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Sonstiges: Verschiedenes

So teuer wird 2007

Das neue Jahr wird uns lieb und vor allem teuer. Wir haben hier in einer Auswahl aufgelistet, wo Sie, liebe Leserinnen und Leser, im Jahr 2007 tiefer in Ihr Portmonee greifen müssen. Ab dem 1. Januar 2007 steigt die Mehrwertsteuer von 16 auf 19 Prozent. Dafür müssen die Bundesbürger zusammen mit der gleichzeitig erhöhten Versicherungssteuer (steigt ebenfalls von 16 auf 19 Prozent) insgesamt mehr als 21 Milliarden Euro pro Jahr aufbringen. Der ermäßigte Steuersatz von sieben Prozent für Nahrungsmittel, Bücher und Zeitungen bleibt bestehen.

Über das Jahr 2007 hinaus erhalten bleibt auch die Steuerfreiheit auf einige ausgewählte Produkte und Dienstleistungen wie Wohnungsmieten oder Bankkonten. Die Erhöhung der Mehrwertsteuer bringt auch einige Probleme beim Umtausch der Weihnachtsgeschenke mit sich. Wer das nämlich erst im neuen Jahr macht, muss den neuen Mehrwertsteuersatz draufzahlen. Damit es in der Silvesternacht nicht zu kompliziert wird, dürfen Bars und Restaurants bis zum frühen Morgen noch mit den 16 Prozent rechnen, für die Übernachtung im Hotel dagegen sind die 19 Prozent fällig. Aufpassen muss man bei langfristigen Käufen, denn maßgeblich für den Mehrwertsteuersatz ist nicht das Kauf-, sondern das Lieferdatum. Wer sich im altem Jahr ein neues Auto bestellt hat, es aber erst in diesem Jahr erhält, muss drei Prozent Mehrwertsteuer mehr zahlen. Bemerkbar machen wird sich die Erhöhung zwar nicht bei der Miete (dafür wird diese Steuer nicht gezahlt), aber bei den Nebenkosten. Heizöl, Putzdienste oder Gebäudeversicherung unterliegen ihr nämlich.

Auch Häuslebauer sind betroffen. So bleibt der Kauf des Grundstücks zwar auch 2007 mehrwertsteuerfrei, aber das Häuschen darauf nicht. Wer eine Immobilie zu einem Festpreis erworben hat, die aber in diesem Jahr nicht mehr fertig gestellt werden kann, zahlt drauf, wenn eine Mehrwertsteuer-Anpassungsklausel im Vertrag vereinbart ist. Krankenkassen Krank sein kostet Geld und auch die Gesundheitsreform konnte keine großen Einsparungen erreichen. Deshalb erhöhen viele Kassen im kommenden Jahr ihre Beiträge. Den neuen Beitragssatz bereits beschlossen haben unter anderem die AOK Sachsen-Anhalt (von 13,5 auf 14,8 Prozent), die Techniker Krankenkasse (von 13,2 auf 13,5 Prozent), die KKH (von 13,2 auf 13,9 Prozent) und die Knappschaft (schon ab 1. Oktober 2006 von 11,5 auf 12,7 Prozent). Andere werden sicherlich nachziehen. Die IKK gesund plus hat allerdings schon jetzt versichert: Im kommenden Jahr bleibt es bei 12 Prozent.

Der Sparerfreibetrag wird ab 2007 halbiert. Das hat Auswirkungen auf die Freistellungsaufträge. Denn künftig beträgt der Freistellungshöchstbetrag für Alleinstehende nur noch 801 Euro und für Verheiratete nur noch 1 602 Euro. Wer darüber liegt, der zahlt. Wer Freistellungsaufträge auf verschiedene Konten verteilt hat, sollte deshalb genau überprüfen, welcher Auftrag in welcher Höhe wohin gegangen ist, und seine Freistellungsaufträge aktualisieren. Die Kreditinstitute halbieren sonst die Beträge und das kann im Einzelfall ganz schön teuer werden. Pendlerpauschale Wer täglich mit dem eigenen Fahrzeug oder dem öffentlichen Nahverkehr zur Arbeit fährt, konnte bisher wenigstens einen Teil der Kosten über die Steuer absetzen, über die so genannte Pendlerpauschale (Entfernungspauschale). Ab dem 1. Januar 2007 werden die Wege zwischen Wohnung und Arbeitsstätte aufgrund des neuen „Werkstorprinzips“ dem Privatbereich zugeordnet und vom Grundsatz her nicht mehr steuermindernd anerkannt. Die Pendlerpauschale von 30 Cent für jeden Kilometer und Arbeitstag wird deshalb nur noch beginnend ab dem 21. Entfernungskilometer gewährt. Damit fallen die ersten 20 Kilometer Entfernung von der Wohnung zur Arbeitsstätte komplett weg. Für behinderte Arbeitnehmer gelten diese Einschränkungen ab einem bestimmten Behinderungsgrad nicht. Sie können auch weiterhin 30 Cent je gefahrenen Kilometer und die Parkgebühren an der Arbeitsstätte als Werbungskosten absetzen. Eine Beschränkung auf einen Jahresmaximalbetrag von 4 500 Euro gilt für Personen, die als Mitfahrer oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln zur Arbeitsstätte gelangen. Bei Fahrten im eigenem Pkw oder mit einem zur Nutzung überlassenem Pkw ist hingegen auch ein höherer Betrag zu berücksichtigen. Bus- und Bahnfahrer können ab 2007 nicht mehr alternativ die Kosten für ein Busticket oder ein Bahnticket absetzen. Auch Arbeitnehmer, die mit dem Taxi ins Büro fahren, werden ab 2007 zuzahlen. In analoger Anwendung gilt das Taxi nämlich als öffentliches Verkehrsmittel. Damit gelten auch bei Taxifahrten auf dem Weg von der Wohnung ins Büro die neuen Regelungen, d.h. Entfernungspauschale ab dem 21. Entfernungskilometer einmal pro Tag.

Auch die Bahn wird ab 2007 die Fahrpreise erhöhen. Zum Mehrwertsteueraufschlag kommt noch eine Nettopreiserhöhung von durchschnittlich 2,9 Prozent, teilte das Handelsblatt mit. Während sich der Preis für die Bahn-Card nicht verändert, sollen die Fernverkehrstarife um 5,6 Prozent und die Tarife im Nahverkehr um 3,9 Prozent angehoben werden. Begründet wird die Preiserhöhung von Seiten der Bahn mit den gestiegenen Energiekosten, dem Ausbau des Streckennetzes und der Anschaffung neuer Fahrzeuge. Steuer für Nachtstrom Für Heizungs- und Warmwasserbereitungsanlagen, die mit Nachtstrom betrieben werden, entfällt mit dem neuen Jahr die Ermäßigung auf die Stromsteuer. Wer seine Anlage vor dem 1. April 1999 in Betrieb genommen hatte, musste bisher nur einen ermäßigten Steuersatz von 60 Prozent zahlen. Ab 1. Januar 2007 beträgt die einheitlich zu zahlende Stromsteuer für alle einhundert Prozent und damit 2,05 Cent pro Kilowattstunde. Die neue Preisanhebung wird dem Nutzer einer normalen 4-Raum-Wohung mit Warmwasserbereitung pro Jahr zusätzlich mit 82 Euro belasten.

Bei zahlreichen Veränderungen im neuen Jahr greift der Fiskus auch dem Autofahrer tiefer in die Tasche. Die Erhöhung der Mehrwertsteuer verteuert dabei nicht nur die Anschaffung eines neuen Fahrzeugs, auch auf die Kraftstoffpreise, die Versicherungsprämien, die Reparaturkosten und andere Aspekte der Autohaltung wird sich die Steuererhöhung kostensteigernd auswirken, so der ADAC. Die Zwangsbeimischung von Biokraftstoffen bei Diesel und Benzin wird außerdem deren Preise um circa fünf Cent pro Liter hochtreiben. Durch die Kürzung der Entfernungspauschale können Pendler im Jahr rund 1 300 Euro weniger von der Steuer absetzen. Wer seinen Diesel-Pkw nicht mit einem Partikelfilter nachrüstet, zahlt ab dem 1. April 2007 einen Steuerzuschlag von 1,20 Euro pro angefangene 100 Kubikmeter Hubraum. Umgesetzt wird im kommenden Jahr auch die seit Jahren diskutierte europaweite Vollstreckung von Auslandsknöllchen über 70 Euro, voraussichtlich ab März. Sparen kann man aber auch. 2007 können Letzthalter von Pkw (bis 3,5 Tonnen) ihr Altfahrzeug kostenlos beim Hersteller entsorgen.

AlfredH für Onlinezeitung 24

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