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Wissenschaft: Weltraum

Helium 3 - Super-Energieträger vom Mond

Die Eroberung des Mondes - Teil 1

Chinesisches Mondlabor im Härtetest
Chinesisches Mondlabor im Härtetest
Der Mond wird in naher Zukunft für die Forschung, Wissenschaft und die bemannte Raumfahrt eine weitaus größere Bedeutung einnehmen als wir erahnen. Wenn es gelingt, in Kooperation mit vielen erfahrenden Weltraum-Nationen, alles Wissen und alle technischen Kapazitäten zu verbinden, kann innerhalb der nächsten 10-15 Jahren schon eine dauerhaft bemannte Mond-Station errichtet werden. Einzelne Nationen wie China oder die USA planen dies auch im Alleingang, weil die Perspektiven für eine internationale bemannte Mond-Station noch nicht in Sicht sind.

Eine der größten Anreize für teilnehmende Nationen wird dabei nicht nur die Erforschung des Trabanten einnehmen, sondern im großem Stil die Materialforschung und natürlich auch die Gewinnung von wertvollen Rohstoffen. Dabei werden Kostenrechnung und Gewinn ein größeres Gewicht einnehmen als Forschung und Wissen, so dass der Abbau von Rohstoffen folglich nur logisch sein kann, weil der Mond über interessante Rohstoffreserven verfügt. Und der Wettlauf um die Rohstoffe auf dem Mond hat längst begonnen!

Der Mond-Vertrag

Im Jahre 1979 wurde der Mond-Vertrag zur Unterschrift bei den Vereinten Nationen vorgelegt, aber erst ab 1984 fanden die ersten Unterzeichnungen und Ratifizierungen statt. Das Ziel des Vertrages war es, dass sämtliche Eigentumsansprüche auf dem Mond der internationalen Gemeinschaft bzw. allen Menschen zur Verfügung zu stellen. Alle Ressourcen und wissenschaftlichen Möglichkeiten auf den neutralen Mond gehören gleichberechtigt allen Staaten. Inzwischen wurde dies von 192 Staaten ratifiziert. Nicht nur die NASA fand aber eine Lücke im Vertrag, den das ratifizierte Abkommen gilt explizit nur für Staaten, nicht für Privat-Unternehmen.

Helium-3 Weltraum-Organisation wie NASA, ESA, CNSA, JAXA und FSA rüsten sich aber schon für den Wettlauf um die Rohstoffe des Mondes, und dies ist keine Science fiction ! Der Mond verfügt über so interessante und beträchtliche Mengen an Rohstoffen, darunter auch seltene Metalle und dem Gas Helium-3, das keine Baukosten geschult werden.

Helium-3 gilt unter Wissenschaftlern sogar als der wertvollste Rohstoff auf dem Erdtrabanten, weitaus wertvoller als Diamanten, Gold oder Platin. Ohne auf komplizierte wissenschaftliche Berechnungen einzugehen, ist das einstimmige Resultat aller internationalen Wissenschaftler, das Helium-3 aufgrund seiner chemischen und physikalischen Eigenschaften für die zukünftige Fusionsforschung auch der ideale Brennstoff für Kernreaktoren und somit für die zukünftige Energiegewinnung und Antriebstechnik ist. Leider ist das Militär auch an die Forschung interessiert.

Während auf der der Erde Helium-3 nur in geringen Mengen vorkommt, vermutet man auf dem Mond, nach den bisherigen Auswertungen, das etwa geschätzte 1 Millionen Tonnen Helium-3 darauf warten, abgebaut zu werden. Nach den Berechnungen von Fusionsforschern, würden rund 40-50 Tonnen Helium-3 ausreichen, hat man erst einmal passende Reaktoren entwickelt, zum Beispiel die USA ein Jahr lang mit Energie versorgen können !

Dier Wettlauf beginnt Die NASA hat das Programm Lunar-Catalyst gestartet, eine Abkürzung Lunar Cargo Transportation and Landing by Soft Touchdown, ein Warentransport-Programm vom Mond auf die Erde und umgekehrt. Im ersten Schritt sollen Roboter-Fahrzeuge und Lande-Systeme entwickelt werden die sich für den Abbau der lunarischen Bodenschätze eignen.

Russland baute für 7,4 Milliarden Euro einen komplett neuen Weltraumbahnhof, und bis spätestens 2030 eine bemannte Station auf dem Mond angepeilt und den Bau von Mond-Minen, wobei im Vordergrund Helium-3 genannt wird. Dabei denkt Russland auch daran, Helium-3 auch für Fusionsreaktoren auf dem Mond zu nutzen. Eine fast unerschöpfliche Energiequelle. Auch soll der Mond für russische Mars-Missionen als Abschussrampe dienen. Deutschland ist einer der führenden Raumfahrtindustrien weltweit und sollte endlich die Pläne realisieren, bis 2025 einen eigenen Weltraumbahnhof in Deutschland zu errichten. Bemerkenswert bleibt die Tatsache, dass schon 1942/43 Herman Oberth, Werner von Braun, Eugen Sänger und Walter Dornberger eine bemannte deutsche Mondstation favorisiert hatten. Die Rolle von Viktor Schauberger bleibt dabei spekulativ. Kühne Pläne zu neuartigen Raumtransportern soll es gegeben haben, ebenso die Idee, aus Mondstaub und Mondgestein als Baumaterial für eine Mondstation zu verwenden. Dazu wurde ein spezieller Harz entwickelt. Doch alle Aufzeichnungen, sollte es sie überhaupt gegeben haben, verschwanden mit der Operation Overcast.

China scheint noch viel ehrgeiziger zu sein und hatte schon 2015 die geplante Mondstation Yuegong 1, übersetzt „Mondpalast", offiziell der Öffentlichkeit präsentierten. Der Bau soll bereits 2025 begonnen werden. Dabei hat China ab 2026 vor Rohstoffe wie u.a. Thorium, Titan und Helium-3 abzubauen. Die Chinesen haben sogar schon eine Rohstoffkarte für Helium-3 erstellt. Eine 1:1 Modell wurde seit 2017 erfolgreich erprobt (Yuegong-365-Projekt), mit eigener Planzenzucht zur Selbstversorgung auf dem Mond. Insgesamt 370 Tage wurdem die Arbeiten im Labor simuliert, ein Rekord.

Helium-3 wird die Welt verändern und es wird die Bedeutung wie einst Erdöl weit übertrumpfen. Hoffen wir in der Zukunft, das die Menschheit es klug für die gesamte Erde und deren Energiebedarf aller Staaten im Frieden nutzt und nicht zum Politikum wird.

Bildnachweis:
  • Unbekanntes Flugobjekt fliegt zum Mond: @ Wilfried Stevens
  • Chinesisches Mondlabor im Härtetest: Copyright: Chinessiche Raumfahrtagentur

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Schlüsselwörter: Mond | Helium 3 | Mondbasis | Fusionskraftwerk | Raumschiffe
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