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Technik: Automobil

Kann Magnesium das Lithium ablösen ?

Elektro-Mobilität nimmt in Asien rasant zu

Wasserstoff-Bus Sora von Toyota-serienreif
Wasserstoff-Bus Sora von Toyota-serienreif
Machen wir uns nichts vor, die selbstverliebte deutsche Automobil-Industrie ist noch sehr unwillig sich vom Diesel-Verbrennungsmotor zu trennen. Die innovative Firma Porsche hat schon den Trend erkannt und trennte sich 2018 von Diesel. Weiterhin produziert die deutsche Automobilbranche immer mehr überdimensionierte SUV´s mit sehr schlechter Umweltbilanz, die zudem weiterhin Parkbuchten und Parkhäuser verstopfen, statt sich auf sinnvolle ökologische sparsamere und kleinere Modelle zu konzentrieren. Umsatzgeilheit statt Vernunft. In Asien steht Hybridtechnologie und Elektromobilität an erster Stelle, während hier in Deutschland die Dauerdiskussion erstmal weiter geht und weiter Dieselaggregate gebaut und Diesel staatlich subventioniert wird. Und am Ende kommt der Strom für Elektroautos aus der Steckdose, so der naive Verbraucher.

Saubere Elektromobilität gib es nicht:

Es gibt drei wesentliche Negativ-Säulen der "sauberen" Elektro-Mobilität: Lithium-Abbau verursacht große Umweltschäden, Kobald im Kongo wird unter fragwürdigen Bedingungen abgebaut, und es ist kein Geheimnis, das auch Kindern und Jugendlichen unter schlechten Bedingungen Kobalt abbauen. Und es gibt noch kein saubere Recycling-Konzept für die vielen zukünftigen Akkus.

Doch zum Glück gibt es schon Forschungen um Lithium und Kobalt ersetzen zu können. Dabei gilt die Strategie nur solche Materialien zu verwenden, die reichlicher vorhanden bzw. günstiger herzustellen sind. Kobaltfreie Energiespeichermaterialien sind noch nicht im Durchbruch, aber grosse Hoffnung setzt man auf Eisenphosphat. Um Lithum zu ersetzen setzen die Forscher viel Hoffnung auf Magnesium. Dieses Metall kommt auf der Erde 3000-mal häufiger vor wie Lithium und kann auch einfacher recycelt werden.

Toyota und chinesische Hersteller sind in der neueren Batterieentwicklung und Akku-Recycling um mindestens 5 Jahre voraus. Deutschland hat dies, bei seiner ganzen unnötigen politischen Diesel-Diskussion komplett verschlafen. Der chinsische Hersteller BYD hat schon eine serienreife Lithium-Eisen-Phosphat-Batterie entwickelt, die sicherer und billiger als die herkömmliche Lithium-Ionen-Batterie ist. China und Japan testen bereits Magnesium-Kobalt-Mangan-Batterien, die leichter und leistungsfähiger sind.

Die Bundesregierung hat 2019 das Projekt Forschungsfertigung Batteriezelle gestartet. Zielsetzung soll es sein, künftig leistungsfähige Batterien in Münster für den Weltmarkt Made in Germany hergestellen zu können. Derzeit sind China und Japan fast auf den Berggipfel, während Deutschland sich gerade Bergsteigerstiefel anzieht. Lieber spät als nie: Die neue Forschungsfertigung Batteriezelle soll Mitte 2022 ihren Betrieb aufnehmen.

Bildnachweis:
  • Wasserstoff-Bus Sora von Toyota-serienreif: Copyright: Toyota

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Schlüsselwörter: Forschungsfertigung Batteriezelle | Elektro-Mobilität | Lithium | Autobatterie | Elektro-Auto
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