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Wirtschaft & Finanzen: Asien

China baut weitere moderne DRAM-Fabrik

China möchte bei Arbeistspeicher importunabhäng werden

CXMT baut Produktionstätte
CXMT baut Produktionstätte
Aufgrund der anhaltenden und möglichen weiteren US-Sanktionen präsentiert nun China seine Antwort darauf. Ob mit oder ohne Sanktionen, China will technologisch nicht nur unabhängiger werden, sondern auch wirtschaftlich bei der Herstellung von Arbeitsspeichern (DRAM) auf den Weltmarkt mitspielen, zugleich aber auch den inländischen Bedarf bei Sanktionen befriedigen. DRAM bedeutet die Abkürzung für Dynamic Random Access Memory, ein sehr wichtiger elektronische Speicherbaustein (Chip), ohne die u.a. PC und Laptops nicht laufen würden.

Die chinesische Firma ChangXin Memory Technologies (CXMT) hat nun offiziell angekündigt, das der Produktionsstart von eigenen DRAM-Chip erfolgt. Für umgerechnet 21 Milliarden US-Dollar wird hier eine eigene Entwicklungs- und Produktionsstätte in der Stadt Hefei fertiggestellt. Die moderne Stadt Hefei, mit fast 8 Millionen Einwohnern, liegt etwa 100 km östlich von der anderen Millionen-Metropole Nanjing entfernt. Der Standort scheint auch nicht zufällig, denn Hefei ist auch eine bekannte Universitätsstadt, darunter sind 3 Elite-Universitäten Chinas. Dabei wird die Firma CXMT von der chinesischen Regierung gefördert, mit der Zielsetzung, das das Land unabhängiger von ausländischen Zulieferern wird. Besonders im Smartphone- und Server-Bereich strebt China eine Importunabhängigkeit an. Mit Tianhe 2 hatte China 2015 schon bewiesen, das es fähig ist, auch einen der schnellsten Supercomputer-Anlagen der Welt zu bauen. Und im Jahr 2020 soll schon Tianhe-3 folgen, mit einer vielfachen Leistung von Tianhe 2.

Bisher ist China bei Arbeitsspeichern noch von Importen abhängig, besonders aus den USA und Südkorea. CXMT plant bei der ersten Produktionsstätte zunächst eine monatliche Produktionskapazität von 120.000 Stück und würde dann zu den größeren Fertigungsbetriebe Asiens gehören. Eine zweite ähnliche Produktionsstätte hält die chinesische Regierung als Option offen. Doch damit nicht genug. Fahre nie auf einem Rad ist eine chinesische Weisheit, deshalb baut die chinesische Regierung ein Schutzgitter auf, um gegen Sanktion gewappnet zu sein. Die neu gegründete Firma Yangtze Memory Technologies Corporation (YMTC) wird bald ebenso die Produktion von Arbeitsspeichern aufnehmen. Dazu werden 5,3 Mrd. Dollar in den Bau dieser DRAM-Fabrik investiert. Hinter YMTC steht die staatliche chinesische Tsinghua Unigroup. Diese kauft auch systematisch Anteile von asiatischen und europäischen Hochtechnologieunternehmen und Gründerfirmen auf.

Es wird noch 10 Jahre dauern, so die chinesische Regierung, aber China ist sehr ehrgeizig, um dann zu den großen Chip-Hersteller der Welt zu werden und Sanktionen auszugleichen.

Bildnachweis:
  • CXMT baut Produktionstätte: Copyright: ChangXin Memory Technologies, China

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Schlüsselwörter: China | DRAM | Arbeitsspeicher | Computer | IT
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