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Politik: Asien

Der Fall Tobias Reuter – Justizskandal auf den Philippinen

Noch ein Deutscher unschuldig hinter Gittern? (2)

Justizia ist nicht überall gerecht.
Justizia ist nicht überall gerecht.
Der 2. Februar 2011 – zuerst ein Tag wie jeder andere – sollte das Leben des damals unverheirateten 39jährigen Tobias Reuter für immer verändern. Sein Pech: Er wurde an diesem Tag eines der zahlreichen Opfer einer korrupten philippinischen Staatsgewalt, gegen die er sich nicht wehren konnte. Sein Glaube an eine Gerechtigkeit wurde bitter enttäuscht, denn auf den Philippinen gibt es offenbar so etwas wie Gerechtigkeit nicht.

Drama, 1. Akt: Zwei junge Frauen und der Hinterhalt der NBI

An jenem schicksalsschweren 2. Februar, vor mehr als achteinhalb Jahren, wurde Tobias Reuter von zwei hübschen jungen Frauen in Cebu City, auf der gleichnamigen philippinischen Insel, angesprochen. Die beiden, die ca. 19 bis 20 Jahre als waren, machten Tobias eindeutige Angebote und meinten, man könne doch in ein Hotel gehen und einen Kaffee trinken. Wenn sich dann daraus mehr entwickeln würde hätten sie auch nichts dagegen. Tobias war davon angetan und konnte dem verlockenden Angebot nicht widerstehen. Jahre später schrieb er mir dazu: „Welcher Mann würde da Nein sagen?“

Das ganze „Kennenlernen“ spielte sich auf einem Parkplatz ab. Was Tobias Reuter zu diesem Zeitpunkt nicht ahnte war die Tatsache, dass am Rande des Parkplatzes ein Fahrzeug stand, in dem Beamte der NBI (National Bureau of Investigation = bundespolizeiliche Behörde der Philippinen) saßen und die Szenerie ganz genau beobachteten. Nach einem fast halbstündigen Gespräch zwischen Tobia und den beiden jungen Frauen stiegen diese zu Tobias ins Auto. Das alles geschah unter den wachsamen Augen der NBI-Beamten. Schließlich fuhr Tobias mit den beiden Frauen los.

Drama, 2. Akt: Fahrt zum Hotel

Neben den NBI-Beamten war eine weitere Person im Auto der Polizisten. Dieser gab sich später als Vater einer der beiden Frauen aus. Das entsprach jedoch nicht den Tatsachen, wie sich noch später herausstellen sollte. Vermutlich war es ebenfalls ein Angehöriger des NBI. Sowohl der (falsche) Vater als auch die NBI-Beamten sahen untätig zu, wie Tobias Reuter mit den beiden Frauen losfuhr. Da wieder einmal Rush Hour war und man nur mit Schritttempo vorwärts kam ging die Fahrt zum Hotel nur schleppend voran. Zeit genug für die NBI-Beamten einzugreifen gab es da in Hülle und Fülle. Doch die fuhren nur hinterher und beobachteten.

Die Fahrt zum Hotel dauerte insgesamt wieder eine halbe Stunde. Seit dem ersten Kontakt war somit bereits eine Stunde vergangen, in der die NBI-Beamten nichts Besseres zu tun hatten als Tobias Reuter und die beiden Frauen zu beobachten. Während Tobias mit den beiden Frauen ins Hotel ging warteten die NBI-Polizisten am Rand des Parkplatzes. Von dort konnten sie allerdings nicht sehen, was die drei im Hotel machten.

Drama, 3. Akt: Böse Überraschung im Hotel

Im Hotel schlugen die beiden Frauen Tobias vor, man könne sich doch für ein paar Stunden ein Zimmer nehmen, gemütlich Kaffee trinken und Kuchen zu essen. Auch könne man dabei ein wenig über Deutschland, Tobias Heimatland, plaudern, da die beiden vor hätten sich in Deutschland Arbeit zu suchen. Währenddessen warteten die NBI-Beamten etwa eine halbe Stunde.

Tobias saß zu diesem Zeitpunkt vor dem TV-Gerät und schaute das laufende Programm. Die beiden Frauen waren im Bad. Dann ging alles ziemlich schnell. Eine der beiden Frauen öffnete die Zimmertüre, vor der inzwischen die NBI-Polizisten standen. Die zweite Frau stand plötzlich splitternackt im Zimmer. Tobias Reuter wusste gar nicht wie ihm geschah. Die NBI-Beamten legten eine aggressive Brutalität an den Tag und das Verhängnis nahm seinen Lauf…

Lesen Sie in der nächsten Folge wie die Falle zuschnappt und Tobias hereingelegt wird.

Bildnachweis:
  • Justizia ist nicht überall gerecht.: Foto: © Thorben Wengert / pixelio.de (Gemäß den Pixelio-Bestimmungen.)

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Schlüsselwörter: NBI | Gerechtigkeit | Justizskandal | Falle | Korruption
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