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Politik: Asien

Gerichtsverhandlung auf philippinisch – Haltlose Anklage

Noch ein Deutscher unschuldig hinter Gittern? (4)

Zellengenosse - Einer von vielen...
Zellengenosse - Einer von vielen...
Noch ein Deutscher unschuldig hinter Gittern? (4)Nachdem sich Tobias Reuter vehement geweigert hat das „Lösegeld“ an korrupte philippinische Beamte zu bezahlen, kommt es schließlich zur Untersuchungshaft und Gerichtsverhandlung. Ein jahrelanges Martyrium beginnt und noch immer ist kein Ende in Sicht.

Acht Jahre Untersuchungshaft und unzählige Verhandlungstage

Unfassbare Verleumdungen und Falschaussagen im Fall Reuter belegen eine diktatorische, selbstherrliche und willkürliche Justiz auf den Philippinen, die nur darauf abgerichtet ist unbescholtene und unschuldige Ausländer abzuzocken. Eine staatliche Ausländerfeindlichkeit, die aber nur einen Teil der philippinischen Staatsdiener betrifft. Das allerdings bis zur höchsten Ebene.

Über acht Jahre und unzählige Verhandlungstage hat Tobias seit seiner Verhaftung hinter sich. Unglaublich ist auch dass, was dabei alles ausgesagt wurde. Unglaublich, weil sofort widerlegbar, was aber eine philippinische Justiz kaum bis gar nicht zu interessieren scheint – wie der Fall Tobias Reuter als einer von vielen belegt.

Anschuldigungen entbehren jeder Grundlage

Die beiden Frauen, die Tobias in die Falle lockten, sagten vor Gericht unter anderem aus, dass sie Angst gehabt hätten. Trotzdem stiegen sie ganz offensichtlich freiwillig zu ihm ins Auto, verließen dieses auch während der Staus nicht und gingen ebenso offensichtlich freiwillig mit ins Hotel. Ein Widerspruch sondergleichen. Für die Justiz zählte aber nur die Aussage der Frauen, dass sie Angst gehabt hätten.

Die NBI-Polizisten sagten vor Gericht aus, dass sie vorher nie Kontakt zu den beiden Frauen gehabt hätten. Es wäre ein reiner Zufall gewesen, dass sie im Hotel das richtige Zimmer fanden. Tatsächlich jedoch hatte nachweislich eine der beiden Frauen die Zimmernummer per SMS gezielt an die involvierten Beamten gesendet.

Eine der beiden Frauen sagte zudem vor Gericht aus, dass Tobias sie vergewaltigt habe. Obwohl der angebliche Vater von einer der beiden Frauen, in Wahrheit vermutlich ein NBI-Spitzel oder gar NBI-Agent, ausgesagt hatte, er habe vor dem 2. Februar 2011 noch nie mit der NBI gesprochen, sagte er nun vor Gericht aus, dass er die Vergewaltigung seiner angeblichen Tochter bereits am 26. Januar 2011 bei der NBI angezeigt habe. Zu diesem Zeitpunkt war Tobias allerdings nachweislich nicht auf Cebu, sondern auf der Nachbarinsel Bohol. Außerdem ergab ein medizinisches Gutachten, dass es keinerlei Geschlechtsverkehr gegeben hatte – und erst recht keine Vergewaltigung. Dieser Anklagepunkt musste dann notgedrungen fallen gelassen werden. Inzwischen wurde bekannt, dass der angebliche Vater der einen jungen Frau einen Cousin beim NBI hat.

Wohl ersatzweise wurde ein neuer Anklagepunkt konstruiert. Tobias wurde nach neun Monaten zusätzlich wegen Menschenhandel und Misshandlungen angeklagt. Von einer der beiden Frauen tauchten dann vor Gericht Fotos als Beweismittel auf, die am 23. März 2011 gemacht worden waren. Lächerlich, denn zu diesem Zeitpunkt war Tobias Reuter ja nachweislich bereits seit fast zwei Monaten in Untersuchungshaft.

Lesen Sie in der letzten Folge noch mehr unglaubliche Anschuldigungen, das Urteil und seinen Status heute…

Bildnachweis:
  • Zellengenosse - Einer von vielen...: Tobias Reuter (Unterliegt dem Urheberrecht.)

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Schlüsselwörter: Gerichtsverhandlung | NBI | Inhaftierung | Falschaussagen | Lügen
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