Lokales: Sonstiges

1.November-Christliches Allerheiligen

Gedenken an unsere Verstorbenen in einem christlichen Land
31.10.2019 16:01:08 eingesandt von Wilfried Stevens für OnlineZeitung 24.de

Alte Darstellung Papst Gregor III
Alte Darstellung Papst Gregor III
Deutschland war, ist und wird ein christliches Land bleiben, und schon in wenigen Tagen ist der 1.November, ein schöner christlicher Feiertag, zu dem an allen Heiligen und ein Tag später, dem Allerseelen-Tag, an allen Verstorbenen gedacht wird.

In der langen Geschichte des Christentums wurden schon viele Geistliche und Personen, die sich besonders für die christliche Nächstenliebe einsetzten, als heilig gesprochen. Im antiken Christentum gab es noch verschiedene lokale und regionale Heiligentage, aber als es wegen der zunehmenden Zahl von Heiligen nicht mehr möglich war, jeden einzelnen Heiligen an einem besonderen Tag zu gedenken, machte der Papst Bonifatius IV., der von 608 bis 615 das Oberhaupt der römisch-katholischen Kirche war, den Vorschlag, das nur einmal im Jahr für alle Heilige ein christlicher Gedenktag gelten soll. Doch erst hundert Jahre später legte Papst Gregor III. (Papst von 731 bis 741) den Feiertag auf den 1. November fest, der sich dann aber erst nach und nach verbreitete. Weil es jedoch weiterhin auch lokale und regionale Heilgentage gab, war es erst Papst Gregor IV. , (Papst von 827 bis 844) der im Jahre 835 für die gesamte Westkirche festlegte, das der 1.November als Gedenktag Allerheiligen gelten soll.

Seitdem ist in vielen katholischen Ländern der 1.November ein christlicher und zum Teil auch ein gesetzlicher Feiertag. So ist z.B. in den Niederlanden der 1.November ein christlicher Gedenktag, jedoch kein gesetzlicher Feiertag mehr. In Deutschland ist dieser Tag nur noch in folgenden Bundesländern ein gesetzlicher Feiertag: Baden-Württemberg, Bayern, NRW, Rheinland-Pfalz und Saarland.

Gedenken auch an Verstorbene

In der Traditon der katholischen Kirche, wird ein Tag nach Allerheiligen der Tag der Allerseelen gedacht, dem Gedenken an die Verstorbenen. Dieser Allerseelentag am 2. November wurde von Abt Odilo von Cluny (* 961/ 962; † 1. Januar 1049) eingeführt. Doch die meisten Gläubigen gehen an beiden Tagen, vom 1.-2.November, nicht nur in die Kirche um zu beten, um Kerzen anzuzünden und für die Kirche zu spenden, sondern besuchen die Gräber von Angehörige und Verstorbene. Dann sieht man, oft in stiller Andacht, das auf allen Gräbern Kerzen leuchten und frische Gebinde und Blumen niedergelegt wurden. Es ist einer der schönsten und andächtigsten christlichen Feiertage in Deutschland. In Südostasien, wo der friedliche Buddhismus die Hauptreligion ist und Buddha verehrt wird, gibt es einen ähnlichen Feiertag, wie z.B. den Saart-Thai Gedenktag in Thailand. Auch hier die selben Rituale wie beim Christentum mit Kerzen, Blumengebinde und Gebet. Dasselbe dürfte bei den meisten anderen Religionen ähnlich gemacht werden.

Auch wenn das Christentum insgesamt noch einige Reformen zu überwinden hat, das man sich wieder oder noch mehr zum Christentum gebunden fühlt, so solten wir nicht vergessen, ob sehr religiös oder weniger, das das Christentum in Deutschland traditionell weiter gepflegt werden muss.

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