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Wirtschaft & Finanzen: Deutschland

EU senkt deutlich die Fisch-Fangqouten 2020

Deutsche Ostsee-Fischer befürchten hohe Einkommenverluste

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Manche Ostsee-Urlauber meinen vielleicht, alles sei idyllisch, doch der Schein trügt. Das Ökosystem der Ostsee ist seit Jahren schon angeschlagen und muss mit vielen Umweltproblemen kämpfen. Heute gehört das Binnenmeer zu den schmutzigsten in Europa, nur das Mittelmeer ist noch viel schmutziger. Jeden Tag findet man Unmengen an angeschwemmten Plastikmüll an den Stränden und im Wasser. Wenn das noch nicht ausreicht, so gibt es weiterhin schon sogenannten Todeszonen in er Ostsee, dort wo es kaum bis keinen Sauerstoff mehr gibt. An diesen Stellen gibt es keine Fische mehr, weil sie dort kein Futter mehr finden, nur noch hartnäckige Bakterienarten. Die Fischbestände sind jetzt schon stark zurück gegangen. Einer der Hauptgründe sind die Unmengen von Gülle und Dünger aus der Landwirtschaft, die über das Grundwasser, die Bäche und die Flüsse ins Meer gelangen. Die Anrainerstaaten versuchen das stark einzuschränken, aber die aktuellen Schäden sind schon mittelfristig nicht mehr zu reparieren. Weiterhin gibt es noch eine unbekannte Menge alter Munition, die dort vergammelt. Das ist auch ein Alptraum für die ansässige Fischerei-Industrie und den Fischern, dessen Fangmengen von gesunden Fischen immer kleiner werden. Existenzangst macht sich schon seit Jahren breit und immer mehr Fischer müssen aufgeben. Jetzt kommt noch der Beschluss der EU.
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EU beschließt kleinere Fangquoten

Eine nationale Fangquote und nationale Maßnahmen für zulässige Fangmengen 2020 wurden durch die Mitgliedschaft in der EU aufgegeben. Es gib ein EU-Fischereiministerium, das jedes Jahr die sogenannten zulässigen Gesamtfangmengen festlegt. Grundlage dazu sind u.a. wissenschaftliche Empfehlungen, die den Zustand einzelner Fisch-Bestände regelmäßig untersucht. Erst dann werden die Gesamtfangmengen unter den EU-Staaten dann als sogenannte nationale Quoten verteilt, damit die Fischbestände eine Chance haben, sich zu erholen. Wenn einmal die nationale und zeitlich festgelegte Quote ausgeschöpft wurde, darf dann das jeweilige Land dort keine weiteren Fische mehr fangen. Der EU-Fischereikommissar Karmenu Vella sagte nach der Festlegung der Gesamtfangmengen:

Viele Fischbestände und die Ökosysteme sind in einem alarmierenden Zustand.

Die beschlossenen kleineren Fangquoten werden ernste Wirtschaftsfolgen für einige Fischer haben. Daher prüft das EU-Fischereiministerium, ob es finanzielle Hilfsmöglichkeiten geben wird. Besonders die deutschen Ostsee-Fischer werden davon betroffen sein, den gerade für die beliebten Fischarten Hering und Dorsch dürfen ca. 60%-70% weniger befischt werden als letztes Jahr. Auch für Angler mit Anglerschein gibt es strengere Quoten. So ist es nur noch gestattet, ab 2020, maximal fünf Exemplare am Tag statt bislang sieben aus dem Wasser ziehen. In den Monaten Februar und März dürfen es sogar nur zwei sein.

Die deutsche Fischerei-Wirtschaft und die Bundesregierung hatte sich gegen die übermäßige Senkung der Fangquoten gewehrt, aber ohne Erfolg. EU-Recht steht vor nationales Recht. Einige Fischexperten und Umweltaktivisten würden eher ein einjähriges Fangverbot begrüßen, damit sich die Bestände erholen. Die deutsche Fischereiwirtschaft ist mit rund 40.000 Menschen ein wichtiger Wirtschaftsfaktor, besonders an den Künsten. So werden jetzt Betriebsstilllegungen in der deutschen Fischerei befürchtet. Für selbstständige Fischer mit eigenem Boot eine Katastrophe. Wie man auch dazu stehen mag, die Fischbestände bleiben gefährdet. Ein Ausweg wären z.B. Beispiel Aquakulturen zur Aufzucht.

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Schlüsselwörter: Ostsee | Fisch-Fangqouten | Fischerei | Fischer | Hering und Dorsch
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