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Wirtschaft & Finanzen: Welt

EU gegen Plastikmüll – Nur die Spitze des Eisbergs

Die Plastik-Getränkeflaschen sind das größere Problem

Problemmüll Plastik-Einwegflaschen
Problemmüll Plastik-Einwegflaschen
Die EU will zuerst das Plastik-Einweggeschirr verbieten und zuletzt auch endgültig die Plastik-Einkaufstüten. Das ist angesichts des weltweiten Plastik-Müllberges sicherlich ein erster Schritt. Doch EU-weit ist dies auch nur der berüchtigte Tropfen auf den heißen Stein. Solange in asiatischen Ländern (z.B. Thailand) jedes Teil, und sei es nur eine Packung Zigaretten, vom Verkäufer in eine extra Plastiktüte gesteckt und übergeben wird, solange bleiben die EU-Versuche der berüchtigte Tropfen…

Wie kann man Plastikmüll vermeiden?

Man gewinnt immer mehr den Eindruck, die EU und allen voran Deutschland will im Alleingang die Umwelt retten – und nicht nur beim Plastikmüll. Was zum Plastik-Einweggeschirr gehört, darüber scheiden sich die Geister. Streng genommen gehört alles dazu, was es in dieser Beziehung beispielsweise bei Essenslieferungen gibt. So auch der Plastikteller mit den Einteilungen für Fleisch, Fritten und Salat. Als Alternative könnten vielleicht diese Styroporverpackungen dienen. Doch ist das umweltgerechter?

Plastik-Einkaufstüten können durch solche aus Stoff ersetzt werden, die man immer wieder benutzen und bei Bedarf sogar in der Waschmaschine mitwaschen kann. Und wenn man im Einzelfall doch mal eine Tüte benötigt, weil man seine vergessen hat, dann tut es sicherlich eine aus Altpapier hergestellt Papiertüte. Und bei uns in einem Supermarkt gibt es sogar schon kleine Papiertüten fürs Obst und Gemüse.

Das alles ist aber nur ein Anfang, der nicht auf die EU beschränkt bleiben darf. Es muss weltweit gegen Plastikmüll angegangen werden, indem gar nicht mehr soviel produziert wird. Strohalme können, wie der Name schon sagt, aus Stroh gefertigt werden. Dazu benötigt man kein Plastik. Ebenso wenig für diese Fritten-Picker in den Imbissstuben. Die gibt es ja schon lange in begrenztem Maße aus Holz.

Plastik-Einwegflaschen – das größere Problem!

Glasflaschen kommen immer mehr aus der Mode. Die Getränkeindustrie setzt auf Plastikflaschen. Zugegeben, dies ist ein Anreiz gerade für ältere Leute, weil diese viel leichter und deshalb besser für sie zu Transportieren sind. Hinzu klommen die sogenannten Sixpacks, die dann nochmals extra in Folie eingeschweißt sind.

Es gibt drei Arten von Getränke-Plastikflaschen: 1. Die Mehrwegflasche (15 Cent Pfand) 2. Die Einweg-Pfandflasche (25 Cent Pfand) 3. Und die Wegwerfflasche (0 Cent Pfand)

Hier muss sich dringend etwas ändern. Erst vor nicht allzu langer Zeit hat ein großer, namhafter Getränkehersteller in einem afrikanischen Land seine Abfüllanlagen von Glas- auf Kunststoff-Flaschen umgestellt. Da gibt es eine Anlage mit vier Abfüllstraßen, in denen bei jeder einzelnen davon stündlich zig Zehntausende von Flaschen abgefüllt werden. Ein ungeheurer Plastikmüllberg, den allein eine solche Abfüllanlage tagtäglich produziert. Der Plastikmüll scheint nicht mehr zu stoppen zu sein.

Der Plastikflaschen-Wahnsinn muss endlich enden!

Hier muss rigoros von höchster politischer Ebene Einhalt geboten werden! Zuerst müssen die pfandlosen Wegwerf-Plastikflaschen verboten werden. Diese gehören zwar in die Wiederverwertung per gelber Tonne oder gelben Sack, doch landen diese oft genug in der freien Natur, weil sie da entsorgt werden wo sie gerade als Müll anfallen. Es darf nur noch Pfandflaschen geben. Und bei Einwegpfandflaschen sollte im gleichen Zug das Pfand auf 50 Cent angehoben werden. Das betrifft vor allem Saft- und Milchflaschen.

Jetzt bitte nicht argumentieren da würde es pro Flasche ja 25 Cent, ober im Fall von bisher nicht bepfandeten Flaschen um 50 Cent teurer. Das stimmt nicht, denn bei Rückgabe des Leergutes erhält man sein Pfand ja zurück! Es zwingt einige Umweltsünder aber stärker darüber nachzudenken ob er die Flasche weiterhin in der Umwelt entsorgt oder sich sein Pfandgeld doch lieber zurückholt. Das große Ziel aber sollte sein, auf Dauer nur noch Mehrwegflaschen zuzulassen.

Und jeder Einzelne von uns kann bereits heute viel für die Umwelt tun, wenn er anstelle von Einwegflaschen seine Getränke nur noch in Mehrwegflaschen kauft!

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Schlüsselwörter: Plastik | Kunststoff | Flaschen | Müll | Abfall
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