aus einer Arbeitgeberorganisation, dann würde man das Terrorismus nennen. So einfach ist das bei uns, denn vor dem gesetz waren wir noch nie gleich, wie das mit dem Grundgesetz zu vereinbaren ist?
Johannes Reiser
am 15.01.2009 20:10:05 (84.56.128.xxx) Link Kommentar melden
Hallo Harry Gembler,

Sie haben es sicher schon vernommen:
Heute, am 15. 1. 09 war unsere Frau Bundeskanzler in der STASI-Unterlagenbehörde, sie hat sehr "wohlüberlegte, kluge und angemessene Worte" gefunden.

Aber Eins ist ihr dann doch ausgekommen:
Sie hat es versäumt die Veröffentlichung der Akte von IM-Erika und vam anzuregen.

Wollen wir ihr dieses "kleine Versäumnis" entschuldigen, bei so vielen Gedanken, die einem solchen Menschen bei einem solchen Anlass durch den Kopf gehen müssen?
am 15.01.2009 20:30:11 (217.83.85.xxx) Link Kommentar melden
Werter Johannes Reiser,
nein, ganz bestimmt nicht, der Fall wird von uns bis September betreut werden.
Die Front der Weißwäscher wird größer, doch wir lassen uns nicht treiben, wir gehen die Sache Woche für Woche an, im Moment steht nocht Hessen ganz oben und die Finanzkrise, doch mit dem 20 Jahrestag wächst auch der Druck auf die Birthler.
http://www.welt.d...rchiv.htmlSo einfach wollen es sich die Herren machen.
Staatsbürger
am 17.01.2009 19:41:14 (84.56.151.xxx) Link Kommentar melden
Es ist so eine Sache mit dem Datenschutz in Ludwigsburg und um Ludwigsburg herum. Ud. , ein Landkreismitarbeiter erzählte mir, er habe von einem städtischen Mitarbeiter ohne rechtliche Grundlage und ohne Notwendigkeit eine Reihe persönlicher Angaben über mich erhalten. Kein Problem, dachte ich, man kann doch in unserem Lande sicher sein, daß zu unrecht erhaltene Daten von einem Beamten nicht weitergegeben werden. - Aber nicht in einer Bananenrepublik! - Ud. berichtete diese Daten ohne rechtliche Grundlage beim zuständigen Landgericht, obwohl diese Daten nicht zum Verfahrensinhalt gehörten und die bürgerliche Partei dieses Verfahrens bereits mehrfach vom Gericht ermahnt wurde, nur das anzusprechen was zum Verfahrensinhalt gehört. Kein Problem, dachte ich, man kann doch in unserem Lande sicher sein, daß jedes Gericht beide Parteien (bürgerlich und beamtet) bei Abweichen vom Verfahrensinhalt und bei Verstößen gegen den Datenschutz gleichermaßen ermahnt! - Aber nicht in einer Bananenrepublik! - Soweit ich dies verstanden habe, nahm das Gericht diese nicht zum Verfahrensinhalt gehörenden Angaben dankbar an und hinterfragte diese weiter.
am 17.01.2009 21:49:00 (217.83.93.xxx) Link Kommentar melden
Staatsbürger
am 28.05.2009 20:25:05 (84.56.207.xxx) Link Kommentar melden
Der Datenfilz am Mittleren Neckar
Irgendwo münden die Fils und der Neckar ineinander. Was wird dann daraus, die Fils, der Neckar oder der Datenfilz?
Eins steht jedoch fest: Ein Kreisbeamter unterhält sich privat mit einem städtischen Mitarbeiter, hierbei werden beliebig und ohne Erfordernis oder rechtliche Grundlage persönliche Daten von Bürgern der Region ausgetauscht. Mit dieser Tüchtigkeit brüstet sich der Kreisbeamte vor dem Landgericht. Was wird dann daraus?
Der Datenfilz an der Mittleren Fils, denn das zuständige Landgericht interessiert sich offensichtlich nicht für den Datenschutz!

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