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Wissenschaft: Umwelt & Naturschutz

Thailand: Ein mutiges Mädchen kämpft gegen Plastik-Müll

Der Kampf der 12jährigen Ralyn Satidtanasarn für die Umwelt

Ralyn (rechts) beim Ministry of Education
Ralyn (rechts) beim Ministry of Education
Thailand hat, wie auch andere Länder, ein immenses Plastik-Müll-Problem. Seit Jahren nehmen die privaten Initiativen zu, wie z.B. Trash Hero Thailand, um in Eigenregie Müll einzusammeln und zu entsorgen, aber auch die Bevölkerung mehr für den Umweltschutz zu sensibilisieren. Das erst 12jährige Mädchen Ralyn Satidtanasarn, mit dem Spitznamen Lilly, gehört zu den populärsten Umweltaktivisten in Thailand und ist regelmäßig in den Medien.

Sie kommt aus einer privilegierten Familie und hat, neben der thailändischen auch die US-Staatsbürgerschaft. Mit ihren Eltern engagiert sie sich schon seit 4 Jahren für den Klima- und Umweltschutz in Thailand. Bereits als 8jährige war sie geschockt von den verschmutzten Stränden in ihren Land, und musste es erleben, das der von ihr und ihren Eltern gesäuberte Strand ein Tag später wieder voller Müll war, hauptsächlich Plastikmüll.

Besonders der überdurchschnittliche Verbrauch von Plastiktüten und das achtlose Wegwerfen von Müll ärgert Ralyn, und sie ist fest davon überzeugt, das dies nicht sein muss. Dabei konnte sie konnte schon als junges Mädchen etwas bewegen. Beeindruckt von ihrer Initiative verzichtet z.B. die große Supermarktkette Central aus Bangkok jetzt zumindest an einem Tag pro Woche darauf, Plastiktüten auszugeben und über Alternativen nachzudenken. Auch die Geschäftsführung der Kette 7-Eleven findet diese Initiative von Ralyn als für sehr wichtig und will ebenfalls Plastiktaschen reduzieren und Alternativen suchen.

Ralyn (links) klärt Marktfrauen auf
Ralyn (links) klärt Marktfrauen auf
Dabei sucht Ralyn nicht nur die Diskussion mit großen Einkaufsketten und Ministerien, sondern geht sie auch auf Märkten und klärt über den Plastikmüll auf, das der Verbrauch reduziert und viel mehr recycelt werden muss. Sie nimmt regelmäßig an Umweltaktionen und Müllsammlungen teil, u.a. bei Trash Hero Thailand, und manchmal geht sie aus Protest auch nicht zur Schule um Müll einzusammeln. Dies soll ein Weckruf an die Erwachsenen sein und die Medien haben den Aufruf verstanden. Sie berichten regelmäßig von dem mutigen Mädchen, und laden sie auch ein.

Mutig sagt sie auch immer wieder, angesprochen auf die weltweiten Protesten von Kinder und Jugendlichen: Mein Platz ist hier, der Kampf gegen den Müll findet hier in Thailand statt !

Die erst 12jährige Mädchen Ralyn Satidtanasarn gilt als großes Vorbild bei vielen Kindern und Jugendlichen, die die Zukunft Thailands anders gestalten wollen. Und auch bei den Erwachsenen scheint sich allmählich das Umwelt-Bewusstsein zu verändern.

Aufgrund der großen Platikmüllproblematik und durch den Einsatz von Umweltaktivisten wie die 12jährige Ralyn, einigte sich das Umweltministerium mit den Marktführern im thailändischen Einzelhandel, der CP Group (7-Eleven), der Central Pattana und der The Mall Group, darauf, bereits ab dem 1. Januar 2020 auf Einwegplastiktüten zu verzichten. Auch erhofft sich die Regierung, dass alsbald die vielen kleinen Läden und Frischemärkte dem guten Beispiel der großen Einzelhandelsketten folgen werden, so dass das Land ab2021 sogar frei von Einwegplastiktüten ist. Um dieses Ziel aber auch zu erreichen, soll ein Gesetz herausbracht werden, das alle Einwegkunststoffe verboten werden.

Bildnachweis:
  • Ralyn (rechts) beim Ministry of Education: Copyright: Khaosod English, Bangkok
  • Ralyn (links) klärt Marktfrauen auf: Copyright: Khaosod English, Bangkok

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Schlüsselwörter: Ralyn Satidtanasarn | Umwelt | Thailand | Plastikverbot | Bangkok
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